Hat jemand Erfahrung mit dem Medikament Levetiracetam und damit verbundene Agressionen?

5 Antworten

Aggressionen gehören bei diesem Medikament leider zu den häufigen Nebenwirkungen

Infektion, Nasopharyngitis (Entzündungen des Nasen-Rachen-Raumes), verminderte Anzahl an Blutplättchen, Anorexie (Appetitlosigkeit), Gewichtszunahme, Ruhelosigkeit, Depression, emotionale Instabilität/Stimmungsschwankungen, Feindseligkeit oder Aggression, Schlaflosigkeit, Nervosität oder Reizbarkeit, Persönlichkeitsstörungen (Verhaltensstörungen), anormales Denken (langsames Denken, Unfähigkeit sich zu konzentrieren), Schwindel (Gefühl von Wackeligkeit), Konvulsionen (Krämpfe), Kopfschmerzen, Hyperkinesie (Überaktivität), Ataxie (mangelnde Koordination der Bewegungen), Tremor (Zittern), Amnesie (Gedächtnisverlust), Gleichgewichtsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen (Konzentrationsstörungen), Beeinträchtigung des Gedächtnisses (Vergesslichkeit), Doppeltsehen, verschwommenes Sehen, Drehschwindel, Husten (Verstärkung eines vorbestehenden Hustens), Bauchschmerzen, Übelkeit, Dyspepsie (Verdauungsstörungen), Diarrhoe (Durchfall), Erbrechen, Exanthem (Hautausschlag), Ekzem, Juckreiz, Myalgie (Muskelschmerzen), zufällige Verletzungen

Wenn du das nicht aushältst, muss der behandelnde Arzt nochmal über ein anderes Medikament nachdenken. Ich stelle mir das schlimm vor, ständig aggressiv zu sein und sich unentwegt beherrschen zu müssen. Alles Gute. lg Lilo

Hallo Christian,

wenn ich lese

 nach Rücksprache mit dem Arzt, ... war der einzige Nenner auf den man gekommen ist, damit Leben oder wieder Anfälle

dann rate ich Dir sehr, den Arzt zu wechseln. 

Liebe Grüsse Lea

Also ich nehme auch das Medikament Levetiracetam in Kombination mit Lamotrigin und habe eigentlich keine Probleme, außer Ungeduld aber das hatte ich vorher auch schon ;-)

Frage doch mal bei deinem Arzt begzüglich einer Kombinationstherapie nach, wie mit Lamotrigin zum Beispiel. Aber es gibt ja auch noch zig andere Antiepileptika und nicht nur Levetiracetam.

Darf ich fragen, bei welchem Arzt bzw. in welcher Klinik du dich behandeln lässt bzw. wo du deine Routineuntersuchungen hast?

Sei mir nicht böse wenn ich den Arzt nicht nenne, da ich dort Stammgast bin und es dadurch nicht schwer wäre nach geringem Aufwand, sich bei mir zum Kaffee trinken einzuladen. Ich nehme aber gerne Empfehlungen, an liebsten zwischen Köln und Münster, entgegen.

@Christian45xxx

Also ich habe nicht vor dir den Arzt auszuspannen, ich bin mit meinen vollkommen und außerordentlich zufrieden. Ich dachte ja nur, vielleicht kenne ich ihn. Ist ja egal ... Aber vielleicht solltest du mal darüber nachdenken, wo anders Stammgast zu werden. Sich eine weitere Meinung einzuholen, schadet nie. Die Aussage "damit Leben oder wieder Anfälle" ist nämlich absoluter Schwachsinn, dass würde niemals ein professioneller und gut ausgebildeter Arzt von sich geben.

Ich kann dir zwar keine Klinik bzw. keinen Arzt irgendwo in der Nähe von Münster oder Köln empfehlen, aber die Unikliniken in Erlangen sind spezialisiert auf Epilepsie und Schlaganfälle und seit ich dort in Behandlung bin, habe ich keine Schwierigkeiten mehr und die kümmern sich auch echt gut um einen. Wenn man dringend einen Termin braucht, weil irgendwas sein sollte wird man dazwischengeschoben oder der Arzt bleibt einfach länger als er müsste bzw. Termine annimmt. Sie stellen auch vierteljährlich Rezepte aus, damit man nicht ständig in die Apotheke rennen muss usw.

Solltest du die Pille nehmen oder sonstige Hormonpräperate könnte das auch mit den Wechsel- oder Nebenwirkungen zusammenhängen, hatte ich auch mal kurzzeitig.

@Beatschnitte

Sorry, dass mit der Pille war grad Schwachsinn. Hab überlesen, dass du ja keine Frau bist^^

Moin Moin, ich nehme selbst Levetiracetam. Nachdem ich eine Dosissteigerung nicht mehr vertragen habe, mittlerweile in Kombi mit Oxcarbazepin. (Dosis Leve liegt bei 3000 mg)

Aggressionen kommen hier leider häufiger vor, gerade in der Anfangsphase und/oder bei Dosissteigerungen.

Die "Pest oder Cholera" Einstellung deines Arztes kommt mir allerdings etwas veraltet vor. Hast du denn schon alle anderen Medis ausprobiert, die für deinen Typ in Frage kommen? Einschließlich möglicher Kombinationstherapien? Bist du bei einem normalen Neurologen in Behandlung oder in einer speziellen Epilepsieambulanz?

Falls ersteres, dann würde ich dir zu letzterem raten. Sei es nur als Zweitmeinung. Klar tut es manchmal gut seine "Aggressionen" beim Kick Boxen rauszulassen, aber das kann ja nicht Mittel zum Zweck sein.

Es gibt mitterweile so viele Medis, dass sich bei den meisten Menschen mit Epi auch ein Medikament findet, was besser vertragen wird. (Oder eben eine Kombination aus Medikamenten). Wieviel Leve nimmst du denn momentan?

Teilweise kann hier schon eine leichte Änderung nach unten (und dann eben eine evtl. Kombi mit einem anderen Medikament) den Ausschlag bringen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Physiotherapeutin und beruflich im DRG Controlling
 Ich nehme aber gerne Empfehlungen, an liebsten zwischen Köln und Münster, entgegen.

passt zwar nicht ganz, aber einigermaßen. Epilepsiezentrum Bethel Bielefeld/Klinik Mara.
Alternative die Epilepsieambulanz in Bonn (darüber gibt es aber sowohl stark positive als auch stark negative Bericht). Auch Köln hat eine Epilepsie Ambulanz. Darüber habe ich aber noch nix gehört.

An Medikamenten habe ich bisher eigenommen Timonil (Carbamazepin), Ospolot (Sultiam), Lamictal (Lamotrigin), und Gabapentin in verschiedenen Kombinationen. Lamotrigin nehme ich auch jetzt noch ein, in geringer Dosis (heißt ungefähr Mindestwerte im Blut). Levetiracetam liegt bei 3000 mg, was sich bei meinem Blutspiegel in der mittleren Skala der erlaubten bzw. nötigen Dosis einpendelt

@Christian45xxx

Timonil habe ich auch schon mal genommen, schon mal darüber nachgedacht die Dosis von Lamotrigin zu erhöhen? Meine Dosierung ist momentan 3.500 mg Levetiracetam und 750 mg Lamotrigin. Bei mir musste der Lamotriginspiegel immer sehr weit oben sein, damit ich komplett Anfallsfrei bin. Vielleicht kann man dann die Dosis von Levetiracetam etwas na unten schrauben.

@Beatschnitte

Lamotrigin wurde bei mir immer nur als sekundäres Medikament verordnet und immer niedrig gehalten, da ich sehr empfindlich darauf reagiere (Kopfschmerzen, Schwindelgefühl, doppelt sehen). Zudem hatte ich immer das Gefühl, dass es bei hoher Konzentration Denkprozesse verlangsamt, was ich schlimmer als alles andere finde, da gerade Kopfarbeit mein Einkommen und auch etwas ist, von dem mein Selbstvertrauen sehr stark abhängt. Aber ich denke sowieso, dass ich einfach mal die Empfehlungen der Ärzte hier aufnehme und einen Arzt/Klinik aufsuche, um dort mal alles abzuklären. Also allgemein an alle. DANKE

@Christian45xxx

Okay, gut wenn es so extreme Nebenwirkungen bei dir hervorruft ist es natürlich nicht so sinnvoll die Dosis zu erhöhen. Geh am besten in eine Spezialklinik, die auf Neurologie und evtl. sogar speziell auf Epilepsie spezialisiert sind. Die können dir da auf jeden Fall besser helfen, als ein Arzt der dir die "Friss oder stirb" Taktik vorschlägt. Ich wünsche dir auf alle Fälle gute Besserung und hoffe, dass du es genauso gut in den Griff bekommst wie ich :)

@Beatschnitte

750mg lamotrigin! ui! und ich hab schon probleme jetzt auf 500 hochzudosieren. dein neuro hat das bewusst so hoch gefahren oder war das deine entscheidung? ich musste mir denn nun schon mehrfach von verschiedenen ärzten, auch von auf epilepsie spezialisierten, anhören, dass höhere dosen als 400mg nur in ausnahmefällen etwas bringen. ich hab mich jetzt  durchgesetzt, nachdem alles andere mich nicht weitergebracht hat.

@artemus

@ Christian: am Heilig Geist Krankenhaus in Köln, soll es auch ganz neu einen guten Epileptologen geben. Ist wohl neu aufgebaut worden. Erkundige dich auch dort mal.

ich hatte damit gott sei dank nur während dem aufdosieren probleme. was meine probleme mit levetiracetam waren, dass eine dauernde bleierne müdigkeit und konzentrationprobleme bestanden. eine dosisreduktion auf 1500mg sollte das beheben, dem war leider nicht so und anfallsfrei war ich, trotz add-on, damit auch nicht. so bin ich froh, dass ich es wieder los bin, doch leider ist es mit topiramat nebenwirkungstechnisch auch nicht viel besser. und so steh ich da... :(

Komische Anfälle deja vu?

Hallo :)
Ich habe seit Anfang des Jahres so merkwürdige " Anfälle " und würde gerne mal von euch wissen was ihr darüber denkt oder ob ihr eine Idee habt was es sein kann.

Diese von mir genannten " Anfälle " kommen entweder bis zu 5 mal am Tag oder manchmal 1-2 Wochen gar nicht und öfter mal mindestens 2 mal am Tag.
Es ist ein ganz merkwürdiges Gefühl, oft habe ich es morgens oder vormittags .. Selten Mittags ..
Es fängt an in dem ich eine Art Deja Vu bekomme und ein sehr sehr komisches Gefühl dabei habe, als ob ich im Traum bin und das alles nicht real ist, dann kommen Bilder hoch von .. ( ich kann es nicht beschreiben ) .. Es fühlt sich an als ob ich in einem Video Spiel wäre .. Dabei fühle ich mich total merkwürdig .. Mein Bauch und meine Arme kribbeln dabei ganz arg als ob ich Achterbahn fahren würde .. Ich bin da nicht ganz bei mir .. Also kann mich nicht konzentrieren oder klar denken dabei.
Von außen fällt es niemandem auf.
Anfangs habe ich es nicht ernst genommen und mir war es ehrlich gesagt peinlich jemanden darauf anzusprechen, weil ich dachte ich werde für verrückt gehalten :D
Aber nun war ich heute beim Arzt und habe ihm das so geschildert! Er hatte anfangs Verdacht auf Schilddrüse da mein Puls auch immer hoch ist und ich letztes Jahr etwas höhere Schilddrüsen werte hatte ... Heute Mittag waren dann die Werte da und es ist alles im top Zustand .. Also fällt die Schilddrüse schon mal weg .. Im Juni habe ich einen Termin zum MRT , da man es sich nicht erklären kann woher das alles kommt ..
Ich habe nun im Internet was von Fokalen Epilepsien und Auren gelesen .. Was meint ihr ?? Kann es damit zusammen hängen oder hat jemand das selbe wie ich?? Mache mir echt total sorgen :( der Termin bis zum MRT dauert noch sooo lange ...

Danke im Voraus ! :-)

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Mirtazapin und Histaminintoleranz kranker Darm kranke Psyche?

Ich habe einige Zeit Mirta 45 mg genommen und super vertragen. Bis Herzstolperer und "Epileptische" Anfälle dazukamen, - abgesetzt

Beim zweitem Mal Mirta gings wieder super, bis Herzstolperer(gelegntlich) und epileptische Anfälle(4,5 mal hintereinander) dazukamen

Die Symptomatik trat immer beim Einschlafen auf, anfangs einmal , dann eingeschlafen. Bis es soweit war,dass ich 5 Mal und öfter entweder diese Herzstolper bzw "Aussetzer" "Krämpfe" oder epileptische Anfälle hatte.Diese epileptischen Anfälle traten generell bei chemischen Medikamenten auf.... wenn sie zu hoch dosiert waren oder sonst was, das jedoch nur beim einschlafen!!

Keine Herzstolperer am Tag sowie keine Anfälle am Tag immer in dem Moment kurz vorm Einschlafen.

Jedenfalls wurde in Laufe der Zeit bei verschiedenen Ärzten

u.a

Fructoseintoleranz und Morbus Crohn festgestellt, hatte desöfteren nach Alkoholmmissbrauch auch ne Akutgastritis (8 Stunden in "Kotzhaltung" vor der Badewanne stehen und denken ich sterbe und immer wieder Würgen, Sodbrennen und Schmerzen)

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in irgendeiner Verbindung mit dem MIrtazapin und dem Histmainproblem bei mir bestehen .. Bzw. mit meinem generellen Darm oder unverträglichkeiten Problem .

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Also nehm ich an, dass irgendwas mit meinen Darm "gewaltig" nicht stimmt das schlägt wiederum auf meine Psyche und auch die Probleme mit dem Medikament Mirta. Oder auch dem Kiffen .

Zudem habe ich auch ne ganze Zeitlang Drogen konsumiert, (Jahre Alkohol sehr sehr viel u.a. täglich , Extasy, MDMA , Speed, Benzodiazepine , Gras, Ja das wars im Grossen und ganzen.)

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Wenn das zusammenhängt, inwiefern kann ich das umgehen ?

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