Ich mache mir ständig Sorgen um andere - wie kann ich das ablegen?

4 Antworten

Ich finde das eine sehr positive Eigenschaft an Dir. Viele Menschen machen sich offensichtlich kaum noch Gedanken um ihre Mitmenschen. Der Rat mit dem Beten ist super. Gerade wenn ich mich mit anderer Leute Problemen beschäftigte, überkommt mich manchmal ein Gefühl der Hilflosigkeit, da würde Beten bestimmt helfen. Ablenkung mag auch sinnvoll sein, sollte aber nicht in Verdrängung ausarten. Vielleicht belastet es Dich auch nur, dass andere Dich wegen Deiner Sorgen um andere kritisieren?

Wenn man sich im Übermß Sorgen um andere macht, heißt das, dass man ihnen nicht zutraut, dass sie mit ihren Umständen und Problemen fertig werden. Das gleicht, krass gesagt, auch einer gewissen Entmachtung und einem Kleinmachen der anderen Person. Jeder bekommt die Probleme, die für ihn ok sind, an denen er wachsen wird und die er für seine Entwicklung braucht. Sich darum zu sorgen, dass jemand nicht damit klar kommt, bedeutet indirekt auch, ihm diese Entwicklung zu versagen. Man kann sich nur so entwickeln! Das heißt natürlich nicht, dass man sich nicht mit dem anderen austauscht und ihm sagt, was man sieht, aber alles weitere sollte man beim Betreffenden belassen. Mitgefühl kann man trotzdem haben, jedoch eher damit, dass er eben gerade eine schwierige Zeit durchmacht- aus der er im Endeffekt aber profitieren wird. 'Sich Sorgen machen' hilft weder dem Betroffenen noch dir, weil es kontraproduktiv ist, und zwar für beide. Liebe Grüße und sorry, falls die Worte krass klingen, ist nicht so gemeint! tzh

Ganz einfach, bete für die um die du dir sorgen machst. Denk dir einfach: Guter Gott bitte heil XY! Und das wiederhole 1000 mal. Ich sage dir, das ist besser als Sorge um den XY zu haben. Und am abend empfehle ich dir Yoga, einfach im Schneidersitz mit beiden Armen auf den Schenkeln dasitzen, die Augen geschlossen, und Gedanken schweifen lassen. Habe ich erst heute nacht gemacht, von ca. 2 Uhr bis ca. 5 Uhr. Und du solltest dich mit Koans beschäftigen, einer meiner Lieblingskoans ist: Du klatscht mit beiden Händen in der Luft zusammen, welchen Ton erzeugt deine rechte Hand? Es gibt aber auch noch viele andere Koans. Versuche dir selbst welche zu stellen, beispiel: Du springst in einen See, warum gehen die Wellen kreisförmig auseinander, wo du reingesprungen bist?

vielleicht fällt es dir ja einfacher, dir um andere Gedanken zu machen als dich um dich selbst zu kümmern. Konfrontation mit sich selbst und dem eigenen Verhalten ist mit das Schwerste was es gibt.

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