Helfen Kompressionsstrümpfe wirklich bei Lymphödemen, und wie (un)angenehm sind diese Strümpfe?

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Ob Kompressionsstrümpfe auch bei Lymphödemen helfen, davon habe ich noch nichts gehört. Aber wenn Dein Arzt (bei dem Du doch sicher warst) Dir so etwas dafür verschreiben will, wird es doch sicher nutzen.

Vor 40 Jahren waren Kompressionsstrümpfe offenbar noch ein ganz anderes Kaliber und es ist schade, daß Dir Deine gruseligen Erfahrungen von damals heute noch so nachgehen. Zum Beispiel wüßte ich heute gar nicht mehr, wie ein "Druck auf die Taille" zustande kommen soll? Klar, es gibt auch Kompressionsstrumpfhosen, aber die mußt Du ja nicht nehmen. Auch die Materialien dürften sich in 40 Jahren wesentlich verbessert haben (kannte man damals überhaupt schon elastische Fasern??). Ein guter und speziell angepaßter Kompressionsstrumpf umfaßt das Bein fest, aber nicht unangenehm. Zugegebenermaßen ist das Stehen und laufen damit angenehmer als langes Sitzen - dann kneift es auch heutzutage noch etwas in den Kniekehlen. Aber "blutige Striemen" gibt es bestimmt nicht mehr!

Ich will Dich dazu ermutigen, Dir diese Strümpfe zu gönnen, wenn Dein Arzt das in Deinem Fall für sinnvoll hält. Ständig Lymphödeme in den Beinen ist doch auch sehr unangenehm - es kann also eigentlich nur besser werden. Alles Gute für Dich!

Die waren damals auch schon elastisch. Die dicken Füße sind von selbst wieder weggegangen und vor 10 Monaten wiedergekommen. Danke für die guten Wünsche.

Mein Arzt hat mir gesagt, dass Kompressionsstrümpfe nicht immer bei Lymphödemen helfen, aber in vielen Fällen wohl schon. Ich fand Kompressionstrümpfe aber sehr unangenehm, vor allem dauernd das Druckgefühl. Deshalb habe ich mich nach einer Alternative umgesehen und trage jetzt “Aktivsocken”. Die haben ein kleines Pumpkissen im Sockenschaft und das hilft sehr gut gegen die Schwellungen in den Beinen.

Hallo Critter,

zuersteinmal: "Ein Lymphödem ist wie Fieber nur ein Symptom und hat auf jeden Fall auch eine Ursache. Bei den Meisten sind es vor allem die nicht mehr so gut funktionierenden Venen, die sogenannten .." ist schlicht gelogen! Je nachdem ob dein Ödem primär, also erblich, wie in meinem Fall, oder sekundär ist. Bei mir wurde erst vor einer Woche die Fehldiagnose Lipödem in Lymphödem korrigiert. Damit ist nicht zu spaßen! Stützstrümpfe helfen dir ungemein und ich freue mich schon dass die seit 10J andauernden Schmerzen endlich geringer werden und kann dir nur ans Herz legen die Chance zu nutzen!

hallo, die kompressionsstrümpfe bringen schon viel, daß kann ich aus eigerner erfahrung bestätigen. wenn du schlechte erfashrungen gemacht hast, vor 40 jahren, hattest du nicht die richtige größe. sie müssen genau angepasst sein. früher waren sie noch aus gummi (gummistrümpfe). heute sind sie aus modernen materialien. du solltest sie regelmäßig tragen. ich empfinde es als eine angenehme entlastung meiner beine.das anziehen geht mittlerweile sehr schnell und die vorteile wiegen die nachteile auf. ich fühle mich gut, beine schmerzen und drücken nicht mehr. ob du eine strumpfhose oder strümpfe trägst, mußt du selber rausfinden. ich bevorzuge eine strumpfhose, da ich unter dem haftrand schwitze. außerdem rutschen bei mir die strümpfe. über der strumpfhose trage ich eine miederhose, so bleibt alles an seinem platz. habe mich daran gewöhnt. liebe grüße, andorn

Hallo Critter, erstmal vorab: Kompressionsstrümpfe helfen sehr wohl bei einem Lymphödem. Die Frage ist aber auch, woher kommt das Lymphödem ? Ein Lymphödem ist wie Fieber nur ein Symptom und hat auf jeden Fall auch eine Ursache. Bei den Meisten sind es vor allem die nicht mehr so gut funktionierenden Venen, die sogenannten Krampfadern. Das kann aber der Phlebologe feststellen. Wenn man eine Entstauung von dem gestauten Bein erreichen möchte, müsste man eigentlich erstmal für ca. 14 Tage eine KPE = Komplexe Physikalische Entstauungstherapie starten. Das heisst dann, erstmal Lymphdrainage, dann bandagieren und zum Schluss noch abflussfördernde Übungen. Nach den 14 Tagen ( wäre der Idealfall .. in der Praxis wäre man schon über 7 Tage dankbar) müsste dann der Kompressionsstrumpf angepasst werden. Auch wenn es nie jemand gerne hört: wenn man wirklich eine Venenschwäche hat, muss man diese Strümpfe eigentlich immer tragen. Vor allem an sehr heissen Tagen ... tja, ist wirklich eine Tortur, ich weiss das auch Erfahrung. Da die KPE leider von kaum einem Arzt verschrieben wird, wäre es aber schön, wenn auf jeden Fall begleitend Lymphdrainige verschrieben werden würde. Blutige Striemen o.ä. dürfte es bei gut angepassten Strümpfen nicht geben. Das Material ist aber mitlerweilen auch viel, viel weichter geworden. Viele Grüsse und gute Besserung, Dani

Danke für die guten Wünsche. Habe einen Heidenrespekt vor den Strumpfhosen. Da mir immer warm ist, auch im Winter, und mich über Kälte an den Beinen sogar freue, darf ich mir die Hitze durch die Strümpfe gar nicht ausmalen. 20 Lymphdrainagen hatten im letzten Quartal überhaupt gar nichts gebracht. Krampfadern habe ich keine. Doppler habe ich schon hinter mir, alles o.k. Ihr meint es alle gut mit mir, aber ich kanns im Moment leider noch nicht schätzen.

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