Heilpraktiker und Angestelltenverhältnis?

4 Antworten

Hier äußert sich ein Rechtsanwalt dazu, welche art der Zusammenarbeit zwischen einem Arzt/Zahnarzt und einem Heilpraktiker möglich ist:

" ... Auch Ärzte und Zahnärzte folgen diesem Trend mit eigenen Angeboten. Andere suchen die Kooperation mit Heilpraktikern – aber ist diese Zusammenarbeit zwischen Arzt und Heilpraktiker erlaubt?

Eine medizinische Kooperation zwischen Ärzten und Heilpraktikern ist problematisch. § 23a Abs. 1 S. 2 der Berufsordnung der Ärzte in Bayern verbietet sie ausdrücklich.

Andere Berufsordnungen sind hier nicht so deutlich, schließen die Zusammenarbeit dennoch aus: So ist Ärzten  nach § 23b der Musterberufsordnung die medizinische Kooperationsgemeinschaft nur mit folgenden Partnern gestattet:

* anderen akademischen Heilberufen im Gesundheitswesen

* staatlichen Ausbildungsberufen im Gesundheitswesen

* anderen Naturwissenschaften und

* Angehörigen sozialpädagogischer Berufe

Das Berufsbild des Heilpraktikers umfasst jedoch weder einen akademischen Heil- noch einen staatlichen Ausbildungsberuf. Das Berufsbild passt auch nicht zu anderen Naturwissenschaften oder einem sozialpädagogischen Beruf.

Was ist noch möglich?

Eine Organisationsgemeinschaft (auch Praxisgemeinschaft) zwischen Arzt und Heilpraktiker ist dagegen – jedenfalls unter Einhaltung besonderer Vorkehrungen – möglich  gl. zu einem derartigen Zusammenschluss von Heilpraktikern und Zahnärzten bereits VG Stuttgart, Urteil vom 20. Januar 2004 – 4 K 1741/03 –, juris]Sie darf jedoch nicht der Umgehung des vorstehenden Verbots dienen, muss den Datenschutz und die Geheimhaltungspflicht des Arztes wahren und insbesondere eine strikte Trennung der beiden Berufe sicherstellen."

http://staufer.de/blog/2014/02/arzt-und-heilpraktiker/

Über die "besonderen Vorkehrungen" sollte sich der Zahnarzt bei seiner Ärztkammer, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung oder einem Anwalt informieren.

Vielen Dank hab mich mit Fachanwalt in Verbindung gesetzt werde berichten was dabei herauskommt .Nochmal merci

Rechtlich ist es sicher möglich. Was soll dem entgegensprechen? Er stellt ein wen er will und du nimmst das Angestelltenverhältnis an. Ob du deine Selbständigkeit behältst oder aufgibst, interessiert niemand, bzw. Ist eine Absprache zwischen euch.

Hatte nur wegen Rechtsprechung bedenken da Humanmediziner nur unter besonderen Auflagen mit HP arbeiten dürfen kenne auch nicht die Auflage der KZV für ihn.Aber merci schonmal

Worin soll jetzt der Vorteil für dich bestehen? Mehr und neueKunden durch "Empfehlungen" des zahnarztes? Einen Teildes gewinns, den du jetzt erwitschaftest, würdest du zu Gunsten des Zahnarztes aufgeben müssen... Worin also siehst du da deine Vorteile?

Nein nicht Mehrkunden wäre nur eine Möglichkeit für mich andere Wege zu gehen was meine neue Lebensplanung angeht wäre außerdem Gewinn für beide von uns sind uns nur nicht über Rechtslage speziell für den Zahnarzt sicher.

@IMhomburg

Also dein Geschäft funktioniert. Gibst du das an den zahnarzt ab und verändert sich sonst nichts, müsstest du doch einfach den gewinn mit ihm teilen. Also noch einmal: Worin soll da für dich dauerhaft ein Vorteil bestehen? Aus der Ferne betrachtet, gibst du erstmal ohne jedwede Not-Wendigkeit einen Teil deiner Vorteile ab und erhältst dafür nichts!??

Lediglich erhöht sich dein persönliches Risiko dramatisch: Einem Angestellten kann der Zahnarzt jederzeit mit 4 Wochenfrist kündigen... Sich einen neuen Heilpraktiker für weniger Geld besorgen und Kasse machen...

die Konstellation Zahnarzt / Heilpraktiker ist nicht ungewöhnlich; wenn Sie sich im Angestelltenstatus wohl fühlen, die Vorteile bzgl Sozialversicherung (Arbeitslosigkeit, Unfall auf dem Hin- u. Rückweg zur Praxis, Urlaub!!!...) ect "gern in kauf" nehmen und mtl die Miete, dann spricht doch nix gegen dieses Modell.

Merci für die Antwort....

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