Hatte eben eine Nabelbruch OP, Ärzte haben aber nichts gemacht. Wie kann ich den Nabelbruch jetzt korrigieren lassen?

4 Antworten

Nicht immer geht der Nabel nach einer Nabelbruch-OP hinterher normal nach innen. Meiner ist auch noch komplett vorgewölbt wenn auch nicht mehr so prall wie vor der OP; bei mir wurde der Nabelbruch aber im Rahmen einer Laparatomie (wg. Krebsverdacht) operiert, wobei ein Meckel-Divertikel entdeckt und entfernt wurde.

Deine Geschichte finde ich insofern bemerkenswert, da bei Dir ein Nabelbruch diagnostiziert wurde und dann bei der Op keiner vorlag. Normal ist es eher umgekehrt, dass bei einer Op zufällig ein vorher nicht erkannter Nabelbruch festgestellt und mit operiert wird. Daher würde mich schon interessieren wie dein Nabelbruch diagnostiziert wurde und welche Untersuchungen gemacht wurden? Hattest Du auch Schmerzen und Beschwerden die zu dieser Op geführt haben?

Nur weil der Nabel vorgewölbt ist muss es nicht unbedingt immer ein Nabelbruch sein. Das ist zwar in den meisten Fällen so, aber manchmal kannes z.B. auch ein Hautnabel sein. Das sollte man aber bei Untersuchungen schon feststellen...?!

In der Tat ist es natürlich so, dass dein Nabel nicht operiert werden konnte wenn kein Nabelbruch vorliegt. Denn die Einwilligung und Unterschrift hast Du ja nur für die Nabelbruch-OP gegeben und nicht für eine kosmetische Nabel-OP. Von einer kosmetischen Op würde ich auch abraten, da eben nicht immer vorher klar ist wie das kosmetische Ergebnis einer solchen Op sein wird und ob der Nabel dann tatsächlich richtig nach innen geht...?! Daher mache dir nicht so viele Gedanken weil du einen vorgewölbten Nabel hast, das haben viele und es ist kosmetisch nichts Schlimmes, nichts Hässliches und nichts Krankhaftes solange Du keine Beschwerden hast. Alles Gute!

...Ich hoffe mal, die Narbe selbst ist von der Größe noch vertretbar.

Mir ging es mal ähnlich. Man wollte mir mit drei kleinen Schnitten (die man später angeblich kaum sieht) meinen Blinddarm entfernen.

...Stattdessen bekam ich unangekündigt einen 25 cm langen Bauchschnitt, (den man heute noch sehr schön sieht) weil ich eine (erst unter der Op erkannte) Bauchfellentzündung hatte - und meinen Blinddarm habe ich jetzt trotzdem immer noch.

Bauchgeschichten sind eben manchmal wirklich "unberechenbar". Am ehesten sehen Chirugen wohl die Dinge, die sich darin abspielen, wirklich erst, wenn sie aufmachen und "freie Sicht" auf alles haben - trotz aller vorbereitender Diagnostik.

...Seien Sie froh, dass sich weiter nichts unangenehmes negatives bei Ihnen rausgestellt hat als "nur das".

Ich selbst lebe mit meiner Op-Narbe - auch wenn das so eigentlich auch nicht "vorgesehen" war.

....Vielleicht gewöhnen Sie sich auch noch daran. Falls nicht, und Sie sind noch im Kh, reden Sie doch mal mit Ihren Chirugen darüber, fragen Sie bei dem nach!

Vielleicht kann er mit irgendwelchen Tipps weiterhelfen.

Ja, Bauch-OPs sind nicht selten unberechenbar, und ich habe auch schon oft mitbekommen, dass sich intraoperativ etwas anderes oder Schlimmeres herausstellt als bei den Untersuchungen vorher. Daher ist deine lange Narbe auch unumgänglich wenn bei dir schon eine Bauchfellentzündung vorlag. Woher kam denn die Bauchfellentzündung?

Etwas überrascht bin ich aber schon dass der Blinddarm dann nicht gleich rausgenommen wurde wenn schon eine so große OP gemacht werden musste. So kann es ja sein dass der sich später noch entzündet und du wieder operiert werden musst?!

Ich finde es gut dass Du mit deiner großen OP-Narbe so problemlos umgehst und sie akzeptierst. Respekt!

@Naevi72

Hallo Naevi72,

...Vielen Dank für Ihren Kommentar. Ich versuche das zumindest so zu akzeptieren.

Die Bauchfellentzündung rührte von einem aufsteigenden Infekt her und hat sich dann wohl aus einer nicht erkannten Eileiterentzündung entwickelt.

Als ich operiert wurde, wurde ein Tuboovarialabszess entfernt, der Eierstock, der davon betroffen war und eine Zyste am zweiten Eierstock. Zusätzlich wurde natürlich der Eiter entfernt und Verwachsungen (durch die Periontis) am Darm gelöst.

...Der Blinddarm, der lt. der Ultraschalluntersuchung vorher  angeblich "vergammelt" war, zeigte in der Op keinen krankhaften Befund. Darum "durfte" er wohl drin bleiben, nehme ich mal an. Ich hatte auch noch keinerlei Schwierigkeiten mit den Blinddarm, bis heute nicht. Natürlch hoffe ich, es kommt auch nie soweit.

Extra nachgefragt habe ich diesbezüglich aber nicht.  

...Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Antworten etwas weiterhelfen...

Ich hab neulich eine grauenhafte Horrorgeschichte in einer alten Domian-Sendung gehört. Da wurde versehentlich ein Nabelbruch diagnostiziert und bei der OP solche Verletzungen verursacht, dass derjenige (unnötigerweise!) hinterher einen künstlichen Darmausgang brauchte. Insofern hast du Glück!

Es scheint nicht so einfach zu sein, die richtige Diagnose zu stellen bevor man operiert. Und sieh es mal so: du hast gar nicht viel verloren, dein Bauchnabel hat dir ja schon vorher nicht gefallen, was macht also die Narbe noch aus? Das ist bestimmt ein Routineeingriff für einen plastischen Chirurgen, soooo spezialisiert muss der also vermutlich gar nicht sein :)

alles Gute dir und verzweifel nicht dran, das kommt schon in Ordnung.

Dein Problem möchte ich haben. Geh zum plastischem Chirurgen im Krankenhaus.

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