Hintergrunddienste Krankenhaus

3 Antworten

Fach und Assistenzärzte haben im Krankenhaus Bereitschaftsdienst, wo sie anwesend sein müssen. Die Ober- als auch die Chefärzte haben hingegen kein Bereitschaft sondern Hindergrunddienst. Das heißt sie kommen einmal ins Krankenhaus. Wie lange ist verschieden und je nach Lage. Gehen dann nach Hause, müssen aber Rufbereit sein. Die Bereitschaftsärzte sind 24 Stunden auf den Beinen. Also ja es ist eine Belastung. Wenn nichts los ist, können sie dann ausruhen im Krankenhaus.


und wie oft hat der Oberarzt diesen Hintergrunddienst bei Ihnen? Alle zwei Wochen oder öfter/weniger?

@PAM55

Kommt darauf an. Wieviele diese in der entsprechenden Abteilung sind. Beispiel: 1 Chefarzt und 2 Oberärzte = Abwechslung alle 3 Wochen

Ein Oberarzt hat meistens keinen Notdienst mehr. Ein Facharzt hat Notdienst oder Bereitschaft, die er in seinem Arztzimmer mit Liege verbringen kann. Eine Belastung ist es auf alle Fälle, da eine Bereitschaft ja über 20 Std. geht. So ist es in meinem KH.

ah, danke für die Antwort. Ist wohl klinikabhängig, da ich meist von Oberärzten gehört habe, dass sie Hintergrund machen...

Die Frage war ja explizit nach den sog. "Hintergrunddiensten", nicht nach dem landläufig Notdienst genannten Dienst.

Und GERADE als Oberarzt (d.h. Facharzt, meist mit Erfahrung) hat man in vielen Fächern genau diesen Hintergrunddienst.

Die Funktion ist: Wenn der "normal" diensthabende Arzt (häufig ein Ass-Arzt) etwa nächtens einen komplizierten Fall hat, mit dem er sich überfordert fühlt, so kann er sich an den Hintergrunddienst wenden. War bei uns z.b. in der Radiologie so, wenn dem eher unerfahrenen Nachdienstler ein Polytrauma o.ä. angekündigt wurde oder etwa eine komplizierte Intervention dringlich war ... Dafür war dann halt der erfahrene Kollege (meist in OA-Funktion) ansprechbar und kam kurzfristig ins Haus (auch mal aus dem Konzert raus...)

@beamer05

Da wir uns hier ja schon mal ......über den Weg gelaufen sind..... und ich weiß wer du bist, hast du bestimmt recht. Ich kannte das Wort .....Hintergrunddienst..... nicht und dachte eben nur an den Notdienst.

LG u. schöne Ostern.

@Katzenhai3

... da dies aus deinen Zeilen rüberkam, habe ich eben versucht, das zu erklären.

Ich war "damals" froh, einen kompetenten UND freundlichen "Hintergrund" zu haben, als ich den brauchte (wissend, dass es keinen Spaß macht, gegen 3:00 aus dem Bett gebimmelt zu werden)

@beamer05

Für dich war es sicher unangenehm. Als Arzt muss man doch damit rechnen. Ich glaube nämlich das Arzt mehr eine Berufung ist.

Einiges habe ich in meinen anderen Kommentaren ja schon zu beschreiben versucht.

Belastung?

Nuja, es ist schon eine Einschränkung, wenn man als "Hintergrund" immer telefonisch erreichbar sein muss, und man überlegt dann schon, ob man irgendwelche Aktivitäten überhaupt machen möchte (Konzert, Sport, Ausgehen), wenn jederzeit das Telefon bimmeln kann und man ggf. kurzfristig in die Klinik hetzen darf, weil der Kollege grad nicht alleine zurecht kommt (was diesem ja nicht unbedingt vorzuwerfen ist).

Wie sehr einen das stört, hängt auch von der jeweiligen Lebensgestaltung ab. Wer nur die Klinik kennt und eher kein Privatleben hat / möchte, dem macht es sicher weniger aus.... ;-)

Danke für die Antwort. Und wie ist Ihre Klinik aufgestellt mit den daran beteiligten Ärzten? Wie oft machen Sie (oder machten Sie, evtl sind Sie niedergelassen) diese Dienste?

@PAM55

Naja, manchmal hatte man 3 Tage/Woche Hintergrund (wenn mal wieder nur wenige qualifizierte Kollegen verfügbar waren), als dann mehr "Köpfe" da waren, auch mal 4-6 Tage alle 3 Wochen (war nur zu einem Teil meiner WB dort)

Aber in anderen Fächern war das wohl recht unterschiedlich. Und in "meinem" Fach gab / gibt es bis heute keinen Hintergrunddienst, da ist die Abteilung nur zu den regulären Arbeitszeiten (5 d/ ca. 14h/d) besetzt.

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