hashimoto theodoritis blutabnahme

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Hallo lalala2011,

wieso meinst Du, dass Dein Arzt eine falsche Diagnose gestellt hat? Zur Bestimmung einer Hashimoto-Thyreoiditis hat der Arzt mit Sicherheit die Antikörperwerte und/oder einen Ultraschall herangezogen. Die Bestimmung mehrerer Werte ist eigentlich nur zur Diagnose nötwendig, zur Kontrolle nicht mehr. Ich habe es selten erlebt, dass ein Hausarzt eine Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert, denn viele Patienten, die diese haben, haben dennoch erhebliche Probleme, diese Diagnose schriftlich gestellt zu bekommen. Es scheint sogar, als ob Dein Hausarzt ziemlich viel Ahnung hat! Ich kenne das auch anders von Hausärzten.

Eine Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, bei der der Körper die eigene Schilddrüse im Laufe der Zeit zerstört. Dies führt zu einer Unterfunktion.

Die Anfangstherapie mit der Gabe von L-Thyroxin 25 ist normal, denn es sollte immer mit einer niedrigen Dosierung angefangen werden. Dass es Dir mit dem Schilddrüsenhormon zu Beginn schlimmer geht, kann durchaus sein. Die Einstellungsphase benötigt Zeit. Diese kann von einem Vierteljahr bis zu 1,5 Jahren dauern. Gerade bei Hashi (ich kürze das hier mal ab) muss wegen der Zerstörung der Schilddrüse die Dosierung immer wieder angepasst werden. Es sind also regelmäßige Kontrollen notwendig.

Bei den regelmäßigen Kontrollen ist zu beachten, dass Du vor der Blutabnahme morgens keine Schilddrüsentablette einnimmst, da dies die Blutwerte verfälscht. Am besten Du nimmst die SD-Tablette mit zum Arzt und nimmst sie nach der Blutentnahme ein. Bei den Kontrollen müssen natürlich NICHT mehr alle Werte bestimmt werden. Die Schilddrüse wird aufgrund dreier Werte eingestellt: TSH, fT4, fT3. Dein Arzt macht das also schon richtig.

Dennoch würde ich zusätzlich noch einen Endokrinologen mit hinzuziehen, da er der Facharzt ist. Ein guter Endokrinologe kann auch bei weiteren Hormonentgleisungen weiterhelfen, denn auch das kann bei Hashi vorkommen. Wenn Du noch einen Endokrinologen suchst, so gibt es eine von Patienten zusammengestellte Arztliste mit Kommentaren. Du findest die Liste, wenn Du bei Google nach folgenden Suchbegriffen suchst: "Ben's Liste Top Docs".

Bei der von Dir angesprochenen Erkrankung Vitiligo handelt es sich - wie bei Hashimoto-Thyreoiditis - um eine Autoimmunerkrankung. Sie ist durch die Einnahme von Schilddrüsenhormonen (L-Thyroxin) nicht beeinflussbar. Häufig kommt diese Erkrankung jedoch mit einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse vor.

Da Du nach dieser Diagnose viel Informationen benötigst, empfehle ich Dir das Forum: http://www.ht-mb.de/forum/ , Rubrik Hashimoto. Gute Informationen über Hashimoto-Thyreoiditis (auch Autoimmunthyreoiditis oder Schilddrüsenentzündung genannt) kannst Du auch auf den Seiten finden, die Du in Google unter den Stichworten "KIT - Kompetenznetz Immunthyreopathien" findest.

Ich wünsche Dir alles Gute und viele Grüße

Catlyn

Ich würde an Deiner Stelle besser zum Endokrinologen gehen.Er kann sämtliche Tests für die Schilddrüse machen.Er wird Dir auch alles erklären.lg

Zuerst solltest Du Dich mal informieren, wie die Krankheit heißt: Hashimoto Thyreoiditis nämlich.

Einen anderen Arzt zu konsultieren hat noch nie geschadet. Und wo willst Du die Blutabnahme denn machen lassen wenn nicht beim Arzt? Wenn Du einen Anderen konsultierst wird der wohl zwangsläufig die Blutwerte haben wollen und daher eine Blutabnahme vornehmen lassen, die er dann selbst im Labor in Auftrag gibt. Die Blutabnahme wird dann da vermutliche auch die Schwester machen.

Sry hatte grad keine lust nachzugucken. ich meinte ob ich die blutabnahme beim endo oder hausarzt machen soll

Hallo,

Ich finde ja, Catlyn hat das alles perfekt beschrieben und erklärt - Einen Endokrinologen solltest du dir über kurz oder lang eh suchen, denn die können dir noch weiter helfen. Z.B. ist es bei Hashimoto schonmal nützlich, Selen zur Unterstützung zu nehmen - sowas sagt dir dann ein Spazilist. Ultraschall und Kontrastmittel - auch das macht der Spezialist.

Leider dauert das mit der Medikamenteneinstellung eine Weile, es geht nicht von heute auf morgen. Dass dein Arzt bei der niedrigsten Dosierung von 25 mikrogramm angefangen hat, spricht nur für seine Kompetenz - ihr müsst euch jetzt ganz langsam rantasten, das ist ganz normal. Ebenfalls normal, dass es dir nicht sofort besser geht.. Leider dauert das, da kannst du nur geduldig sein und abwarten.

Gute Besserung, Baum

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