Ist es möglich Kleinkinder vegan zu ernähren?

5 Antworten

Ja, es ist möglich Kleinkinder vegan zu ernähren. Stellungsnahme von der ADA dazu: "Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und Pubertät ..." - Aus dem Positionbspapier der American Dietetic Association

Hier kannst du dich über vegane Kinder informieren:http://veganekinder.de

Die US amerikanische offizielle ernährungswissenschaftliche gesellschaft schriebt eindeutig, dass eine gut geplante vegane Ernährung für Menschen aller Altersstufen von Säuglings- bis zum Greisenalter geeignet ist. Andersartige Behauptungen sind unsubstantiierte Gerüchte, über die jeder, der mit fundierter Information vegane Kinder großzieht bzw. großgezogen hat, nur lachen kann. Trotzdem ist es nicht lustig, weil viele diese Desinformationen ja tatsächlich glauben.

Diese Frage erzeugt meist heftige psychologische Reaktionen von Menschen, denen es gar nicht um die Kinder geht sondern die generell negativ auf vegane Ernährung reagieren.

Eine der größten Organisationen weltweit von Ernährungswissenschaftlern, die US-amerikanische ADA, hat in einem Positionpapier zu vegetarischen Ernährungsformen ausdrücklich betont, dass eine vegane Ernährung in allen Lebenssituationen vom Kleinkind bis zum Greis, in der Schwangerschaft und für Heranwachsende geeignet ist. Grundlage für diese Aussage waren Bewertungen vieler wissenschaftlicher Studien, sodass die Frage ob man ein Kind vegan ernähren kann grundsätzlich mit ja beantworten kann. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen gut vegan und schlecht vegan. Die Mutter / die Eltern sollten sich also mit der veganen Esskultur und Ernährungslehre auseinander setzen.

Unabhängig von der wissenschaftlichen Begleitmusik, gibt es selbstverständlich auch die Realität vieler und mehr werdender Veganer, die von Geburt an vegan leben. Wer angesichts dieser Tatsachen Bedenken streut mit Argumenten, die seit nun fast 50 Jahren überholt gelten, muss sich fragen lassen was eigentlich seine Agenda ist.

Bei der DGE ist diese Agenda klar: Im Beirat dieser Organisations sitzen Unternehmen aus der Milch - u. Fleischwirtschaft, eine neutrale Bewertung kann hier leider nicht erwartet werden.

Ein Thema das besondere Aufmerksamkeit verdient in der veganen Ernährung ist das Vitamin B12. B12 wird von Bakterien gebildet, allerdings gibt es zur Zeit noch kein Lebensmittel auf dem Markt, das mit den richtigen Bakterien fermentiert wurde. B12 wird immer in Reinform Lebensmitteln zugesetzt. Allerdings ist auch das zugesetzte B12 von Bakterien, und nicht wie fälschlich oft verbreitet wird "chemisch-synthetisch". Da der vegane Markt noch zu klein ist, wird es auch noch dauern bis ein Getränk oder Soja-Joghurt usw. auf den Markt kommt, bei denen B12 im Lebensmittel selbst fermentiert wurde. Quellen von B12 von denen man früher dachte es handele sich um B12 wie Sauerkraut, Biere, Tempeh oder Feinkostalgen, stellten sich als Pseudo-B12 heraus welches wirkungslos bleibt und im Körper keine Funktionen hat. Eine Schwangere sollte also auf Produkte achten, die mit B12 angereichert wurden oder auf Supplemente zurückgreifen. Auch das B12 in Reinform wurde von Bakterien (und in Ausnahme mit Hefen) fermentiert und bietet somit eine gute Alternative zu Lebensmitteln in denen oft eine zu geringe Menge B12 zugesetzt ist. Die Hersteller beachten in der Regel nicht den sogenannten Aufnahmeverlust bei B12.

Das schwierigste bei der veganen Ernährung allerdings ist das Überwinden der Angst und die Verunsicherung. Menschen die Fehlinformationen bewußt oder aus Affekt streuen verstärken diesen Effekt der Verunsicherung, der bei allem Neuen eigentlich ganz normal ist. Leider ist die Zahl der Nichtveganer und somit auch deren Meinungsgewicht so enorm in der Überzahl, dass eine Rehabilitation der veganen Ernährung fast unmöglich scheint.

So braucht es besonders viel Willensstärke von veganen Eltern, ihr/e Kind/er konform mit der eigenen ethischen Kultur aufzuziehen. Und meistens geschieht der Entschluss doch immer mit einem Quäntchen Unsicherheit im Hinterkopf, was ist, wenn es doch nicht gut ist? Manchmal geistern Meldungen durch die Presse, bei denen von vermeintlich vegan ernährten Kindern die Rede ist, die krank geworden sein sollen. Bei näherer Betrachtung hat sich allerdings bis jetzt immer herausgestellt, daß es sich hier um Anhänger esoterischer oder ähnlich motivierter Ernähungstrends handelt, deren Kostform überhaupt nichts oder nur oberflächlich mit veganer Ernährung zu tun hatte. Tatsächlich war hier die Auswahl an Lebensmitteln extrem eingeschränkt und mit einer vollwertigen veganen Ernährung nicht zu vergleichen. Diese Kostformen (z. B. Rohkost) unter veganer Ernährung einzusortieren wird dem Thema nicht gerecht.

Vegane Eltern sollten sich von alledem nicht irritieren lassen, spätestestens seit dem Positionspapier der ADA gibt es eine fundierte wissenschaftliche Grundlage aufgrund derer man sein Kind guten Gewissens vegan ernähren kann. Allerdings entbindet dies natürlich nicht von der Verantwortung, genug Neugier zu entwickeln dies richtig zu machen.

DH!

Obwohl selbst seit vielen Jahren Vegetarier würde ich bei kleinen (und auch grösseren) Kinder von der doch sehr einseitigen VEGAN-Ernährung dringend abraten.

klar KANN vegane ernährung einseitig sein, MUSS aber NICHT

Wenn man nur Kartoffeln, Erbsen, Möhren und Salat zu sich nimmt, ist sie gewiss einseitig. Wenn man allerdings ein bisschen Interesse aufbringt und sich die Zeit nimmt, sich darüber zu informieren, was man da eigentlich alles in sich hineinstopft, ist sie es mit Sicherheit nicht. Die Natur gibt eine riesige Bandbreite an Nahrungsmitteln her, die die Menschen nicht zu schätzen wissen. Lieber töten, töten, quälen, töten. :)

@NaomiYael

Zustimmung!!! Aber ist ja nichts Neues dass Veggies keinen Plan von veganer Ernährung haben, solange nicht mindestens ein männliches Küken oder Kalb für sie drauf gegangen ist, mögen sie nichts essen :P Gerichte ohne Eier oder Milch sind ihnen völlig abnorm...

Dass ist so typisch dass ein nichtveganer Vegetarier Panikgefühle wegen "seines" Käse oder "seiner" Milch oder "seines" Ei (haha) bekommt und vegane Ernährung als eingeschränkt bezeichnet. Eine Projektion, denn gerade unvegane Vegetarier haben oft einen sehr eingeschränkten "Methadon"-Speiseplan der sich tatsächlich um Tierprodukte dreht. Wer aus dieser Situation heraus auf vegane Ernährung blickt, fehlen doch seine tierlichen Hauptnahrungsmittel, der demonstriert damit höchstens seine Ignoranz darüber, wie vegane Ernährung tatsächlich aussieht.

fleisch enthält wichtige nährstoffe die der körper braucht. wenn man sich veganisch oder vegetarisch ernährt fehlem den körper die nährstoffe. folgen sind schlechte zähne, falten usw

Ein längst überhohltes und schwer verletzendes Vorurteil das du da bringst.

Informiere dich mal bitte ein bisschen genauer über Veganer. Stichpunkte: Alexander Dargatz oder Veganer Sport

Ich persönlich lebe Vegan, habe jedoch keine schlechten zähne und auch keine falten, bin (hab mich beim Arzt testen lassen) überdurchschnittlich gesund, noch viel gesünder als jegliche Möchtegern Karnivoren. Beispiel, Mein Eisengehalt ist für einen Veganer ziemlich hoch, selbst für einen Fleischfresser ist mein Eisengehalt hoch, er erlaubt mir Extremsportarten zu machen ohne Probleme mit einem zu niedrigen Eisengehalt zu bekommen.

Darf ich fragen welche Stoffe mir den genau fehlen sollten?

Ich mag es nicht wenn schlecht informierte Leute anfangen irgendetwas über Veganer zu erzählen wobei sie höchstwarscheinlich noch nie etwas mit Veganer zu tun hatten. Du verstehst hoffentlich das das ein bisschen verletzend ist wenn man solche Vorurteile über Veganer bringt.

Zudem beweisen Studien das Vegetarier durchschnittlich gesünder leben als Fleischesser.

Wenn du sowas bringst, dann bitte auch eine Begründung, am besten auf Wissenschaftlicher Basis.

Außerdem gibt es das Wort veganisch nicht. Man ernährt bzw lebt Vegan, nicht veganisch.

Wo hast Du bloß diesen Blödsinn her, MelliJ.?

Informier Dich lieber erstmal richtig, bevor Du Dich zu Wort meldest!

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