Habe ich Hashimoto-Thyreoiditis?

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Hashi gibts mit allen möglichen Symptomen:) Und dieselben Symptome passen auf diverse Krankheiten.

Gute "Chancen" hast Du, wenn Blutsverwandte Hashi haben.

Die Symptompalette reicht von "keine Symptome" bis " arbeitsunfähig", egal ob mit oder ohne Hormontabletten. Denn Hashi ist ja nicht einfach eine Unterfunktion, sondern eine Autoimmunerkrankung. Und Autoimmunerkrankungen neigen leider dazu, sich zu vermehren oder ab und zu woanders zuzuschlagen. Bei mir gehts ab und zu auf die Augen. Diese Komplikation ist aber eher selten. Die meisten plagen sich mit Vitiligo oder Muskelschmerzen rum.

Druckgefühl im Hals kann schon auf Schilddrüse hindeuten. Nicht nur Hashi, auch Zysten und Knoten sind mögliche Ursachen.

Achte bitte unbedingt drauf, dass Ultraschall gemacht wird und die hashitypischen Antikörper gemessen werden! Hausärzte messen meist nur das TSH, aber Hashi kannst Du mit jedem TSH-Wert haben:) Könnte höchstens sein, dass noch keine Unterfunktion vorliegt. Die tritt ja erst ein, wenn die Schilddrüse schon deutlich angegriffen ist. Dennoch kannst Du schon den Zersetzungsprozess an der Schilddrüse bemerken.

Okai, danke für die Information. Ich werde mir das mit den "hashitypischen Antikörpern" einfach mal so aufschreiben und den Arzt darauf ansprechen.

Bin im Internet drauf gestoßen, wegen dem Symptom; Strangulationsgefühl.

da ich das seit einigen Tagen hin und wieder mal verspüre.

auch öfter habe ich sowas wie einen Kloß im Hals ganz schön unangenehm sowas.

Beeinträchtigt diese Krankheit den Betroffenen sehr? (Ist ja noch nichts sicher, wie gesagt informationen dienen auch dem Allgemeinwissen und das ist ja nie was falsches.)

@Anonymus2111

Wie gesagt, die Palette reicht von symptomlos bis erwerbsunfähig. Und wir haben ein höheres Selbstmordrisiko als der Bevölkerungsdurchschnitt^^ Zum einen ergeben sich Probleme aus der Unterfunktion (die kann man meistens mit Hormontabletten in den Griff bekommen) und zum anderen aus dem Immunsystem, das verrückt spielt. Dieses kann man nicht ursächlich behandeln, sondern nur die Symptome lindern oder in einfachen Fällen schlichtweg aussitzen. Den Druck an der Schilddrüse habe ich zum Beispiel trotz Hormonbehandlung immer wieder mal. Na ja, Hashi spielt sich an der Schilddrüse ab - klar, dass man das auch mal merken kann.

Ich persönlich hatte ziemliche Nebenwirkungen, als ich mit den Hormontabletten angefangen habe. Das hielt sich so etwa ein halbes Jahr.

Nun merke ich eigentlich nur noch jedes bis alle 2 Jahre, dass das Immunsystem kaputt ist, weil die Krankheit BEI MIR schubweise auch auf die Augen geht. Hochdramatisch - da kann man blind werden, wenn die Behandlung nicht anschlägt. Bisher hatte ich Glück und habe nur beim ersten Mal 20 Sehprozente dauerhaft eingebüßt, weil ich die Autoimmun-Iritis (so heißt meine Komplikation) mit einer Bindehautentzündung verwechselt und den Arztbesuch verschlafen habe. Künstlerpech ^^ Da bin ich aber die Ausnahme. Ich habe es ja auch geschafft, mit den Hormontabletten zuzunehmen;)

Ich kenne privat 3 weitere Hashis und niemand von ihnen hatte jemals Probleme . In meiner Selbsthilfegruppe hingegen haben wir Leute, die mit Mitte 20 erwerbsunfähig sind, weil sie Panikattacken haben oder ihre Depressionen an ihnen nagen. Ob das ALLES dem Hashi zuzuschreiben ist, bleibt Spekulation. Bewiesen ist ein Zusammenhang eigentlich erst, wenn es in Abhängigkeit mit der Hormonbehandlung mal besser und mal schlechter wird. Schübe sind auch ein spezielles Thema: Die Schilddrüse kann in Schüben zerfallen und dann gibts urplötzlich ne Überfunktion. Sowas hatte ich erst einmal, aber andere haben das alle Nase lang. Und plötzlich schläfst Du nur noch 4 Stunden, hast Herzrasen und verlierst Gewicht (10 kg in 4 Wo! Da hatte ich richtig dolle Angst um mich!).

Wie gesagt: Der Krankheitsverlauf ist NICHT genormt! Meine eine Kollegin hat das schon seit 40 J und ist das blühende Leben.

@xxxBerlinxxx

Was waren das für Nebenwirkungen ?

Okai ich bedanke mich nochmal für die informationen. Also das mit den schlafstörungen ist bei mir auch schon sehr extrem, ich wache nach circa 2 1/2 stunden automatisch auf. Egal was ich versuche wann ich schlafen gehe außer Tagsüber schlafe ich nur 2 1/2 Stunden... Naja dann mal warten was beim Arzt raus kommt.

Liebe Grüße

Anonymus2111

@Anonymus2111

Die Nebenwirkungen sind im Grunde genommen Überfunktionssymptome. Du musst Dir das so vorstellen, dass der Körper über Jahre ein niedriges Hormonlevel gewohnt war und nun ganz plötzlich eine höhere Hormonmenge zur Verfügung hat.

Ich hatte alles außer psychischen Symptomen:) Hoher Ruhepuls (ab 120 aufwärts), hoher Blutdruck, Tinnitus, Nachtschweiß (konnte mein Oberteil auswringen), Schwindelattacken, eine Zeitlang leichte Panikgefühle, Zittern, Schweißausbrüche. Ich kann mich da an einen Tag im Büro erinnern, wo ich im Spaghettitop am geöffneten Fenster stand und draußen minus 20 Grad waren :D

Am unangenehmsten war das Herzrasen. Manchmal saß ich schon morgens mit Puls 140 im Büro, ohne irgendwas gearbeitet zu haben.

Die meisten Nebenwirkungen hielten so etwa bis zu 6 Stunden nach Tabletteneinnahme an. Manches blieb allerdings den ganzen Tag - zum Beispiel meine "heißgeliebten" Schwindelattacken, die ohne Vorwarnung auftraten.

Außerdem habe ich keinen Seefisch vertragen. Jodsalz war auch ganz schlecht. Da ging der Herzschlag noch höher :( Ich vermute, dass das Jod zu einem noch höheren Hormonspiegel geführt hat. Nach ein bis anderthalb Jahren habe ich Fisch dann wieder vertragen.

War ne harte Zeit und leider wird man nur belächelt, weil ja der Hormonspiegel normal ist. Rein objektiv betrachtet ist man ja nicht in der Überfunktion, es fühlt sich nur so an. Meine Fehlzeiten sind ganz schön hochgegangen in diesen Monaten und ich konnte mir das ein oder andere Mal anhören, dass es "psychisch" sein muss. Wohlgemerkt setzten ALLE Symptome mit der Tablettenbehandlung ein und insbesondere morgens nach Einnahme der Hormontablette.

Aber man muss auch sehen, was bei anhaltender Unterfunktion auftritt - ich hatte das Schicksal meiner Mutter immer vor Augen, deren Krankheit nicht erkannt wurde und die über Umwege dran gestorben ist: Sie war so depressiv, dass sie über Jahre mit ihrem Brustkrebs keinen Arzt aufgesucht hat. Schweres Übergewicht trotz nur einer Mahlzeit am Tag, Dauerschwindel, Dauergelenkschmerzen und und und... Das hätte ich auch nicht gewollt. Dann lieber ein paar Monate lang die Zähne zusammenbeißen:)

Übrigens hatten meine Bekannten angabegemäß nie irgendwelche Nebenwirkungen von den Tabletten. Kann also sein, dass ich ein Weichei bin^^

@xxxBerlinxxx

Puh das hört sich echt hart an. Erstmal schön das du es alles heil überstanden hast. Ich werde auf jeden Fall diese Woche noch einen Ultraschall machen lassen.

Danke das du mich so gut aufgeklärt hast.

Lg Anonymus 2111

ich hab selbst hashi und meine tante und 2 omas haben das auch,die symptome habe ich auch gehabt bevor ich dan zum arzt gegangen bin ich nehme jetzt 150mq L-tiroxin

Wenn du eh zum Arzt gehst, warum fragst du dann hier noch? Sollen wir jetzt unsere Kristallkugeln auspacken und dem Arzt, zu dem du gehst, die Diagnose vorweg nehmen? Infos dazu hast du ja bereits einige gefunden, was willst du eigentlich mehr?

Übrigens: im Internet stehen sehr viele Sachen, aber das Internet kann und wird nie eine ordentliche Diagnose eines Arztes ersetzen.

Gute Besserung, Bacchus.

Tut mir leid, falls du mich nicht richtig verstanden hast

Ich möchte mich vor weg etwas informieren. Ist das etwa nicht erlaubt? Vielleicht Betroffene, welche diese Krankheit haben, mir einiges darüber erzählen können.

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