Kampf gegen Schulden bei Krankenkasse

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

ich würde bei der Krankenkasse schriftlich und hartnäckig argumentieren, dass ich bis zu der Mitteilung der Hochschule gutgläubig und rechtmäßig Student war. Erst ab Folgetag Beiträge nachzahlen. Ggf. gibt es hier kostenlos unterstützende Argumente:

patientenberatung.de

Ggf. nach einem Stipendium suchen:

stipendienlotse.de

Die Schulden bleiben 30 Jahre erhalten und werden auch durch Gefängnis nicht gelöscht.

Tipp: Wenn sich etwas Gravierendes ändert (z.B. Exmatrikulation, Studienende, Beschäftigungsbeginn .... immer sofort die Krankenkasse informieren: dann bleiben einem meist rückwirkende Änderungen erspart!

Gruß

RHW

patientenberatung.de scheint eine gute Adresse. Sie sehen sich das mal an und sind damit schon weiterempfehlenswert.

Danke!

@umratzubitten

Vielleicht hilft das bei der Argumentation: das gesamte SGB V versucht, immer rückwirkende Änderungen in der Krankenversicherung zu vermeiden. Ausnahmen sind: falsche Angaben in Fragebögen und nicht sofortige Meldung an die Krankenkasse.

Wichtig ist dann noch zu beweisen, dass die Hochschule einen Fehler gemacht hat und wann dieser Fehler aufgefallen ist bzw. bekannt gegeben wurde.

@RHWWW

Danke für die wichtigen Stichworte "gutgläubig" und SGB V samt Ausnahmen

@umratzubitten

Gern geschehen!

Ich würde hiervon den Absatz 9 auch als Argument benutzen:

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__190.html

Einzelheiten hier im Rundschreiben:

.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrecht_beitragsrecht/krankenversicherung_studenten/_jcr_content/par/download/file.res/rdschr_kvds_21032006.pdf

-> Punkt 6.2.1

Wenn man Widerspruch eionlegt, auf jeden Fall darauf achten, dass der Widerspruchsausschuss mit den gewählten Vertretern entscheidet.

 

@RHWWW

Großartige Infos! Vielen Dank!

@RHWWW

Danke für den Stern!

Ich bin neugierig: Wie ist es ausgegangen?

Wie alt warst Du zum Zeitpunkt dieses Studiums? Warst Du da nicht familienversichert?

Sonst fällt mir nur ein, dass evtl. Deine Eltern helfen können oder Du gehst zum Sozialamt und fragst dort nach.

Danke für Deine Antwort. Ich war alt genug, Eltern kommen nicht in Frage. Sozailamt und Amtsgericht sind meine nächsten Ausflugsziele. Leider brauche ich gewitztere Lösungen..

@umratzubitten

Na ja, hätte ja passen können. Wenn Du direkt nach dem Abi studierst, bist Du ja noch jung genug für die Familienversicherung.

Dann wirst Du wohl öffentliche Stellen anzapfen müssen.

Als ich nach diesem Semester auf die Studienkanzlei zugekommen bin, erklärte man mir, die Immatrikulation hätte nicht bestehen dürfen und ich wurde nachträglich exmatrikuliert. Das war für mich in Ordnung, denn ich habe ja nicht mehr tätig studiert.

Mir fehlt hierzu eine Information.

Was hast Du denn in dieser Zeit tatsächlich gemacht ?

Soviel ich bis jetzt aus deinem Text entnehmen kann, hast Du den Studenten-Beitrag für dich in Anspruch genommen ohne tatsächlich studiert zu haben.

Vertrau mir, ich habe das Richtige getan

@umratzubitten

habe ich dies bestritten ?

allerdings kann ich dir so natürlich auch nicht weiterhelfen.

Also kann ich dir nur mitteilen, die Krankenkasse hat recht und Du musst die Beiträge nachzahlen.

Dass in Deutschland Krankenversicherungspflicht besteht, dürfte allgemein bekannt sein. Außerdem hast du dich ganz bewusst falsch verhalten. Obwohl du gar nicht mehr studiert hast, wolltest du die günstige KV der Studenten weiter behalten.

Diese Schulden wirst du abbezahlen müssen. irgendwann wirst du ja auch mit deinem Studium Geld verdienen wollen. Bis dahin wirst du eben nur in Notfällen behandelt.

Hallo, Schiet am Bein! Sofort zum Anwalt!! Da Du ja an der <Armutsgrenze bist- kostenfrei , da Sozialrecht. Widersprüche gegen Uni, gegen Krankenkasse. Siehe SGB I -im übrigen Unwissenheit schütz in Deutschland nicht vor Strafe.- Arsch hoch! Flash clash

dynamisch

Für die Widersprüche fehlt die Grundlage. er hat sich wissentlich zu Unrecht über die studentische KV absichern wollen, und das ist in die Hose gegangen.

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