Kann eine Atemtherapie wirklich das Stottern beheben?

3 Antworten

Richtig! Solange die Atmung nicht stimmt, geht auch das Stottern nicht weg. Stotterer sollten Gesangsunterricht nehmen. Beim Singen muss die Ausatmung gezielt eingesetzt werden. Da der Stotterer meint, singen ist etwas anderes als sprechen, kommt er nicht auf die Idee zu stottern. Und übers Singen lernt er letztendlich das flüssige Sprechen, da er die erlernte Atemtechnik des Singens nunmehr auch auf die Sprache überträgt.

Stottern beruht nicht auf einem Sauerstoffmangel bei der Geburt, das zum einen. Und Stottern hat auch nichts mit einem falschen Atmen zu tun. Und ein psychisches Problem liegt auch nicht zugrunde. Herrje, all die schönen Vorurteile, mit denen es Stotterer zu tun haben und worunter sie mehr leiden, als an den paar Unflüssigkeiten manchmal.

Es ist relativ einfach, kurzfristig jeden Stotterer zum flüssigen Sprecher zu machen, eine verfremdete Sprechweise führt meist dazu, diese schnellen "Erfolge" werden dann in reißerischen Fernsehsendungen angepriesen, Stotterer, die danach doch noch stottern (also alle), werden als unwillig und unfähig hingestellt.

Stottern ist nicht mit einfachen Rezepten und nicht schnell zu behandeln. Eine geerbte neurologische Schwäche in der sprechmotorischen Ausführung muss kompensiert werden, indem eine andere Art der Bewegungsabläufe ständig geübt werden muss. Erwachsene Stotterer erreichen selten eine vollkommene Heilung, also tatsächlich nie mehr zu stottern und auch nichts tun zu müssen, um flüssig sprechen zu können. Allerdings kann durch die beiden fundierten Therapierichtungen Stottermodifikation und Fluency Shaping eine hohe Flüssigkeit erreicht werden, und die Lebensqualität sehr verbessert werden.

Kurz gesagt: Stotterer, die abnorm atmen (das ist nicht bei allen der Fall), tun das, weil und wenn sie stottern. Sie stottern nicht, WEIL sie falsch atmen.

Hab mal im TV eine Sendung darüber gesehen in der auch Betroffene zu Wort kamen. Das soll wirklich helfen.

Mache ich etwas falsch in Sachen Frauen? Ich will kein Mitleid sondern ich erhoffe mir eine neutrale Antwort, die mich weiter bringt?

Hey ich der Flo, bin 28 und habe ein Handicap seit meiner Geburt.

Also ich habe eine Tetraspastik & Lernbehinderung,

Tetraspastik : Diese ist jedoch nicht ganz so stark. Ich kann laufen, schwimmen, Rad fahren, tanzen.Nur in der Feinmotorik merkt man es und auch etwas an meiner Stimme, da die Spastik dahingehend ist, dass ich keine große Stimmfarbe habe, soll bedeutet: ich rede oft etwas, wie soll ich es sagen, von der Tonlage gleichbleibend. Mit diesem Problem, war ich jetzt schon bei zwei Sprachtherapeuten, beide meinten jedoch zu mir, dass sich das evtl. nur durch eine OP am Zäpfchen beheben lässt, die aber sehr risikobehaftet ist. Beide haben mir unter den Umständen von der OP abgeraten. Sie meinten, dafür würde ich zu gut reden als das es Wert sei, sich diesem Risiko zu stellen.

Lernbehinderung: Ich brauche länger als andere um mir komplexe Sachen zu merken, da bei der Geburt, durch den o.g. Sauerstoffmangel Gehirnzellen abgestorben sind. Deswegen konnte ich bis jetzt keine Ausbildung machen. Begründung des Arbeitsamtes: Ihre Tetraspastik schließt leider viele Berufsgruppen aus, die im Handwerk denkbar sind. Dazu kommt, das ihre Lernbehinderung die Lerngeschwindigkeit einer" normalen" Ausbildung nicht gerecht werden kann, wofür Sie als Person nichts können. * Geil oder, auf der einen Seite bin ich zu" normal" aber dann auch wieder nicht" normal" genug...

Nun ist es jedoch auch so, das ich kaum Frauen kennenlerne, die damit kein Problem haben, also die damit klar kommen, dass ich besonders bin. Viele hören auf zu schreiben, wenn ich ihnen ehrlich sage, was ich habe (meistens sage ich dieses vor dem ersten Telefonat, da man es eben an der Stimme hört.Oft hören sie dann auf zu schreiben bzw. lesen es zwar aber antworten nicht mehr. Das macht mich oft nachdenklich, da ich bei meinem jüngeren Bruder oft sehe, dass er viele dieser Probleme einfach nicht hat.Oft denke ich mir so, ich könnte es auch so" leicht" haben wie Er es hat, wenn ich dies alles nicht hätte. Denn wir haben so die gleichen Voraussetzungen (Elteren, Umfeld, Freunde etc.) , bis eben auf die Geburt, er hatte keinen Sauerstoffmangel. Ich sehe in Ihm oft, wie es mir gehen könnte, wenn ich auch kein Handicap (keine Spastik und keine Lernbehinderung ) hätte. Er hat eine hübsche Freundin, seit 5 Jahren, sein Abi etc. Ich habe das nicht. Meine Eltern sagen immer, ich kann und soll mich nicht Vergleich mit meinem Bruder, das würde mir nichts bringen, jeder ist wie er ist.

Wie kann ich, oder wodurch kann ich Frauen kennenlernen, die mit dem Handicap klar kommen? Denn ich habe gemerkt, wenn ich es zuerst schreibe, also im Chat dass ich halt ein Handicap habe, ergibt sich kein Gespräch groß, schreibe ich es nachdem sie sich ein Bild von mir machen konnten, also nachdem ich etwas von meinem Leben / meinem Altag oder über was man sonst so schreibt erzählt habe, hören sie auch auf zu schreiben & die ganze Komunikation / die Zeit war umsonst.

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Ist mein stottern doch eher psychisch?

Hallo liebe Leute! Ich (16) stottere eigentlich jetzt schon mein Leben lang. Aber nur in bestimmten Situationen. ZB in der Familie (am meisten bei Mama) da ich sehr vieles durchgezogen hab wegen meiner Familie und ich eine besondere Verbindung zu meiner Mutter hab (habe verlustängste). Wenn ich wütend bin oder in einer sehr depressiven Phase bin stottere ich. Wenn ich meine Periode hab verstärkt sich mein stottern auch ich weiß nicht warum xd aber ansonsten eigentlich nie! Wenn ich mit Freunden bin stottere ich kaum, ich selber merke das wenn das stottern ein bisschen kommt aber die merken das nicht! Wenn ich mit fremden spreche oder zB sogar in der Schule ein Buch vorlese stottere ich auch nicht! Wirklich NUR dann wenn ich über meine Probleme spreche, wenn ich Gefühle wie Trauer, Angst und Wut spüre. Also ist es bei mir eigentlich nicht chronisch, mal kommt es mal geht es wieder weg. Als ich so 12 war ging das eigentlich ganz weg aber durch die schlimmen Dinge die passiert sind blieb das für ne Weile. Jetzt kommt und geht das wieder weg .... Ich war schon in zig Logopädien aber das alles hat mir nichts gebracht. Bisher war ich aber noch nicht bei einem Psychologen ... was meint ihr wenn meine Psyche wieder normal wäre und ich mehr Selbstwertgefühl hätte und mich mehr trauen würde, meine Ängste bekämpfen würde, wär das dann weg? Möchte endlich diese Freiheit spüren beim sprechen.... (Wenn man stottert, fühlt man sich immer so unter Druck gesetzt)

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