In welchem Zeitraum muss man einen Arbeitsunfall melden?

4 Antworten

Am besten sofort zu einem D-Arzt (=Durchgangsarzt), der einen D-Arzt Bericht erstellt, dabei wird die entsprechende BG unterrichtet. Ob es sich um einen Arbeitsunfall handelt, entscheidet in erster Linie der Arzt, die BG und nicht der Arbeitgeber - meines wissens!

Hausärzte haben dafür auch [Berichts-]Formulare (F 1020) und rechnen mit der BG ab.

Also irgendwie klingt es unglaubwürdig das er erst ein paar Tage später bemerkt das auf seinen Fuss ein 20 Kg Paket gefallen ist, dies müßte er schon unmittelbar kurz danach spüren!...es wird schwer dem Arbeitegeber gegenüber dies Glaubhaft darzustellen...Mfg.

Nicht unbedingt. Meine Schwester ist mal mit dem Fuß umgeknickt und hat vor lauter Schreck auch erst zwei Tage später gemerkt, dass da was nicht in Ordnung sein kann. Sie hatte einen Bänderanriss.

@Wieselchen1

Ausnahmen bestätigen die Regel, ich konnte mir es nur nicht Vorstellen das bei so einem Gewicht der Schmerz erst drei Tag später spürbar ist...

Was ist denn daran unglaubwürdig? Bei meinem Geschiedenen haben sie erst nach 4 Tage festgestellt das er sich die Große Fußzehe gebrochen hatte.

Das das Paket drauf gefallen ist hat er ja gleich gemerkt. Die Schmerzen kamen erst später.

Was ist denn daran unglaubwürdig?

upppps doppelt

@sheewa

Sehe ich genauso, sheewa. Mittlerweile hören wir wohl alle schon die Flöhe husten, weil so viel ungereimtes Zeug hier eingestellt wird. Aber hier sehe ich nun wirklich keinen Grund dafür.

Da hat UPS überhaupt keine Chance, denn ein Arbeitsunfall ist ein Arbeitsunfall. Schlimmstenfalls direkt bei der Berufsgenossenschaft anrufen und den Vorfall schildern. Die warten nur auf solche Spezies wie UPS.

Der Arzt erstellt bei einem Arbeitsunfall einen entsprechenden Bericht für die Berufsgenossenschaft - sog. Durchgangsarzt-Bericht -, ob es nun dem Arbeitgeber gefällt oder nicht, verstehe auch nicht, was der AG dagegen haben soll. Dem Arzt nachträglich von dem Arbeitsunfall zu erzählen, ist nicht ungewöhnlich und kommt des öfteren vor.

Die Beiträge der Berufsgenossenschaft steigen pro gemeldeten Arbeitsunfall. Deswegen mögen AG das nicht so gerne;-).

@koira1975

Habe ich nicht gewusst, wieder etwas gelernt! Danke!

Sämtliche Paketdienste sind sehr AN-unfreundlich, da ist UPS keine Ausnahme. Die BG stuft dich in Gefahrenklassen ein, und wenn du viele Arbeitsunfälle hast, steigt auch dein Beitrag an die BG. Und da bei solch menschenunwürdigen Zuständen, die z.T. bei den Paketzustellern herrschen, ziemlich häufig solche Unfälle passieren, wollen die alles Mögliche ins Feld führen, dass es kein Arbeitsunfall war. Einem Bekannten haben sie in so einem Fall mal gesagt, dass er den Unfall selbst verschuldet habe und daher wäre es auch kein Arbeitsunfall.

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