Inulin oder Konjacmehl?

2 Antworten

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Konjacmehl - Herkunft und Herstellung Die Konjacpflanze blüht jedes Frühjahr und entwickelt ein Blatt, das bis zu 1,20 m lang und im Herbst wieder abgeworfen wird. Was der Botaniker als Blatt Konjacmehlbezeichnet, erscheint dem Laien allerdings eher als Baum, denn der kräftige Blattstengel gleicht einem Stamm. Weil die Knolle, die etwa die Größe einer Zuckerrübe hat, anfälllig gegen Fäulnisbakterien und Schadinsekten im Boden ist, wird sie vor dem Winter aus dem Boden genommen, trocken gelagert und im Frühjahr erneut in den Boden gebracht. Eine relativ aufwendige Kultur für eine Pflanze, die immerhin vier Jahre braucht, bis ihre Knolle ausgereift genug ist, um als Nahrungsmittel verarbeitet zu werden. In Japan wird die Knolle seit Jahrtausenden geschätzt. Aus der zerkleinerten und gereinigten Konjac Knolle gewinnt man das Konjacmehl.

Konjacmehl, ein erstklassiger Sattmacher Konjacmehl ist das Nahrungsmittel mit der größten Dichte überhaupt, d.h. es hat ein geringes Volumen und ein hohes Gewicht. Daher rührt auch seine enorme Quellfähigkeit, die mit keiner anderen Substanz vergleichbar ist. Neuerdings verwendet man Konjacmehl sogar zum Stopfen von Bohrlöchern als Ersatz für Beton. Glucomannan heißen die großen Molekülketten, die wie lange Fäden aneinandergereiht sind. Konjacmehl kann bis zum 200 fachen seines Eigenvolumen an Flüssigkeit aufnehmen. Im Magen bildet sich ein zähflüssiger Brei, der von einem nahezu unverdaulichen Schleimfilm aus Konjacmehl umgeben ist und erzeugt so ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl. Andere Nahrungsmittel, die Sie zusammen mit Konjacmehl oder auch später essen, werden von diesem Brei im Magen lange festgehalten. Selbst im Darm bleibt eine Hülle aus Konjacmehl um die anderen Nahrungsbestandteile bestehen, so dass diese nicht annähernd so gründlich verwertet werden können, wie gewöhnlich. Durch diese Konjachülle wird das Stuhlgewicht erhöht und die Darmpassage beschleunigt. Es bleibt so weniger Zeit für die Verdauung. Damit wird die Verdauung normalisiert und regelmäßiger Stuhlgang gewährleistet. Außerdem verzögert es während der Darmpassage die Aufnahme von Fetten, reduziert die Menge und verlangsamt die Aufnahme der aus der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate. Dadurch entsteht eine blutzuckerglättende Wirkung. Dieses wurde in Studien mit Diabetikern nachgewiesen. In anderen Studien wurde festgestellt, dass mit Glucomannan das schädliche Cholesterin bei übergewichtigen Patienten signifikant gesenkt werden konnte.

Durch Konjacmehl wird der Anstieg des Insulinspiegels nach Verzehr von Kohlenhydraten mit hohem glykämischen Index verhindert, was ein großer Vorteil für Sportler mit einer kohlenhydratarmen Ernährung sein kann, da so eine abwechslungsreichere Ernährung möglich ist.

Konjacmehl - Nährwertangaben Konjacmehl ist frei von verwertbaren Kohlenhydraten und kann vom menschlichen Organismus nicht verdaut und so kalorisch verwertet werden. 100 g Mehl enthalten 12 kcal, 2,6 g Eiweiß, keine Kohlehydrate, keinen Zucker, 0,1 g Fett, dafür aber 77 g Ballaststoffe. Wie bei allen quellenden Ballaststoffen ist auch bei Konjacmehl eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ganz wichtig. Mindestens zwei Liter Flüssigkeit müssen es pro Tag sein, da es sonst zu Magenbeschwerden kommen kann. Die maximale Tagesdosis beträgt drei Gramm pro Tag.

Konjacmehl - die Anwendung Da Konjacmehl nach der Verarbeitung geschmacksneutral ist, können Sie es allen Speisen beigeben, die gebunden oder angedickt werden sollen. Konjacmehl immer in etwas kaltem Wasser vorlösen und dann erst in die warmen Speisen einrühren. Es bindet im heißen Zustand wesentlich schneller und kann beim direkten Einrühren verklumpen. Maximal 1-2 Minuten mitkochen, da sonst sich alles wieder verflüssigen kann. Auch in Backwaren kann man Konjacmehl einsetzen. 1 TL Konjacmehl unter 250 g Weizenmehl rühren, erhöht den Ballaststoffanteil der Backwaren und verfeinert sie.

Um die Wirkung des Konjacmehls einmal zu testen, geben Sie ein Glas Milch (200 ml) in eine kleine Schüssel und rühren zwei leicht gehäufte Teelöffel Konjacmehl sorgfältig ein. Stellen Sie dann die Schüssel für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Sie erhalten eine Milchspeise, die sehr wenig Kalorien enthält und trotzdem satt macht. Sie können sie jetzt noch mit Fruchtsaft, SüßstoffJP oder frischem Obst verfeinern.

Gutes Gelingen :-)

Quelle: http://www.jean-puetz-produkte.de/news/news_konjacmehl.php

Inulin ist von der Chicoreepflanze Konjakmehl von der Konjakwurzel beides Ballaststoffe die aufquellen.

Ah, danke! Und welches ist gesünder?? Und Quellen beide gleich stark? :)

@soulyna

Viel Dank für die Antwort :) ich möchte nämlich so eine Art Pudding damit machen... Werde es mal mit inulin versuchen.

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