Kann der Arbeitgeber eine Impfung verlangen?

5 Antworten

Kann ein Arbeitgeber dennoch eine Impfung verlangen?

Eventuell ist bei fehlendem Impfschutz eine (Weiter-)Beschäftigung an einem bestimmten Arbeitsplatz nicht (mehr) möglich.

Interessante Idee ( Beispiele ? ) . Das Risiko betrifft den Arbeitnehmer selbst , nicht die Kunden, denke ich . Das heißt : ein AG kann nicht sagen , wenn du da weiter arbeitest , gefährdest du dritte. Dich selbst schon und ich verliere einen Mitarbeiter wegen Krankheit oder sogar späterer Berufsunfähigkeit . Das mag vom AG ohne Hintergedanken lieb gemeint sein ........ aber : siehe meinen Link zu nicht geimpften Ärzten im Krankenhaus.

Definitiv : Nein. Soldaten sind wohl die einzige Ausnahme

Es können nur Impfempfehlungen ausgesprochen werden.

In Deutschland, der Schweiz und Österreich gibt es derzeit keine gesetzlich verankerte Impfpflicht für den Menschen, nur sogenannte Impfempfehlungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Impfpflicht

ein Arbeitgeber kann aber den Impfverweigerer auf eine interne, inoffizielle schwarze Liste setzen und schäbig behandeln oder bei den Aufstiegschancen benachteiligen.

https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a457-impfungen-als-bestandteil-arbeitsmedizinischer-vorsorge.pdf?__blob=publicationFile&v=2

lies dich hier mal durch. der AG muss die impfung wohl anbieten falls ein erhöhtes infektionsrisiko besteht, der AN braucht diese aber nicht annehmen.

ob der AG dann trotzdem die ausübung der tätigkeit ungeimpft erlaubt, liegt wohl in seinem ermessen.

... bzw. in seiner Fürsorgepflicht dem Arbeitnehmer, dessen Kollegen und ggf. den Kunden/Patienten gegenüber.

In gewissen Bereichen ja. Da entspricht es sogar der Fürsorgepflicht des AG.

Generell aber nicht.

Ggf.muss ein Impfverweigerer sich nach einem anderen Job umsehen.

Bei der Einstellung kann man nicht geimpfte außen vor lassen, eine Entlassung wegen einer verweigerten Impfung ist nicht möglich bzw. hätte keinen Bestand vor dem Arbeitsgericht.

@Halbrecht

Und im eigenen Interesse sollte such ein Impfgegner dann umorientieren. Oder was soll das in einem risiko-besetzten Job werden?

@Violetta1

Alles richtig. Ich bin kein Impfgegner. Ich antworte auf die Frage :))

@Halbrecht

Das ist so eine Sache mit der Einstellung. Wenn die Impfung bzw. gesundheitliche Themen allgemein nicht relevant für die Stelle sind, darf der Arbeitgeber das gar nicht nachfragen, bzw der Bewerber braucht da nicht wahrheitsgemäß drauf zu antworten.

Sollte es aber bestimmte gesundheitliche Anforderungen an die Stelle geben, ist der Arbeitgeber berechtigt zu fragen und es muss wahrheitsgemäß geantwortet werden. Sollte der Bewerber dann lügen wäre der Bertrag nichtig und der AG hätte evtl sogar ein Anrecht auf Schadensersatz.

In diesem Fall wäre nur zu klären ob eben die Impfung arbeitsrelevant ist oder nicht.

Wenn die Impfung aus gesundheitlichen Gründen relevant für den Arbeitsplatz ist, kann er es verlangen. Sonst nicht.

Und wie sieht es aus, wenn in der Vergangenheit bereits Impfschäden durch eine der verlangten Impfungen entstanden sind? Soll dann umgeschult werden?

@SearchingFrog

Wie gesagt: das kann er nur verlangen wenn es berufsrelevant ist!

Wenn du in deinem Fall aber nicht geimpft werden kannst, kannst du aus gesundheitlichen Gründen deinen Beruf nicht weiter ausüben. Wenn es dann in dem Unternehmen keinen Alternativen Arbeitsplatz für dich gäbe, wäre das ein Grund für eine Kündigung.

Für eine Umschulung wäre dann erst das Arbeitsamt zuständig.

@SearchingFrog

Oder man bleibt im Job und verklagt den AG, wenn man sich eben doch was einfängt.

Eher nicht, gell.

Also bleibt nur eins.

@heirote

Ja, Akten etc liegen vor :-) Bisher gab es noch keine Probleme damit, allerdings frage ich mich dass, da ich bald den Arbeitsplatz umzugsbedingt wechsln werde.

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