Kann der Betreuer nun einfach einweisen?

4 Antworten

Der Betreuer kann niemanden einweisen. Sollte es einen medizinischen Grund für eine Behandlung deiner Freundin geben, kann der Betreuer dieser zustimmen, auch wenn deine Freundin das nicht möchte, sie müsste die Behandlung dann machen. Bsteht aber kein medizinischer Grund für eine Behandlung,kann er sie nicht in die Klinik schicken - was soll sie denn da, wenn kein Arzt sie behandelt? Sowas geht nicht. Insofern ist es gut, dass deine Freundin bereits entlassen wurde,die Behandlung also beendet ist, denn das zeigt ja, dass sie im Moment nicht weiter behandelt werden muss. Also nochmal: ein Betreuer kann zwar Therapien gegen den Willen des Betreuten zustimmen, er kann aber nciht eigenmächtig medizinische Behandlung anordnen, ob eine Notwendigkeit dazu besteht entscheidet ein Arzt.

Freiheitsentziehende Maßnahmen können nur durch Gerichte angeordnet werden - mit dem Schreiben wurde der Betreuer (vor Auslaufen der Einweisung) nach seiner meinung gefragt ....

die Einweisung wurde ofenbar nicht verlängert - das Schreiben ist also damit erledigt

Selbst wenn der Betreuer eine Verlängerung beantragt hätte, hätte meine Freundin dann nach fast einem Monat wieder in die Klinik gemusst, obwohl sie von den Ärzten bereits Ende letzten Monats entlassen wurde?

Das hätte doch nicht angehen können, ohne dass was vorgefallen is. In dem Schreiben befand sich meine Freundin laut Gericht am 12.11. noch in der Klinik, das war ja lange nicht mehr der Fall. Wäre das Schreiben dann nicht ungültig?

@Smudo1284

Wenn es einen neuen Einweisungsbeschluß gibt, dann schon ....

@frodobeutlin100

Der müsste dann aber neu begründet sein, oder?

Meine Freundin ist ja schon lange entlassen, ihr geht es auch gut. Man könnte ja nicht, einen bereits beendeten Aufenthalt verlängern, oder???

Dass der Betreuer nächste Woche mit einer Verlängerung dastünde wäre doch unwahrscheinlich.

Es gibt in dem Sinne keinen "Verlängerungsantrag"; wie es einen Verlängerungsantrag z.B. bei Hartz IV gibt. Der Begriff "Verlängerung" bezieht sich nur darauf, daß rechtzeitig ein neuer Beschluß her muß, damit es nicht zu einer Lücke bei der Unterbringung kommt. Der Beschluß selbst ist aber genau so schwer oder leicht zu bekommen wie beim ersten Mal.

Ein Beschluß des Betreuungsgerichts wird nicht deshalb ungültig, weil die Klinik den Patienten entläßt. Entweder wird der Beschluß von selbst ungültig, da der Zeitraum der angeordneten Unterbringung vorbei ist oder das Gericht muß einen neuen Beschluß machen, der den Unterbingungsbeschluß aufhebt. So lange ist der Beschluß immer noch gültig.

Also: Der Betreuer kann selbstverständlich jederzeit einen neuen Antrag auf Unterbringung stellen - der dann aber vom Gericht auch wieder neu geprüft werden muß.

Meine Freundin ist ja nun schon seit Ende Oktober nicht mehr in der Klinik.

Eine Verlängerung scheint es nicht gegeben zu haben, sonst hätte sie ja seit dem 20.11. wieder in der Klinik sein müssen oder Post erhalten haben.

Und, ohne, dass irgendetwas vorliegt wird doch kein neuer Beschluss gemacht, oder?

@Smudo1284

Natürlich müßte es für einen Beschluß noch Gründe geben - mindestens noch die, welche auch für den vorherigen Beschluß vorhanden waren. Grundlos wird man nicht einfach untergebracht.

Leider melde ich mich jetzt erst. Aber Betreuer sind gefährlich, ich hatte auch einen und die wollen natürlich Geld fürs nichtstun am besten. Und wenn jemand in der Klinik ist müssen sie nichtstun

Geniale Antwort

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