Ist Low Carb das Mittel der Ernährungswahl, wenn Prädiabetes im Raum steh?

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Prädiabetes/Typ 2 Diabetes/Metabolisches Syndrom ist letztlich eine störung des Insulinhaushalts. Insulinresistenz genau genommen.

Mit anderen Worten, der Insulinspiegel ist chronisch erhöht, was mittelfristig dazu führt, dass die Insulinwirkung abnimmt (die Rezeptoren stumpfen quasi ab).

Wie man mittlerweile weiß ist die Insulinwirkung nicht gleichmäßig im Körper "verteilt" - einfach weil die Insulinkonzentration auch nicht gleichmäßig verteilt ist. Das ist ein Problem, das bei insulinpflichtigem Diabetes bekannt ist.

Insulin wird in den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse produziert und hemmt dort zunächst, direkt an der Quelle, ganz massiv die benachbarten Alpha-Zellen - diese produzieren Glucagon.

Die Insulinwirkung flaut dann in Richtung Leber ab, und im Körper ist sie nur noch ziemlich verdünnt vorhanden.

Dein erhöhter Blutzucker kommt natürlich zum einen von kohlenhydratreichen Speisen, das ist ja klar. Über Nacht allerdings kommt der durch den Glucagoneinfluss zustande, weil die Glucagonausschüttung nicht mehr richtig gebremst wird. Und Glucagon signalisiert der Leber, dass sie Glucose herstellen und freisetzen soll.

Die zugrundeliegenden Ursachen dieser Fehlregulation sind wohl Fetteinlagerungen in Bauchspeicheldrüse und Leber (Fettleber).

Die Fetteinlagerungen kommen durch chronisch erhöhtes Insulin zustande (ein Teufelskreis also!). Auch systemische Entzündungsprozesse (Stress, Schlafmangel, kohlenhydratlastige Ernährung, Vitaminmangel, zu viele Pflanzenfette, Virusinfektionen, ...) tragen dazu bei.

Und jetzt kommts: Um diese Fetteinlagerungen loszuwerden und eine normale Blutzuckerregulation herzustellen ist die offizielle Ansicht zu "gesunder" Ernährung grundfalsch: Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag, viel Getreide, wenig und dann pflanzliches Fett - das alles zieht die Schlaufe nur noch enger.

Hingegen ist extremes Low Carb (ketogen), d.h. also auch fettreiche Ernährung, hier heilsam. Und zwar vor allem gesättigte Fettsäuren, d.h. insbesondere die als ungesund verschrienen tierische Fette.

LCHF/ketogene Diät/Low Carb Paleo und intermittierendes Fasten (max. 2 Mahlzeiten am Tag, dazwischen keine Kalorienzufuhr) dürften die beste Empfehlung sein, die man da geben kann. Dazu maßvolle, sportliche Betätigung.

https://intensivedietarymanagement.com/two-big-lies-type-2-diabetes-video-lecture/

Sehr schön, vielen herzlichen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen! Das hilft mir schon sehr, dann bin ich gedanklich ja in die richtige Richtung unterwegs.

Gerade eben habe ich Zucker gemessen, weil ich meiner Meinung nach völlig paradox reagiere und ich hatte Recht: BZ von 75, 1,5 Stunden nach dem Abendessen, welches aus ca. 800 g Spargel, ca. 100 g Schinken und ca. 200 g Sauce Hollandaise bestand. Da sind nach meiner Berechnung immer noch 20-25 g KH enthalten, deshalb dürfte ich so gar nicht reagieren! Zusätzlich kommen noch reichlich KH durch das dazu getrunkene Bier hinzu, weshalb ich nie und nimmer einen derart geringen BZ haben dürfte. Habe ich aber und ich fühl mich auch extrem mies. Ich zitter am ganzen Körper und konnte grad kaum mit einem Stift auf Papier schreiben.

Das alles ist so merkwürdig, daß ich ab jetzt wirklich alles aufschreiben werden.

Der ganze Tag ist von Esszeiten zu BZ-Werten paradox. Nach dem Kaffee (schwarz) und einigen Plätzchen schoss der BZ auf 187 hoch.

Zu meinen Essgewohnheiten: 2-3 Malzeiten täglich, abends ohne KH, das schon seit vielen Jahren.

@michi57319

Bei Alkohol kann der Blutzucker durchaus in den Keller rauschen. Alkohol wird vorrangig verstoffwechselt, die Leber schüttet währenddessen keine Glucose aus!

Ansonsten enthält Bier (je nach Sorte) natürlich reichlich schnelle Kohlenhydrate. Die Hollandaise ist oftmals mit Mehl/Stärke (wieder leere KH) gepanscht - gehört eigentlich gar nicht rein!

Dass du so schnell unterzuckerst liegt auch wieder am chronisch hohen Insulin. Dadurch schläft die Fettverbrennung komplett ein, nach einigen Wochen hat man nicht mal mehr die dafür nötigen Enzyme parat! Es dauert Wochen, sie wieder auf ein gesundes Niveau zu kriegen. Wochen, in denen der Insulinspiegel niedrig sein muss!

Ich würde dir empfehlen, langsam etwas natives Kokosöl in die Ernährung einzuschleichen und die Menge dann zu steigern. Natürlich zu den kohlenhydratarmen Mahlzeiten. Kokosöl wird besonders leicht zu Ketokörpern verstoffwechselt, die als alternative Energieträger (via Fettverbrennung) dienen. Kokosöl macht sich z.B. gut im Kaffee.

Und dann wirklich versuchen, auf mehrere möglichst kohlenhydratfreie Tage am Stück zu kommen. Die ersten Tage werden heftig sein, aber wenn du das hinter dir hast wendet sich das Blatt.

Neben dem LC-Konzept wäre die nächste Frage, ob es Phytotherapeutika gibt, die eine Senkung des Blutzuckerspiegels beschleunigen, bzw. sich positiv auf den gesamten Zuckerstoffwechsel auswirken. 

Alle Antioxidantien sind sehr hilfreich. Sie wirken über die Entzündungsschiene (indem sie die Entzündungen hemmen). Die stärksten Antioxidantien findet man in diversen Kräutern, Gewürzen und Beeren. Zimt beispielsweise ist gerade bezüglich Diabetes bekannt. Grüntee kann sowieso fast alles. Beeren sind die einzigen Früchte, die irgendwie Low Carb geeignet sind.

Auch eine Verbesserung der Omega-3-Zufuhr (vorzugsweise tierisch, d.h. Fisch/Fischöl) und mehr Vitamin E und D sind hilfreich. Sie mindern den oxidativen Stress und sind somit auch entzündungshemmend.

Das selbe bewirkt natürlich Low Carb, Sport und ausreichend Schlaf.

Zu Kohlenhydraten konsumiert man idealerweise Ballaststoffe und Säure. Z.B. einen Blattsalat. Beides hemmt nämlich die stärkespaltenden Enzyme im Darm und sorgt somit für eine flachere Blutzuckerkurve.

@ArchEnema

21 Minuten später geht es wieder mit dem Flattermann und der BZ ist auf 93 angestiegen. Warum auch immer. Essen wirkt erst jetzt, oder Leber hat massiv gegengesteuert. Was immer es ist, es ist nicht normal.

@michi57319

Komplett KH-frei geht ja nur, wenn ich mich von Fleisch und Hartkäse ernähre und Gemüse außen vor lasse. Das mit dem Fleisch und Käse lass ich mir ja noch gefallen, aber ohne Gemüse geht es wirklich gar nicht :-( Ich kann mir höchstens noch vorstellen, maximal 30 g KH pro Tag einzuverleiben, damit ist dann auch das Gemüse gemeint. Dann bin ich aber auch im metabolen Stoffwechsel. Das könnte ich wegen der Nebenwirkungen wohl nur im Urlaub machen, ansonsten habe ich nämlich rund um die Uhr zu funktionieren und kann es mir nicht leisten, auszufallen wegen Unwohlsein.

@michi57319

Naja mit "kohlenhydratfrei" meine ich alles, was den Insulinspiegel in Ruhe lässt. Also im Grunde ketogen - 30g KH über den Tag verteilt sind da ja drin.

Gemüse ist natürlich OK! Wobei man natürlich bei z.B. Wurzelgemüse oder Fruchtgemüse aufpassen muss, während Blattgemüse unkritisch ist.

Auch ist nach dem Sport etwas mehr drin, weil die Glykogenspeicher geleert sind.

Bezüglich rund um die Uhr funktionieren: Stress ist einer der Treiber des Metabolischen Syndroms!

So schlimm sind die Nebenwirkungen beim Übergang in die Ketose übrigens gar nicht. Vor allem sind sie nach 2 Tagen größtenteils durchgestanden.

Eine LCHF-Ernährung (kohlenhydratarm, fettreich) ist eigentlich gerade bei stressigen Jobs hilfreich: Man braucht tendentiell weniger Schlaf, ist wacher, und verbringt deutlich weniger Zeit mit Essen und Verdauen. Mittagessen fällt heute aus? Na und?!

Es gibt Leute, die essen nur einmal am Tag. Das ist ziemlich hilfreich für den Insulinspiegel.

Vermutlich trinkst du deutlich mehr als eine Tasse Kaffee am Tag? Ein Kaffee mit Kokosöl und/oder Weidebutter (je ein gehäufter Teelöffel, ggf. mehr) und einen Schluck Sahne (30% Fett, nicht homogenisiert, ohne Carageen) ersetzt eine kleine Mahlzeit. Ohne den Blutzucker zu erhöhen.

@ArchEnema

Ich habe heute die ersten Ratschläge umgesetzt. Statt Unmengen Kaffee gibt's jetzt zwischendurch Grüntee. Im Kaffee schwimmt jetzt Kokosöl. Ich habe zwei Scheiben LC-Brot gegessen, griechischen Joghurt mit Leinsamenmehl und Xucker zum Nachmittag und heute Abend gibt es Geflügel mit Käse und Salaten. Daneben habe ich alle 1-2 Stunden den BZ gemessen, Spitzen sind ausgeblieben. Richtig runtergegangen ist er aber auch nicht.

@michi57319

LC-Brot ist meist eine Mogelpackung. In der allergrößten Not... ess ich die Wurst auch ohne Brot. Heute z.B. Kabanossi. ;-))

Joghurt und Xucker (Xylitol) haben halt auch einen Glykämischen Index größer 0. Xucker light (Erythritol) wäre ggf. besser.

Ein bisschen Geduld noch. Interessant wird es erst, wenn die Glykogenspeicher leer sind. Wie sich das bei dir anfühlt kann ich nicht sagen, aber ich würde vermuten du merkst es. Dann gibt es keinen Grund mehr für Insulin im Blut und die Fettverbrennung kann anlaufen. Die Gluconeogenese läuft ja eh schon (sinnloserweise). Sehr gut vorstellbar, dass dein Energielevel steigt! Dann merkst du auch den Einfluss von Kokosöl. Wie wenn man mit angezogener Handbremse fährt und sie dann löst: Huiii! ;-)

@ArchEnema

Nein, keine Mogelpackung, sondern selbst gebacken :-D Mandel-, Kürbiskern- und Leinsamenmehl, Joghurt, Eier, Salz, Gewürze, Backtriebmittel.

Ich hatte heute nachmittag eine höllischen Jeeper nach KH! Bin aber standhaft geblieben und habe halt den Joghurt gegessen. Der Xucker kam mir aber da schon sehr gelegen. Hab ich halt mein Hirn betuppt ;-)

Fühle mich auch merkwürdig. Mir ist dauerwarm. Kenn ich gar nicht von mir. Aber auch etwas abgeschlagen.

Kopfschmerzen sind wohl auch eher normal?

@michi57319

Ja, Kopfschmerzen sind quasi Standardfall, wenn man den KH-Entzug nicht gewöhnt ist. Man verliert erstmal jede Menge Wasser (Glykogen zieht Wasser, Insulin lässt die Nieren Wasser zurückhalten).

Genug trinken ist angesagt, außerdem auf die Blutsalze achten - Kalium und Magnesium, auch Natrium darf man unter Low Carb ruhig mehr konsumieren. Ich kann "Basen Citrate pur" (Apotheke weiß Bescheid) empfehlen, da stimmt die Mischung. Ansonsten macht sich ne echte Fleischbrühe auch sehr gut - ein Huhn ausgekocht hat noch nie geschadet (das ganze gute Fett kommt bei LCHF gerade richtig).

@ArchEnema

Gute Idee :-) Habe sowohl Huhn, als auch Suppenfleisch in der Truhe. Huhn wäre insgesamt sehr lecker, wegen dem Frikassé.

Mit K und Mg hab ich deutlich Probleme, weil ich gar nicht so viel essen kann, um den Tagesbedarf zu decken. Da wäre tatsächlich ein Nahrungsergänzungsprodukt sinnvoll. Danke für deinen Tip, muß morgen eh in die Apo, Lanzetten kaufen.

ZUSAMMENFASSUNG

  • Ganz entscheidend ist in deinem Falle, das Körpergewicht zu reduzieren. Nur dies kann die Insulinresistenz mindern und den Blutzuckerhaushalt langfristig normalisieren. Je tiefer dein Körperfettanteil sinkt, desto harmloser wird die Insulinresistenz.
  • Low-Carb-Ernährung wäre für dich die richtige Wahl, wobei Low-Carb natürlich nicht No-Carb bedeuten soll, sondern eine kohlenhydrat-reduzierte Ernährung mit Schwerpunkt auf Eiweiß, wobei beachtet werden sollte, ausreichend Ballaststoffe zu sich zu nehmen. 
  • Gleichwohl musst du natürlich bei akuten Unterzuckerungen unbedingt Zucker zu dir nehmen und hier die Prioritäten richtig setzen. 
  • Du solltest schauen, Alkohol quasi vollständig zu vermeiden, weil auch dadurch deutliche Blutzuckerschwankungen auftreten. 

GOLDENE REGEL ZUM ABNEHMEN 

  • Abnehmen tut man immer dann, wenn man weniger Kalorien zu sich nimmt, als man verbraucht. Das ist die Goldene Regel, an der absolut nichts vorbei führt.
  • Für den Gewichtsverlust ist es völlig egal, wann man was und wie viel isst. Es kommt einzig auf die Energiebilanz an. Alles andere ist esoterisches Gerede ohne naturwissenschaftlich-medizinische Grundlage. Lass Dich bloß nicht verarschen!
  • Bei Diabetes muss man aber natürlich trotz der Goldenen Regel den Blutzuckerwert berücksichtigen und die Lebensmittel und Esszeiten auch danach auswählen.

Danke dir :-) Eines möchte ich allerdings noch geklärt wissen: Nach meinem Kenntnisstand geht der Körper nur dann in die Fettverbrennung, wenn der Pankreas Pause hat, also kein Insulin ausgeschüttet wird. Damit wäre die Tendenz, ständig essen zu können, grundverkehrt. Nach meiner Erfahrung stimmt das auch. 2-3 Malzeiten täglich, dazwischen nichts, damit habe ich vor Jahren 14 kg abgespeckt. Mein Gewicht ist nicht dramatisch hoch geworden, aber runter soll es trotzdem wieder. Der KFA ist definitiv zu hoch.

@michi57319

Die Fettverbrennung findet kontinuierlich statt, nur in veränderlichem Ausmaß in einer gewissen Abhängigkeit vom Insulinspiegel. Es geht hier ganz grob geschätzt vielleicht um 50% mehr oder weniger, nicht um ganz oder gar nicht.

Letztlich besagt die Goldene Regel ja, dass die Energie, die der Körper tatsächlich aufgewandt hat, irgendwo her stammen muss -- entweder aus der Nahrung oder aus dem Körper. Wenn man weniger zu sich nimmt als man verbraucht, dann MUSS die Energie also aus dem Verlust von Körpermasse stammen. Woher sonst? Mittelfristig über mehrere Tage muss dies folgerichtig aus den Fettreserven entnommen werden, daran besteht kein Zweifel.

Wenn dir das Abnehmen aus psychologischen Gründen leichter fällt, indem du weniger Mahlzeiten zu dir nimmst, dann ist das gewiss auch jetzt wieder einen Versuch wert. Jeder sollte so abnehmen, wie er es selbst am einfachsten empfindet. Auch ich denke, dass besonders häufige Mahlzeiten nicht unbedingt zielführender sind.

Bedenke jedoch auch, dass Mahlzeiten mit viel Eiweiß und etwas Fett nicht zwangsläufig signifikante Mengen Kohlenhydrate enthalten müssen und daher gute Zwischenmahlzeiten ergeben könnten, z.B. eine Bifi / Salami, Spiegeleier, Schinkenscheiben und dergleichen. Solche Speisen wirken sich nur unwesentlich auf die Insulinausschüttung aus. Du müsstest dann gegebenenfalls eher darauf achten, dass der Blutzuckerspiegel nicht zu tief absackt.

@michi57319

Noch eine Ergänzung: Bei drohender Diabetes Typ 2 wird heutzutage sehr oft die Supplementierung von Vitamin D empfohlen. Es gibt gute statistische Hinweise, dass Vitamin D sich positiv auf eine beginnende Insulinresistenz auswirkt und auch die Häufigkeit viele anderer Krankheiten senkt.

Täglich 800 I.E. lassen sich günstig über leicht erhältliche Produkte zu sich nehmen. Verschreibungspflichtig ist Dekristol 20.000, das man einmal wöchentlich nimmt und das für dich empfehlenswert wäre. Besprich das doch mal mit deinem Arzt.

@Kajjo

Ich mag mich täuschen, aber ich meine die einzige Fettverbrennung die bei erhöhtem Insulin stattfindet ist die in den Muskeln. Depotfett wird nicht angetastet, weil der Körper immer noch auf Speichern steht. 

Von Sport hat ja auch niemand abgeraten. ;-)

Bezüglich Energieentnahme empfehle ich einen Vergleich mit Magersüchtigen. Man kann sehr wenig Energie verbraten...

@Kajjo

Vitamin D habe ich ein Jahr lang genommen, einfach mal so auf Verdacht. Im Herbst habe ich meinen Spiegel messen lassen, er war in Ordnung. Seit dem substituiere ich nicht mehr, weil er am obenen Drittel rangierte. Ich hatte bis dato 2-4 Tsd. IE täglich genommen. Im Herbst werde ich dann sehen, ob der Wert wieder abgesackt ist. Wenn ja, wird Vitamin D fester Bestandteil, wenn nein, nehme ich es auch nicht wieder.

Ich bin beruflich stark körperlich aktiv und laufe gelegentlich noch, dazu kommt 1 x wöchentlich Rehasport. Mein täglicher Verbrauch liegt bei ca. 2500-2800 Kcal. An reinen Büro- und Mixtagen natürlich darunter. Aber dann geh ich laufen.

Wenn mich der Hunger packt, gibt's was ohne KH, damit der Magen Ruhe gibt.

Erst mal sammel ich jetzt Daten und führe Tagebuch. Dann bespreche ich das mit meiner Hausärztin. Die braucht ja auch erst mal belastbare Daten, ehe sie sich ein Urteil über die Sachlage bilden kann. Also mache ich meine Hausaufgaben jetzt schon.

@michi57319

Sehr gut! Ich wünsche dir alles Gute und drücke dir die Daumen, dass du das rein durch Ernährung und Bewegung in den Griff kriegst.

ArchEnema hat ja schon vieles umfassend erklaert. Hier noch ein Tipp aus meiner eigenen Erfahrung. Ich war 15 Jahre lang "pre-diabetic", mit sehr aehnlichen Symptomen, vor 18 Monaten hat es mich dann richtig erwischt, trotz musterhafter Lebensfuehrung (Typ 2, manage bis jetzt ausschliesslich mit Ernaehrung und Sport).

Waehrend meiner "pre-diabetic" Zeit konnte ich die Hypoglykaemie nach einer Weile vermeiden, indem ich jeden Tag zu jeder Mahlzeit immer zur gleichen Uhrzeit dieselbe Art und Menge von Kohlenhydraten zu mir nahm. Scheinbar brauchte mein Koerper dieses strenge Protokoll.

Vielleicht hilft dir das auch weiter?

Vielen Dank Larinka! Ich werde diese scheinbar paradoxen Zustände jetzt zum Anlaß nehmen, um alles zu protokollieren und mit den gesammelten Werken zu meiner Hausärztin zu gehen. Falls das noch wichtig wäre: Tendenziell meinte sie bei der letzten Blutuntersuchung, ginge es in Richtung Unterfunktion der Schilddrüse. Spielt so was wohl auch eine Rolle?

@michi57319

Schilddrüse sollte man möglichst schnell abklären. Diabetes kriegt man von einer Unterfunktion zwar nicht, aber Übergewicht durchaus.  Und die Unterfunktion hat auch irgendeine Ursache. Indirekt kann das also durchaus zusammenhängen.

Jodmangel gibt es in Deutschland eigentlich nicht mehr. Selenmangel (besonders bei hoher Jodzufuhr) aber mitunter schon. Vitamin-D-Mangel auch. Fluorid (Zahnpflege, Trinkwasser) wirkt sich störend auf die Schilddrüse aus. Und am Ende kann man auch eine Autoimmun-Schilddrüsenentzündung  (Hashimoto oder Basedow) bekommen.

Auf alle Fälle fährt man mit Low Carb (jedoch nicht mit Kalorienzählen) am besten. Läuft also darauf raus, den Kalorienbedarf vor allem über Fett zu decken. Protein ist als Energielieferant eher ungünstig, davon sollte man weder zuviel noch zu wenig zu sich nehmen.

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