Ist Reha-Massnahme (Kur) und eine Behandlung in einer Tagesklinik das selbe?

2 Antworten

Im Fall einer Angststörung kann ich mir kaum vorstellen, daß die Behandlung gleichgestellt ist. Solch gravierende Erkrankungen bedingen, daß der Patient rund um die Uhr unter Beobachtung und Behandlung durch das medizinische Personal gestellt wird. Das wäre im Rahmen der Behandlung in einer Tagesklinik aber nicht gewährleistet.

Frag bitte den Träger der Rehamaßnahme, dort bekommst du eine gültige Antwort.

So, nur falls es jemanden interessiert.... ich habe nach langem Googeln und über 1000 Ecken etwas gefunden. Und zwar Folgendes:

Rahmenkonzept zur medizinischen Rehabilitation in der gesetzlichen Rentenversicherung

(...) 3.1.1 Angebots- bzw. Versorgungsformen

Medizinische Rehabilitationsleistungen wurden in der Vergangenheit überwiegend stationär angeboten. Nach einer Erprobungsphase und entsprechend den Anforde- rungen des SGB IX (vgl. § 19 Abs. 2 SGB IX) wird seit einigen Jahren der Ausbau der ambulanten Rehabilitation forciert. Je nach individueller Problemkonstellation der Rehabilitanden gibt es Faktoren die für das eine oder andere Setting sprechen. Grundsätzlich sind ambulante und stationäre Rehabilitation gleichwertige Alter- nativen. Ambulante Reha-Strukturen sind wohnortnahe, interdisziplinäre therapeutische Angebote durch die Behandlungen den Erfordernissen des Einzelfalles flexibel angepasst werden können. (...)

(...) Voraussetzung für die Teilnahme am ambulanten Rehabilitationsverfahren ist eine über die Reha-Fähigkeit hinausgehende ausreichende Belastbarkeit und Mobilität der Patienten. Sie müssen die Einrichtung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in einer angemessenen Fahrtzeit erreichen können. Gegen die Durchführung der Rehabilitation im ambulanten Setting sprechen die Notwendigkeit von ständiger ärztlicher und pflegerischer Betreuung sowie eine ausge- prägte Multimorbidität, die von einer nicht-stationären Rehabilitationseinrichtung nicht abgedeckt werden kann. Darüber hinaus kann das Vorliegen einer Abhängig- keitserkrankung sowie von schweren psychosomatischen und psychischen Erkran- kungen eine ambulante Rehabilitation auch in einer anderen Indikation ausschließen. (...)

Großeltern drohen mit Jugendamt

Hallo Zusammen,

meine Frau befand sich wegen einer depressiven Erkrankung für knappe 5 Monate in stationärer Behandlung. Unsere 2,5 jährigen Tochter ist seit dem Zeitpunkt bei den Großeltern / Eltern meiner Frau untergebracht.

Es ließ sich leider nicht anderes Einrichten da ich berufstätig bin und morgen schon früh raus muss. Und der Kindergarten erst zu einer späteren Uhrzeit öffnet. Zudem wohnen die Großeltern auf der gleichen Straße. Alles in allem war dies auch ok. Großeltern kümmern sich um unsere Tochter, bringen Sie in den Kindergarten, holen sie ab etc. Nach dem Feierabend bin ich zu Ihnen hin, habe mit unserer Tochter entweder bis zu einschlafen gespielt, oder bin mit Ihr zur Mama ins Krankenhaus gefahren.

Nun ist es absehbar das meine Frau in den kommenden Wochen entlassen wird, bzw. in einen Tagesklinik Status für ein paar Wochen wechseln wird. Mit der Jugendhilfe werden wir einen Art pädagogische Erziehungshilfe erhalten. Schreckliches Wort, eine Art Tagesmutter / Beistand..oder wie man dies auch immer umschreiben mag.

Dies dient Mama und Kind, meine Frau wird entlastet und muss nicht von null auf hundert wieder in den Alltag durchstarten. Ferner ist auch noch eine Mutter Kind Kur geplant in der Zukunft geplant.

Nun haben dies die Großeltern mitbekommen, wollen es nicht ! Wollen nicht das eine "Fremde" sich hier "einmischt". Meine Frau aber benötigt den Abstand zu ihren Eltern, auch aus Sicht Ihrer Therapeuten (komplizierte Konstellation zur Familie).

Die Großeltern drohen nun auch Schritte zu gehen, die Kleine hat ja eine gewisse Zeit bei Ihnen verbracht, etc. da haben Sie auch ein Wort mitzureden. usw.

Das raubt uns nun auch wieder zusätzlich Kraft...

Frage wie sieht es hier aus ?

Es lag / liegt keine Kindeswohl Gefährdung vor ! Die Therapeuten meiner Frau unterstreichen dies ausdrücklich. Desweiteren liegen bei uns geregelte Verhältnisse vor (also Wohnung, Job etc)

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Dienen Arbeitslose nur als Dienstleistungenzwangskunden für die Bildungsindustrie?

Hallo,meine Frage beruht auf persönliche Erfahrungen. Mir kommt es so vor, als ob der Spruch "Wir brauchen mehr Bildung" nur als Werbung dient, staatliche Förderungen weiter in einen Sektor zu pumpen der nur durch staatliche Transferzahlungen existiert. Sogenannte gGmbH´s (gemeinnützig) bieten Kurse und Fortbildungen an und verlangen dafür ein Vermögen welches über staatliche "Bildungsgutscheine" finanziert wird.

Diese gGmbH ´s sind nichts anderes wie eine GmbH nur das der Gesellschafter auch gemeinützig tätig sein muss (Dafür reicht alleine eine Anstellung) um sich den Gewinn auszahlen zu lassen. Hinzu kommt das diese völlig Körperschaftssteuerfrei sind.

Am Personal solcher Kurse, Weiterbildungen und 1 Euro-Maßnahmen kann man meistens schon erkennen dass die Teilnehmer eher zur Betreuung statt zur Fortbildung anwesend seien müssen. Die Ausstattung ist dürftig und die Betreuung findet durch Sozialpädagogen statt. Firmeninterne wertlose Zertifikate die nirgends anerkannt werden dienen dazu, dem Zwangsbetreuten das Gefühl zu vermitteln nun ein Wissensnachweis zu haben. Die Tutoren die bei Weiterbildungen eingesetzt werden verfügen meistens über ein veraltetes Wissen und sind meistens auch in den Jahrgängen welche die Privatwirtschaft aussortiert. Auch gut zu erkennen ist das der Unterrichtsstoff (bei Weiterbildungen) unzureichend bzw. sogar Lückenhaft erklärt wird, da das Ziel nicht der Wissensvermittlung dient.

Die Teilnehmer, meistens ALG1 oder 2 Empfänger werden unter Sanktierung ihres Lebensunterhaltes dazu gezwungen an sollchen Maßnahmen teilzunehmen.

Meine persönliche Meinung ist das man unterscheiden sollte zwischen einer "Maßnahme" und einer "Ausbildung" wobei eine Ausbildung vorwiegend auch nur in der Privatwirtschaft möglich ist.

Wichtig noch zu erwähnen das die Finanzierung der Bund und die EU über Förderprogramme übernehmen, wie weit die Komunen daraus einen Vorteil ziehen kann ich nicht sagen außer das die zuständigen Jobcenter und A-Agenturen ihre Statistiken frisieren können.

Betrachte ich das ganze mal aus volkswirtschaftliche Sicht, fällt mir dabei auf dass man einen großen Sozialsektor aus der Arbeitslosigkeit holt und die Zwangsteilnehmer auch rausrechnet. Gleichzeitig ist zu erwähnen das man künstlich das BIP erhöht in dem man Dienstleistungen vergibt was widerum eine höhere Kreditwürdigkeit des Staates bewirkt. Besonders in der letzten Zeit höre ich in den Zeitungen das die Arbeitsminister (erst v.d.Leyen, jetzt Nahles) das Budget für Bildungsgutscheine immer weiter aufstockt.

Was ist eure Meinung zu diesem Thema? Behalte ich damit Recht das Arbeitslose nur als Zwangsteilnehmer dienen da auch die Fallmanager verpflichtet sind jährliche eine gewisse Anzahl Bildungsgutscheine zu vergeben?

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Psychisch krank und obdachlos; Was tun wenn nicht einmal Arbeit in einer WfbM möglich ist und man keinerlei Anspruch auf Sozialhilfe hat?

Eine psychisch kranke Freundin ist bereits durch alle Raster gefallen und es besteht keine realistische Chance, sie am 1. Arbeitsmarkt einzugliedern.

Sie ist schon 23, hat bisher seit ihrem Schulabschluss vor 8 Jahren noch keine Ausbildung gemacht und es ist schon eine Reha-Maßnahme gescheitert. Das heißt sie ist nicht in der Lage mindestens 3h pro Tag zu arbeiten.

Ihr wurde vor einiger Zeit schon mal eine Beschäftigung in einer Werkstatt für Behinderte empfohlen. Probeweise hat sie dort auch schon gearbeitet, wurde dann aber wieder entlassen, weil sie auch dazu nicht in der Lage ist.

Sie hat eben gewisse Besonderheiten - auch bekannt als Einschränkungen - die eine Arbeits- oder Ausbildungsaufnahme erschweren:

  • Hauptschulabschluss 2012 (Notenschnitt 3,9 und in Mathe eine 6)
  • Zwischen 2012 - jetzt arbeitslos bzw. nur gescheiterte Maßnahmen
  • Hoch verschuldet; P-Konto
  • Vorbestraft
  • Psychische Behinderung: Persönlichkeitsstörung, Depression, PTBS

Wenn man ihre ganzen Einschränkungen bedenkt, hat sie keine realistische Chance für eine Ausbildung. Davon abgesehen ist auch schon Arbeit in einer WfbM gescheitert. Zwecks der Schulden würde ihr potentieller Arbeitgeber informiert werden, da der Lohn gepfändet werden würde. Auch ihre Behinderung (einhergehend mit Suchtproblematik) hat schon dazu beigetragen, dass sie bei vielen Angelegenheiten schon gescheitert ist.

Es wäre gut zu wissen, wie es bei ihr weitergehen soll und von was sie leben soll?

Von einem Sachbearbeiter wurden schon Anträge abgelehnt und es wurde auf die Eltern verwiesen. Sie hat ein schlechtes Verhältnis zu ihren Eltern und bekommt keinen Unterhalt. Sie bekommt lediglich einen Schlafplatz gestellt und den Rest muss sie sich selber finanzieren. Laut einem Anwalt hat sie ja nicht einmal Anspruch auf Unterhalt. Zur Zeit lebt sie übrigens nur vom Suchen von Pfandflaschen.

Ihr wurde mal von einem Berater erzählt, dass der einzige Weg, um Anspruch auf Sozialhilfe zu bekommen, in die Obdachlosigkeit führt. Sofern sie obdachlos wird, muss sie sich obdachlos melden. Sie hätte erst dann Anspruch auf Sozialhilfe bzw. müsste sich täglich 5€ vom Amt holen und erst wenn sie eine Wohnung gefunden hätte, würde sie den Regelsatz bekommen.

Falls sie aber wirklich mal Geld vom Amt bekommen sollte, würde es schon daran scheitern, dass sie sich sowieso nicht an die Auflagen halten könnte. Das heißt sie würde vermutlich irgendwann auf 0 sanktioniert werden und würde dann wieder in die Obdachlosigkeit geraten. Oder sie findet nie eine Wohnung und bleibt auf Langzeit gesehen obdachlos.

Ihr wurde mal angedeutet, dass die Eltern auch fern ab des 25. Lebensjahres unterhaltspflichtig wären. Also solange bis die erste Ausbildung abgeschlossen ist.

In ihrer Verzweiflung bleibt ihr wohl nichts anderes übrig als einfach abzuwarten. Auch wenn ihr Weg in die Obdahclosigkeit führt. Was könnte sie tun?

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