Ist ein Praktikum vor der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger wichtig?

5 Antworten

Da werden auch welche genommen, die vorher kein Praktikum gemacht haben. 

Einige Einrichtungen begrüßen auch Abiturienten als Lehrlinge mehr als Realschüler, was nicht automatisch heißt, dass sie keine Realschüler nehmen. 

Denke mir das du sogar gerade wegen deinem Abitur,  wenn es einen entsprechenden Notendurchschnitt hat, sehr gute Chancen haben wirst. 

Hallo Philipp,

natürlich ist ein Praktikum nicht unbedingt notwendig, jedoch wäre es für eine Berwerbung von Vorteil. Außerdem gibt es dir die Möglichkeit diesen Beruf etwas gebauer kennen zu lernen.

Viel wichtiger ist, während des Bewerbungsgespräches nicht zu sagen, dass du GKP nur als Überbrückung machst und schon gar nicht das du für ein Studium die Ausbildung abbrechen würdest (lach nicht ist tatsächlich vorgekommen. Die person hat übrigens keinen Ausbildungsplatz bekommen)

Alles in allem Kannst du mit GKP nichts falsch machen, wenn du Medizin studieren willst. Bessere Vorkenntnisse kannst du kaum kriegen.

Liebe Grüße und schönes Wochenende ^^

Ich glaube kaum daß die einen Abiturienten ablehnen werden. Immerhin bist du überqualifiziert, denn sonst bewerben sich nur Haupt- und Realschüler dafür. Aber ein Praktikum wäre für dich sinnvoll um festzustellen ob Dir die Arbeit auch wirklich Spaß macht. Das man in dem Beruf nicht viel verdient ist Dir wohl klar, denke ich. 

Ein mittlerer Schulabschluss ist Voraussetzung für die Ausbildung, Hauptschüler fallen damit raus. Abiturienten stellen ca. 50-60% der Auszubildenden in der GuK. Was das Praktikum angeht, dem stimme ich aber auf jeden Fall zu. ;-)

Also bei mir ist es so, dass es eine Vorraussetzung ist, dass man vorher ein Praktikum im Krankenhaus absolviert hat. Am besten du fragst einfach mal in den Kliniken nach wo du dich bewerben möchtest. Oder du machst einfach dieses Praktikum vorher, um für dich feststellen zu können, ob der Beruf überhaupt wirklich was für dich ist!

Gegenfrage: Warum willst du mit Abitur in die Krankenpflege? Da steht dir doch der Weg in jede Menge andere medizinische Berufe offen, die spannender und besser bezahlt sind! 

Als Überbrückung wegen den Wartesemestern

@philipp06

Wärst du dann nicht trotzdem mit einer anderen Ausbildung im medizinischen Bereich besser dran? Physiotherapie, Logopädie, wenn dich Augen interessieren Orthoptist.... Selbst in der Zwischenzeit als Rettungssanitäter zu arbeiten, fände ich sinnvoller - und angenehmer! Weißt du schon, wie lange du etwa auf einen Studienplatz wirst warten müssen?

@Tanzistleben

Ich werde die etwas abwertend klingende äußerung mal außer Acht lassen.

Ich finde, dass die Ausbildung zum GKP schon sehr sinnvoll ist. Man arbeitet als Azubi in diesen Beruf überwiegend im Krankenhaus, welches als Arzt höchstwahrscheinlich das Hauptarbeitsgebiet sein wird.

Außerdem hat man die Möglichkeit in alle Fachbereiche der Medizin zu blicken um sich ein Bild von ihnen zu machen

Die theoretische Ausbildung umfasst einen großen Teil der Anatomie(von der Zelle bis zum Nervensystem ist alles dabei), Krankheitslehre, Pflege, Diagnostisch/ Therapeutische Maßnahmen u.s.w.

Zugegeben in der Physiotherapie lernt man die Anatomie des Menschen in etwa genau so umfangreich wie in der GKP, man verdient jedoch meistens kein Geld und muss oft noch Schulgeld bezahlen. außerdem fehlt einem die praktische Erfahrung im KH

Die Ausbildung zum Sanitäter beschränkt sich eher auf die Notfallmedizin und umfasst lediglich 100 theoriestunden (glaube ich weiß ich gerade nicht genau).Außerdem gibt 12/ 24 Stunden-Dienste.

Über die Ausbildung zum Orthoptist weiß ich jetzt nicht wirklich viel, kann mir aber Vorstellen, dass diese was das Fachwissen angeht recht einseitig ist.

Also alles in allem würde ich sagen: Man kann schlechter unterkommen als in der Krankenpflege

@Assassin2505

Da war nichts abwertend gemeint, absolut nicht. Ich habe nur schon oft gesehen, dass sich zukünftige Ärzte in der Pflege nicht sehr wohlfühlen. Auch ist die Situation nicht ganz einfach, wenn der Abiturient, der ja dann doch schon um einige Jahre älter ist, mit den viel jüngeren Azubis zusammen ist. Mein Ex-Mann hat an einer Krankenpflegeschule Interne Medizin unterrichtet und fand diese Konstellationen sowohl in der Schule, als auch im Krankenhaus immer wieder schwierig. 

Was die Physiotherapie-Ausbildung betrifft, scheint es große Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich zu geben. Bei uns ist die Ausbildung kostenlos und von Beginn an sehr praxisbezogen. Die Studenten arbeiten relativ schnell im Krankenhaus bzw. auf Reha-Stationen mit und die praktische Arbeit, die auch abgegolten wird, macht sicher 50% der Ausbildung aus. 

Auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter ist anders organisert, allerdings weiß ich darüber zu wenig Bescheid, um konkrete Vergleiche ziehen zu können. Was ich daran für künftige Medizin-Studenten verlockend finde, ist, dass sie relativ bald normal verdienen können und so etwas sparen können. Außerdem machen viele dann auch während des Studiums mit etwa 2, 3 Diensten pro Woche weiter und haben so einen sicheren Nebenverdienst.

Dass man in der GKP alle Fachbereiche durchläuft, ist schön und gut, aber das passiert während des Studiums ohnedies auch und man kann nichts von der GKP-Ausbildung etwa auf die Pflichtfamulaturen anrechnen lassen - zumindest in Österreich nicht.

Das alles waren meine Erfahrungen und Überlegungen, warum ich die GKP-Ausbildung für künftige Medizinstudenten nicht so ideal finde.

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