Heilpraktiker oder Arzt - was ist besser?

5 Antworten

Ich würde niemals einem Heilpraktiker vertrauen. Ein Arzt hat ein Studium abgeschlossen und eine wesetlich längere Ausbildung hinter sich. Heilpraktiker kann eigentlich jeder werden und dass ohne gr0ßen Aufwand. Auch wenn manche Ärzte auch nicht wissen was sie tun, sind sie wesentlich besser Ausgebildet und haben auch mehr Möglichkeiten zu behandeln.

stell dir vor, dein Computer ist kaputt. Du rufst 100 Techniker, die alle dieselbe grottige Ausbildung/Studium etc absolviert haben. Und dann rufst du 2 Techniker, die dies nicht gemacht haben. was denkst du, wer mehr Erflogchancen hat?

Es ist schon schade, wie viele unqualifizierte Antworten im Internet zu finden sind. Fakt ist, dass es gute und schlechte Ärzte gibt und Fakt ist, dass dies auch für Heilpraktiker gilt. Mein Hautarzt ist in der Prüfungskommission der Ärztekammer und sagte mir, dass die MEISTEN seiner angehenden Kollegen die Heilpraktikerprüfung nicht bestehen würden! So einfach ist das also nicht mit den "Ankreuzfragen". Wer so dumm daherredet, bescheinigt sich selbst absolute Ahnungslosigkeit. Heilpraktiker sind die Menschen, die häufig erst dann aufgesucht werden, wenn viele Ärzte nur noch schulterzuckend dem Patienten sagen, dass sie nicht helfen können. Nach jahrelangen Leidenswegen kommen die Patienten dann zum Heilpraktiker und der hat dann nicht gerade selten Heilerfolge vorzuweisen, von denen ein Schulmediziner nur träumen kann. Würden die Leute zu Heilpraktikern gehen, wenn ihnen die Ärzte so vollumfänglich helfen könnten? Wohl kaum. Nochmal, schwarze Schafe gibt es leider in beiden Berufsgruppen und es wäre doch wirklich mal interessant, was dabei herauskäme, würden sich beide Berufsgruppen annähern und ergänzen. Zweifellos ist die Schulmedizin in Akut- und Notfallsituationen unersetzlich, aber solange sie sich nicht bewegt und Forschungsergebnisse immer und immer wieder ignoriert und an alten Behandlungsleit(d)linien festhält, freue ich mich über jeden fähigen Heilpraktiker. Ich selbst gehöre zu der Berufsgruppe der Heilpraktiker und ich freue mich, dass immer mehr ÄRZTE meinen Rat suchen bzw. ihn sehr gerne annehmen.

(Y)

ich würde einen heilpraktier vorziehen, jedoch schon darauf achten, dass dieser einen guten ruf hat. wie schon gesagt ist die ausbildung zum heilpraktiker schnell und leicht gemacht, daher unbedingt auf erfahrenswerte achten!

Ich vertraue meinem Hausarzt sehr. Sollte ich aber gesundheitlich an einem Punkt angelangt sein, wo mir die Schulmedizin nicht weiterhilft, was schon vorgekommen ist, so würde ich zum Heilpraktiker jederzeit wechseln.

arzt oder heilpraktiker - das ist so nicht einfach die entscheidende frage. bei beiden gibt es könner und pfuscher. in den naturheilkundlichen fächern, die ein ganzheitliches denken zum inhalt haben - wie akupunktur, homöopathie, ayurveda und noch einige - gibt es an den universitäten praktisch keine ausbildung für die werdenden ärzte, an heilpraktikerfachschulen jedoch teils sehr fundierte umfangreiche ausbildungen. man muss genau hinsehen. heilpraktikerschulen, die privat betrieben werden, wollen geld verdienen. heilpraktikerschulen, die von ernstzunehmenden berufsverbänden der heilpraktiker betrieben werden, haben interesse an gut ausgebildetem nachwuchs und wollen nur soviel geld von den studierenden, wie die schule tatsächlich kostet. um erste anhaltspunkte über die ärzte und heilpraktiker in deiner umgebung zu bekommen, frag die örtlichen apotheker, die können sich meist ein gutes bild machen über die ernsthaftigkeit der arbeit in den einzelnen ärztlichen oder heilpraktiker-praxen.

  1. Akupunktur und Homöopathie ist keine Naturheilkunde, sondern Alternativmedizin. Ayurveda enthält zumindest teilweise naturheilkundliche Aspekte. Wirkungsnachweise für diese Verfahren gibt es so gut wie keine, die Homöopathie gilt als reine Placebotherapie. Da die Ausbildung an Universitäten der Wissenschaft verpflichtet ist, werden diese Verfahren nicht gelehrt. Es gibt aber durchaus Lehrstühle für Alternativverfahren, Prof. Edzard Ernst hat z.B: einen solchen inne. Diese Lehrstühle sind jedoch mehr Fluch als Segen für die Alternativmedizin, weil hier wissenschaftliche Maßstäbe auf alle Möglichen AM-Verfahren angewendet werden – meist kein Ruhmesblatt für die AM.

  2. Zu HP-Fachschulen hatte ich dir doch schon mal was geschrieben: http://www.gutefrage.net/frage/duerfen-heilpraktiker-alles-behandeln-oder-gibt-es-irgendwelche-grenzen

*Es gibt in D nur eine einzige HP-Fach-Schule, die sich aber nur aufgrund des Gewohnheitsrechtes so nennen darf. Sie existierte nämlich schon vor dem Inkrafttreten des Heilpraktikergesetzes.

Heilpraktiker ist kein Fachberuf, der HP gilt als medizinischer Laie, weshalb HP-Schulen, die übrigens ohne jede Ausnahme in privater Hand sind, sich nicht mehr "Fach"-Schule nennen dürfen.*

  1. Mit den HP-Schulen und HP-Verbänden ist es ja auch so eine Sache... Es ist nämlich viel mehr so, dass HP-Schulen ihre eigenen Verbände gründen, als umgekehrt. Zu behaupten, dass HP-Verbandsschulen besser oder preiswerter wären, als Nicht-Verbandsschulen, ist unsinnig. HP-Schulen arbeiten ohne jede Ausnahme rein kommerziell und die schuleigenen Verbände verfolgen auch nur kommerzielle Ziele.
@Isartaucher

deine informationsmängel sind ja noch größer als ich befürchtet habe. allein dein letzter satz zeugt von totaler unkenntnis, und nach meinem dafürhalten auch von absoluter interesselosigkeit, denn bessere informationen darüber sind leicht zu erlangen.

@Patron

So? Für jemanden, der sich schon mehrfach als ahnungslos geoutet hat, zuerst seine Qualifikation nicht nennen wollte, und jetzt plötzlich HP sein will – was aber auch keine Qualifikation darstellt - hängst du dich ziemlich weit aus dem Fenster. Schau mal in den Spiegel, dann weißt du, wer von uns beiden keine Ahnung hat.

Ich habe recht intime Kenntnisse der HP-Szene. Früher habe ich selbst unterrichtet (ich war jung und brauchte das Geld), später habe ich geprüft. Seitdem weiß ich, dass man von HPs nichts verlangen darf, außer einer großen Portion Aberglaube, heute Esoterik oder auch angewandte Homöopathie genannt. Fundiertes Fachwissen? Meistens Fehlanzeige! Egal von welcher Schule der vielen HP-Verbände der Prüfling kam.

Außerdem weiß ich bestens, wo das Geld in der HP-Szene gemacht wird: in den Schulen! Pro erfolgreich niedergelassenem HP wechseln heutzutage knapp 500.000€ den Besitzer Richtung HP-Schule. Eine HP-Ausbildung, die ihren Namen halbwegs verdienen will, kostet mindestens 10000 €. Die meisten HPA schaffen aber noch nicht mal die Überprüfung, die wenigen , die es schaffen, scheitern dann meist an der freien Marktwirtschaft. Das Schulgeld ist trotzdem futsch. Von 50 HP-Schülern schafft es letzten Endes vielleicht einer, von seiner Praxis zu leben. Aber eine halbe Million zum Ausgleich verdient auch der im Leben nicht, und so bleibt der größte Teil des Geldes aus der Alternativmedizin bei den Schulen. HP sind eben nicht das Subjekt der Alternativmedizin, sondern das Objekt. Das merkt aber kaum einer von denen. Wer aber hier noch irgendwas von Verbands-Schulen sülzt, hat es entweder auch nicht kapiert, oder ist ein Teil des HP-Schul-Systems (war ich auch mal, ist keine Schande, aber ich wusste, wer das Geld macht).

Es lohnt sich für einen HP auch viel mehr, wenn er unterrichtet, oder einen eigenen HP-Verband gründet, als wenn er Patienten behandelt. Wenn ich sehe, dass eine deutsche Traditions-HP-"Fach"-Schule als Vorausetzung für ihre "Dozenten" eine dreijährige Praxistätigkeit als HP verlangt, kommen mir die Lachtränen. In drei Jahren sieht ein HP-Anfänger mit Glück vielleicht mal 500 Patienten. Eher 200. Addiert man diese grandiose "Erfahrung" zu seinen Kenntnissen, dann weiß man ganz genau, was man von solchen "Dozenten" halten kann: NULL! Wenn dann eben diese HP-"Fach"-Schule von ihren Schülern für eine Schmalspurausbildung knapp 11.000 € verlangt, dann ist das weder preiswert noch billig.

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