Interpretation eines ärztlichen Berichtes

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Hallo, micha1117, ich gehe mal davon aus, dass es der Befund aus einer Röntgenaufnahme ist? Da heißt es zu 1.), dass es sich im kleinen Becken NICHT um eine Hernie [das wäre ein Bruch] mit Bruchinhalt [das könnte z.B. eine Darmschlinge sein] handelt. Bei 2.) wurde eine Darmverletzung [auch Läsion genannt] ausgeschlossen. 3.) sollte wohl richtigerweise "reaktive LK an der Leiste" heißen und bedeutet, dass es sich um möglicherweise ENTZÜDLICH BEDINGTE Lymphknoten(vergrößerung) handelt, nicht um anderweitig "kranke" [also pathologisch veränderte] Lymphknoten. Unter Nr. 4.) wird eine "ödematöse Knochenläsion" beschrieben, was bedeutet, dass sich dort eine "angeschwollene" Knochenstruktur/Knochenveränderung zeigt, die einer weiteren Abklärung bedarf, da man sie allein in einem Röntgenbild nicht schlüssig beurteilen kann. Diese Knochenveränderung befindet sich am sogenannten Ileosakralgelenk [das ist eine anatomische Struktur am Kreuzbein und unteren Ende der Wirbelsäule] und im Bereich der Bandscheibe, die sich zwischen dem 5. Lendenwirbel und dem 1. Sakralwirbel befindet [müsste also korrekterweise heißen LW 5/SW 1]. Um hier über diese röntgenologisch "auffällige Struktur" Klarheit zu erhalten, wird richtigerweise empfohlen, eine weitere gezielte Untersuchung "KM-gestützt" [das bedeutet in diesem Falle durch Kontrastmittel=KM angereichert] und mittels einer Kernspintomographie [auch MagnetResonanzTomographie = MRT] vorzunehmen. Das ist ein völlig legitimes und richtiges Vorgehen. Die Frage des Arztes an seinen Kollegen ist dabei, ob es sich um einen entzündlichen oder degenrativen [also abnutzungsbedingten] Prozeß handelt. Dabei möchte man grundsätzlich auch ausschließen, dass ein "tumoröses Geschehen" vorliegen könnte, was Dich aber nicht beunruhigen soll, eine Kontrolluntersuchung ist immer etwas, das auch zu einer Ausschlußdiagnostik verwendet wird. Unter 5.) steht, dass die Prostata normal erscheint, wenn von "nicht ganz homogen" die Rede ist, dann bedeutet das nichts Konkretes, weist aber den untersuchenden Kollegen bei der MRT darauf hin, genau dieses Organ mit anzuschauen. Für Dich selbst hat das keine Relevanz. Also hab Mut, lass die Sache abklären, dann weißt Du genau Bescheid und kannst ganz sicherlich beruhigt sein! Alles Gute!

Ich hab im Bereich des Beckens seit ca 3 Jahren Druckschmerzen, jedoch verträgliche und Untersuchugen haben nichts ergeben. Beim MRT sah ich auf dem Bildschirm 4 Flecken an jenen beschriebenen Stellen, die Auswertung erfolgt kommenden Dienstag. Ich befürchte das Schlimmste und eine der Alptraumvisionen war gestreuter Knochenkrebs, aber ich denke mir kann hier auch nicht sicher geholfen werden und ich abwarten sollte

@micha1117

Wenn Du die besagten Schmerzen bereits seit drei Jahren verspürst, dann sind das kaum "bösartige Ursachen", die dafür verantwortlich sind.Klar ausgesprochen befürchtest Du "Metastasen". Die machen allerdings typischerweise nicht solche Beschwerden, schon gar nicht so begrenzt lokalisierte, auch halten sie nicht so lange Zeit an. Es wird sich dabei am ehesten um einen entweder entzündlich oder Abnutzungs-bedingten Vorgang handeln, das wird in der weiteren Abklärung das Laborergebnis aus der Blutunersuchung zeigen. Zu den "drei Pünktchen im MRT" kann ich nichts sagen, da ich diese nicht vor mir sehe, um dazu eine Interpretation abzugeben. Dazu genügt leider keine Beschreibung dieser Art. Es kann sich dabei um sogenannte "angeschnittene Gefäße" oder andere "angeschnitene" völlig normale Strukturen handeln, wobei sich die Bezeichnung "angeschnitten" auf den technischen Vorgang bezieht und nichts mit einem Krankheitsbefund gemein hat. Also nicht all zu viele Ängste haben, die bereiten Dir nur unnötig Streß, abwarten, bis alle Untersuchungsbefunde vorliegen und sich daraus ein reales Krankheitsbild ergibt oder ausschließen läßt. Meine Vermutung nach Deiner Beschreibung ist die, dass Du möglicherweise (beginnende) Arthrosebeschwerden im Bereich des Ileosacralgelenkes haben könntest (also in der "Möglichkeitsform/Konjunktiv" gesprochen, denn aus der Ferne sind Diagnosen nicht zu stellen!), das wäre dann ein orthopädisches Problem und dementsprechend behandeltbar. "Metastasen", die Du befürchtest wenn Du von "gestreutem Knochenkrebs" sprichst, verhalten sich anders, sitzen an anderen Stellen und meistens dann nicht nur an einer einzigen Stelle (Beckenbereich in Deinem Falle), die lassen sich auch auf andere Weise suchen und finden - also: Kopf hoch und keine all zu schlimmen Befürchtungen! Alles Gute jedenfalls weiterhin und gute Besserung bezüglich Deiner Beschwerden!

Krebst hast du bestimmt nicht sonst hätte er dich sofort in die Klinik geschickt.ich denke du has Probleme an der leiste bzw Gelenken. Hier kann dir glaub niemand was genaueres sagen..Welcher Arzt hat es dir ausgestellt?

Wegen 'tumorös'? Das hat erstmal noch gar nicht mit Krebs zu tun sondern bezeichnet nur unerklärbares Gewebswachstum.

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