Ich schäme mich autistisch zu sein

5 Antworten

Hey, du brauchst dich nicht schämen. Es mag gut sein, dass du anders bist, als die anderen, aber das macht dich nicht zu einem schlechteren Menschen, sondern zu einer besonderen Persönlichkeit. Ich verstehe, dass sich das komisch anfühlt, plötzlich einen Grund für das Anders-Sein vorliegen zu haben und diese ganzen Therapien oder Medikamente oder was auch immer das alles mit sich bringt. Als bei mir damals ADS diagnostiziert wurde, fühlte sich das komisch an. Ich hatte das noch nie zuvor gehört und dachte, ich sei verrückt oder so. Und es war auch immer blöd, dass die meisten aus Unwissenheit dachten, das wäre die Bezeichnung für nervige Menschen, die einen an der Waffel haben. Aber ehrlich gesagt, bin ich froh, es zu haben. Man sieht die Welt mit ganz anderen Augen. Ich sehe Dinge, die anderen einfach entgehen und das möchte ich nicht missen müssen. Sei stolz auf das, was du bist. Deine Schwester sagt das nur, weil sie dich vielleicht in manchen Situationen treffen will, weil sie mit der Sache überfordert ist oder vielleicht hat sie das Gefühl, dass du deshalb mehr Aufmerksamkeit bekommt. Mit solchen Problemen müssen Leute, die von sowas betroffen sind, sich leider immer herumschlagen, aber auch das geht irgendwann vorbei. LG

Deine Schwester ist genau wie mein Bruder. Glaub mir ich kenne das, er hat mir sogar noch härtere Dinge an den Kopf geworfen, wobei ich mich heute mit ihm besser verstehe.

Keine Bange, du bist nicht alleine. Ich selbst bin (wahrscheinlich) auch Asperger-Autist und versuche auch damit zurechtkommen. Ich habe Angst dass 1) alle auf mich herabschauen und/oder 2) alle eine "Maske" aufsetzen und sich mir verstellen, nicht ihr wahres Gesicht mir gegenüberzeigen.

Wenn du dich mit mir austauschen möchtest, würde ich mich freuen. Ich habe offen gesagt einige Probleme mit meinem eventuellem Asperger-Syndrom.

Hallo :-) Meine Mutter arbeitet schon sehr lange mit Autisten mit Asperger-Syndrom deswegen kann ich dich ein bisschen evrstehen. Du hast keinen Grund dich zu schämen weil du das Asberger Syndrom hast. Du kannst da schließlich nichts für. Du wurdest so geboren!. dafür kannst du rein gar nix. Du solltest lernen dich so zu mögrne wie du bist. Du sollst dich nicht verstellen. Und deine Schwester hat Unrecht damit, dass das Asperger-Syndrom die schlimmste Art des Autismus ist. Du solltets mal mit deinenVerwandten darüber reden oder frag deinen Arzt mal ob er das amchen könnte

Also zu erst einmal kannst Du Deiner Schwester sagen, dass sie sich nochmal richtig über das Thema Autismus schlau machen sollte, da sie offensichtlich nicht weiss worüber sie da überhaupt redet. Das Asperger-Syndrom ist sicher NICHT die schlimmste Form von Autismus, aber wahrscheinlich die am schwierigsten zu diagnostizierende.

Asperger sind immer Menschen, die nur schwer Anschluss finden. Da mein älterer Bruder selbst unter Asperger-Autismus leidet, spreche ich aus einiger Erfahrung. Solche Menschen kommen einem - wenn man sie nicht kennt - irgendwie "strange" vor, man bezeichnet solche als "seltsame Typen". In vielen Fällen wissen diejenigen gar nichts von ihrer Krankheit, geschweige denn die Menschen in ihrem Umfeld.

Das führt dazu, dass die betroffenen oft ausgegrenzt werden und/oder sie sich von der Gesellschaft zurückziehen. Aspergern fällt es schwer, Freunde zu finden.

Was Du sicherlich machen solltest, ist Dich richtig zu informieren, auch bei dafür ausgebildeten Ärzten beraten lässt und dann DRINGENDST Deine Eltern und Deine Schwester über Deine Situation aufklärst. Nur wenn Deine Familie weiss womit sie es zu tun haben, kann man sich auch auf Deine Situation konkret einstellen.

Ich habe SVV, Panikattacken, Angstzustände und Depressionen, meine Familie sagte auch, ich hab nichts und dass ich mich zusammenreißen soll....von daher vertraue eher der Diagnose deines Arztes, er hat Ahnung. Und lass dich nicht klein kriegen, psychisch krank zu sein ist schwer, ich kann das verstehen. Nicht jeder kann sich einfühlen oder hat Verständnis, weil die Leute zu wenig Ahnung von deiner Krankheit haben. Du kannst ja versuchen, ihnen in Ruhe zu erzählen, was dich belastet, aber nimm dir nicht zu Herzen, falls die dir nicht wirklich glauben/dich nicht ernst nehmen. Wenn es keinen Sinn hat, hat es keinen Sinn. Soll nicht heißen, du sollst diese Leute, also deine Fam, Sis etc meiden, sondern wenn du über deine Probleme reden willst, sind vllt nicht sie der richtige Ansprechpartner, sondern du könntest versuchen, jmd kennen zu lernen, der dieselbe/eine ähnliche Krankheit wie du hat.

Was möchtest Du wissen?