Haben die Menschen je näher sie sich am Äquator befinden dunklere Haare?

5 Antworten

Wie so oft passt unser strenges Schubladendenken: wenn Merkmal 1 so ist, dann muss Merkmal 2 so sein, nicht zu den Realitäten in der Natur. Dunkle Haut hat wohl unbestritten bei starker Sonnenstrahlung Vorteile. Sie ist, da sich der Mensch in Afrika entwickelt hat, wohl die ursprüngliche Variante. Sie geht oft einher mit einer starken Einlagerung des in größerer Menge gebildeten dunklen Farbstoffs auch in den Haaren, wo er wohl keine direkte Funktion hat. Aber, eine diesbezügliche Vorschrift gibt es ja in der Natur nicht, und so haben z.B. die australischen Ureinwohner trotz sehr dunkler Haut anscheinend oft einen rötlich- blonden Einschlag in der Haarfarbe. Die Mutation zu heller Hautfarbe, die in Afrika (oder Australien, das probieren die europäischstämmigen Einwohner gerade aus, und haben eine hohe Hautkrebsrate!!) ein Nachteil gewesen wäre, bringt bei wenig Sonne den Vorteil mit sich, dass trotzdem genügend Sonnenlicht für die Bildung von Vitamin D durch die Haut dringt. Wenn das aber so geregelt ist, dass immer noch so viel dunkler Farbstoff wie zuvor in den Haaren eingelagert wird, dann scheint das ja kein Nachteil zu sein und geht eben auch! Übrigens, zumindest die eine Hälfte des Jahres sind die Inuit einer sehr hohen Einstrahlung ausgesetzt (Hohe Tageslänge und zusätzliche Reflexion der Sonnenstrahlen durch den Schnee!) und haben dementsprechend wohl auch eine eher dunkle Haut!

Im Prinzip sind alle Menschen schwarzhaarig. Die einzige Ausnahme dazu sind die Europäer nördlich der Mittelmeerküste, denn deren Vorfahren hatten vor langer Zeit eine Mutation zu hellerer Hautfarbe, und damit verbunden auch hellerem Haar.

Da die Europäer weit rumgereist sind und viele fremde Kontinente kolonisiert haben, findet man heute weltweit Hellhaarige. Manche dieser Gruppen sind schon sehr alt, so werden in der Ilias viele Helden als blondhaarig beschrieben. Damals waren die Griechen noch neu in der Region, aber heute ist blondes Haar unter Griechen selten, weil die Gene dafür rezessiv sind und durch Vermischung mit Asiaten und Afrikanern in den Hintergrund gedrängt werden.

Die dunkle Haarfarbe hat nichts mit der Nähe zum Äquator zu tun,

sondern mit den verschiedenen Menschenrassen.

Negriden und Mongoliden haben fast immer dunkle Haare,

obwohl sich die meisten Mongoliden jenseits vom Äquator befinden.

Nur die Europiden haben verstärkt Individuen mit helleren Haarfarben. 

Ich glaube nicht, dass da irgendwas zusammenhängt.

Auch in D gibt es Menschen mit heller Hautfarbe, die kohlrabenschwarze Haare haben.

Der Körper produziert ein Pigment namens Melanin. Dieses wird in Haut, Haaren und der Iris gebildet. Wenn viel Melanin gebildet wird, dann sind sowohl Haut als auch Haar als auch Auge sehr dunkel. Weltweit bilden die meisten Menschen soviel Melanin, daß sowohl Auge als auch Haar dunkel gefärbt sind, bei der Melanin­produk­tion in der Haut gibt es am meisten Variation (da kann auch kurzfristig mehr pro­du­ziert werden, wenn Du in die Sonne kommst).

Es gibt einen Haufen verschiedener Mutationen, die die Melaninproduktion unter­drücken. Und noch mehr Varianten in den Regelsystemen, die die Genexpression in verschiedenem Gewebe regeln. Daher ist es möglich, daß Melanineinlagerung in verschiedenen Teilen des Körpers in verschiedenem Ausmaß erfolgt. Deshalb gibt es hellhäutige Menschen mit blauen Augen und schwarzem Haar, oder auch braunäugige Blondinen. Die meisten blonden Menschen, die Du auf der Straße siehst, sind allerdings gefärbt. Das sieht man daran, daß es im Straßenbild viel mehr blonde Frauen als blonde Männer gibt (♀ greifen öfter zu H₂O₂).

Menschen, die überhaupt kein Melanin bilden, heißen Albinos, aber das ist selten. Normalerweise hat jeder zumindest ein bißchen davon, deshalb kann jeder außer einem Albino im Solarium braun werden.

Im Detail ist alles viel komplizierter. Im Haar gibt es drei verschiedene Melaninpigmente (rot, braun, schwarz), die natürlich von Mutationen unterschiedlich betroffen sein können. Jeder Mensch hat blaue Augen (genauso wie der Himmel blau ist), aber das sieht man nur wenn sehr wenig Melanin anwesend ist; sonst sind die Augen bernstein- bis schwarzbraun, je nach Menge.

Nein das hat nichts damit zu tun. Es gibt auch Blonde dunkelhäutige. Und in Deutschland gibt es auch jede Haarfarbe zu jeder Hautfarbe. Und wie du sagst, das mit den Inuit ergibt auch keinen Sinn.

Wenn ein dunkelhäutiger blonde Haare hat sind die meist gefärbt.

Wie du schon sagst: „meist“

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