Habe ich Rechte auf Abfindung wegen einer Krankheit?

3 Antworten

Hast Du, als Du noch gearbeitet hast, das Mobbing dem AG und auch (falls vorhanden) dem Betriebs-/Personalrat gemeldet? Wurden die "Mobber" abgemahnt? Hast Du ein "Mobbingtagebuch" geführt? Kann dieses Mobbing nachgewiesen werden?

Es gibt schon Fälle, in denen Mobbingopfer Schadensersatz bzw. Schmerzensgeld gegenüber dem AG haben. Da sind allerdings einige Voraussetzungen zu beachten.

http://www.arbeitsrechtler-in.de/ansprueche-des-arbeitnehmers-wegen-mobbing-durch-den-arbeitgeber-vorgesetzte-oder-kollegen.html

Mit einem Attest Deines Arztes kannst Du i.d.R. kündigen ohne eine Sperre des ALG zu bekommen. Ich würde daher erst einmal abwarten und mich in der Zwischenzeit nach einem anderen AG umschauen. Du solltest für diesen Zweck ein Zwischenzeugnis beim AG anfordern. Der weiß ja jetzt sowieso, dass Du kündigen möchtest.

Ob Deine Anfrage nach einer Abfindung bei Eigenkündigung so clever war, wage ich zu bezweifeln. Du hättest wahrscheinlich größere Chancen gehabt, wenn der AG Dir wegen Langzeitkrankheit gekündigt hätte und Du gegen die Kündigung beim Arbeitsgericht geklagt hättest.

Beim Gütetermin schlägt ein Arbeitsrichter oft eine Abfindung vor. Die beträgt meist ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Daher solltest Du Dir gut überlegen, was Du "verlangen" sollst.

Einen rechtlichen Anspruch auf eine Abfindung bei Eigenkündigung sehe ich hier nicht. Da wäre evtl. nur die Möglichkeit, wie schon gesagt, Schmerzensgeld oder Schadensersatz einzuklagen.

Wenn der AG sich hier auf eine Abfindung einlässt, wird er das sehr wahrscheinlich nur tun, damit es nicht zu einem Kündigungsschutzprozess kommt, falls er Deine Kündigung beabsichtigt wenn Du nicht selbst kündigst. Ich würde die Forderungen daher nicht zu hoch ansetzen.

Ich finde das Vorgehen etwas naiv, aber ich lasse mich gern eines anderen Belehren. Wenn du krankgeschrieben bist, muss der Arbeitgeber 6 Wochen Lohn / Gehalt fortzahlen.

Danach wären für viele Monate Krankengeldzahlung durch die Krankenkasse möglich. In dieser Zeit hättest du die Möglichkeit, dein Leben neu zu ordnen (ggf. Rente beantragen oder eine Reha anstreben).

Für eine Abfindung werden regelmäßig 1/2 Monatsgehalt pro Arbeitsjahr zugrundegelegt. Besondere Umstände könnten das ein wenig erhöhen.

Aber das ist eigentlich eher eine Sache, die bei einer Kündigung durch den Arbeitgeber für den Verlust des Arbeitsplatzes bezahlt würde. Aber die wissen ja jetzt, dass DU das Arbeitsverhältnis beenden willst.

Kannst erstmal schauen, was sie dir antworten. Aber ich wüsste nicht, auf welcher Motivation heraus sie dir eine Abfindung anbieten sollten. Rechtliche Beratung (Arbeitsrecht) täte not. Aber das verzehrt schnell kleine Abfindungen, sofern man sie überhaupt erhält.

Wie Du selbst schreibst, kannst du vielleicht mit dem Arbeitgeber mit meinem Arbeitgeber eine Abfindung auszuhandeln.

Wenn Du allerdings detailliert Mobbing nachweisen kannst, gibt es auch eine andere - steuerlich günstigere - Möglichkeit. Siehe mal hier: http://www.abfindunginfo.de/abfindung-vs-schmerzensgeld.html

leider kann ich nichts nachweisen aber vielen Dank für die Info mein Gespräch findet am Freitag statt und ich hoffe es kommt dabei was gutes raus.

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