Heilpraktiker oder Schulmediziner? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

5 Antworten

Ganz einfach:

Wenn Du jemanden brauchst, der Dir länger zuhört und Dir das Gefühl gibt, Dir zu helfen, ===> dann geh zum Heilpraktiker. Der ist der Ersatz für die Mutter beim Kleinkind, das eine Schürfwunde hat, bei der das Aua weggeblasen werden muss.

Wenn Du ernsthaft krank bist und wirklich medizinische Hilfe benötigt, dann gehe zum Arzt, denn der hat zumindest studiert, sollte sich auf dem aktuellen Stand der Medizin halten, und sollte Dir helfen können, wenn es für diese Krankheit eine bekannte Therapie gibt.

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Dass dem wirklich so ist, das kannst Du auch im deutschen Heilpraktikergesetz nachlesen. Denn danach ist jeder Heilpraktiker dazu verpflichtet, Patienten mit ernsthaften Krankheiten nicht selbst zu kurieren, sondern an einen Arzt mit entsprechebnder Zulassen weiter zu verweisen.

Dass es Heilpraktiker gibt, die sich nicht daran halten, das steht auf einem anderen Blatt und im Prinzip machen die sich dann strafbatr.

Das eine soll das andere ja nicht ausschliessen. Es gibt nun mal eben Erkrankungen, die ein Heilpraktiker nicht heilen kann, und widerum gibt es Dinge, wo du vielleicht bei einem Heilpraktiker besser aufgehoben bist, bevor an dir rumgedoktort wird. Ich denke, ein guter Heilpraktiker ist derjenige, der seine Grenzen kennt, und ein guter Arzt ist der, der dich auch an andere Aerzte verweist, der sich eingestehen kann, das jemand anderes vielleicht besser helfen kann. Oder der auch mal auf eine alternative zurueck greift, wie z. B. Heilpraktik.

Mittlerweile gibt es ja auch Ärzte, die sich mit Heilpraktiker zusammenschließen. Dadurch kann man beide Welten zusammenbringen. Spiele Volleyball. Hatte in meinem Schlagarm seit Jahren Schmerzen. Bei jedem Spiel musste ich Aspirin oder stärkere Sachen nehmen. Durch aufsetzen von Blutegeln habe ich keine Schmerzen mehr. Habe das Glück, dass meine Frau Heilpraktikerin ist und ich mich nicht dagegen streuben konnte. Glaubte selbst nicht an diese Methode. Jetzt weiss ich für mich, dass es die richtige Entscheidung war. Sie arbeitet mit einem Arzt zusammen. Auch Heilpraktiker können nicht alles "heilen" aber es ist manchmal eine gesunde Alternative zu einem Arzt.

www.naturheilfisch.de

Ich kann dir nur empfehlen, dir einen Arzt zu suchen, der beides vereint. Davon gibt es immer mehr. Ich habe festgestellt, dass Schulmediziner alternativen Heilmethoden nicht mehr skeptisch gegenüberstehen, sondern sich dafür stark interessieren und oft auch eine Zusatzausbildung in einem alternativ-medizinischen Bereich machen. In meinem Freundeskreis sind einige Mediziner, u.a. eine Gynäkologin, die gerade eine Ausbildung zur Osteopathin macht und darüber hinaus auch homöopathische Medikamente verschreibt. Das ist - meiner Meinung - ideal, gerade die jüngere Ärztegeneration ist da sehr aufgeschlossen.

@jamie07:

Mediziner lassen sich neuerdings manchmal in alternativen Heilmethoden ausbilden, weil das Geld bringt.

Die ganzheitliche Denkweise der Heilpraktiker haben sie deshalb aber noch lange nicht übernommen!

Meine Familie ist bei einem niedergelassenen Arzt, der als Zusatzqualifikation Homöopathie anwendet, und das sogar auf Abrechnung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Globuli halfen hervorragend gegen 90 % aller Krankheiten: Fersensporn, Mittelohrentzündung, Warzen, bei Kindern und Jugendlichen auch bei Prüfungsangst und Unkonzentriertheit. Die übrigen 10 Prozent der denkbaren Krankheiten haben wir noch nicht bekommen, mein Arzt sagt, das liege auch an den Globuli, die größtenteils nicht symptombezogen verschrieben werden sondern aufgrund der Vorlieben, der Krankheitsgeschichte und der in den letzten Jahrzehnten konumierten Röntgen-, Antibiotika- und Tabakdosen.

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