Ist ein Arzt zu Hausbesuchen verpflichtet?

5 Antworten

Nein, dazu ist kein Arzt verpflichtet (außer Notärzten), es sei denn, sie bieten ausdrücklich Hausbesuche an.

Bundesmantelvertrag - Ärzte (BMV-Ä) § 17 (6) Die Besuchsbehandlung ist grundsätzlich Aufgabe des behandelnden Hausarztes. Ein Arzt mit Gebietsbezeichnung, der nicht die Funktion des Hausarztes wahrnimmt, ist unbeschadet seiner Verpflichtung zur Hilfeleistung in Notfällen auch zur Besuchsbehandlung berechtigt und verpflichtet: 1. Wenn er zur konsiliarischen Beratung hinzugezogen wird und nach dem Ergebnis der gemeinsamen Beratung weitere Besuche durch ihn erforder-lich sind, 2. wenn bei Patienten, die von ihm behandelt werden, wegen einer Erkran-kung aus seinem Fachgebiet ein Besuch notwendig ist. (7) Die Krankenkassen haben ihre Versicherten darüber aufzuklären, dass sie ei-nen Anspruch auf Besuchsbehandlung nur haben, wenn ihnen das Aufsuchen des Arztes in dessen Praxisräumen wegen Krankheit nicht möglich oder nicht zumutbar ist.

ich kenne es so, dass ein hausbesuch bei älteren und sehr kranken patienten vorgenommen wird. Wenn es deiner freundin aber dermassen schlecht ging, kann ich es auch nicht verstehen. Beim nächsten mal würd ich den notarzt rufen!

Mein Hausarzt macht Hausbesuche. Soweit ich weiß, machen eigentlich nur praktische Ärzte Hausbesuche.

Meine Mutter will nicht zum Arzt/ins Krankenhaus

Hallo

Ich weiß, dass medizinische Beratungen in Foren oder im Internet generell sehr heikel sind. Trotzdem suche ich euren Rat

Meine Mutter ist 56, ich bin 20. Weil Sie und mein Vater sich getrennt haben ist sie seit mehreren Jahren alleine. Sie ist sehr stur und führt meiner Meinung nach ein sehr sehr ungesundes Leben. Sie raucht gottseidank nicht, hat aber eine Art Alkoholproblem, das heißt sie trinkt gerne Wein am abend (und das versucht sie zu verheimlichen). Ausufernde Auswirkungen im Verhalten gibt es nicht - trotzdem bin ich mir zu 100% sicher, dass ihre Leber betroffen ist. Mit ihrem ungesunden Lebensstandart meine ich, dass sie nicht weiß, was gut für sie ist. Sie denkt, sie wäre immer im Stress, dabei ist sie genau genommen arbeitslos. Sie kümmert sich nicht sehr um Sauberkeit, bewegt sich nicht ausreichend und ernährt sich meiner Meinung nach nicht ausgewogen und sehr unregelmäßig. Von ihren Sorgen ist auch ihr Schlaf betroffen, der glaube ich nicht wirklich tief ist...

Danke, dass ihr soweit gelesen habt. Jetzt zum eigentlichen, akuten Problem.

Mit war immer klar, dass ihr Körper ihre Lebensweise nicht lange verkraften kann. Man versucht so viel, ihr zu helfen - sie ist aber so ein sturer Mensch. Heute morgen sagt sie mir, dass sie sich nicht gut fühlt. Das heißt, dass sie sich unglaublich schwach fühlt, eine Art Schüttelfrost hat, sie atmet schwer und wie sie mir vorhin sagte, hat sie sich sogar zwei mal in der Nacht übergeben. Ihr müsst verstehen, dass bei mir die Alarmglocken leuten. Für mich ist das keine normale Grippe, keine normale Krankheit. Ich lege ihr also vorsichtig nahe, einen Arzt aufzusuchen, ich würde sie hinfahren und begleiten. Ihre Reaktion war, dass sie das nicht will, einfach nur Ruhe will, ein Arzt könne ihr nicht helfen (Diese Reaktion war mir leider klar).

Wie soll ich mich verhalten? Einige werden vielleicht sagen, ich solle sofort den Krankenwagen rufen. Klar geht mir sowas durch den Kopf. Aber bitte versteht mich nicht falsch, wenn ich momentan etwas zögernd bin. Das ist ein großer Schritt, den sie mir sehr sehr übel nehmen wird (So blöd das klingt). Ich würde mir wünschen, dass sie sich auf einen Arzt wenigstens vorbereiten kann. Deswegen wage ich es momentan noch nicht über sie hinwegzuentscheiden. Wie kann ich ihr klar machen, dass ihr Kreislauf und Stoffwechsel vielleicht nicht für eine Grippe ausgelegt ist, dass die Symptome vielleicht Anzeichen von etwas viel Schlimmerem sind?

Ich danke euch sehr, dass ihr euch die Zeit nehmt.

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