Gibt es spezielle Psychologen für Transsexuelle, oder machen das auch allgemeine Psychologen?

5 Antworten

Also wenn ich es richtig verstanden habe, so wie du dich ausdrückst, ist dein Freund ein Transmann? Mit weiblichem Körper geboren und vom Identitätsgeschlecht männlich? Ansonsten, wenn es sich um eine Transfrau handeln würde, dass heißt, vom körperlichen Geburtsgeschecht männlich, aber vom Identitätsgeschlecht weiblich, hättest du deinen "Freund" hier schon mal schwer diskriminiert! Dann wäre es richtiger Weise nämlich eine Freundin und kein Freund!!! Ansonsten zu deiner Frage: Ja, es müssen spezielle Therapeuten sein, welche die Transperson begleitet. Sie soll die Person auf dem Weg der körperlichen Angleichung begleiten, nicht die Transsexualität behandeln, da man dieses nicht kann, da es, wie hier schon erwähnt, nicht wirklich eine Krankheit ist......aber laut WHO immer noch als eine gesehen wird. Nur eben unbehandelbar ( wen wunderts)

Ein „Muss“ ist es nicht. Aber natürlich hast du recht das Therapeuten die sich schon öfter mit der Materie auseinander gesetzt haben besser sind und einen durch den kompletten Prozess begleiten können.

Um einfach mal mit jemandem darüber zu reden der einen persönlich nicht kennt sollte aber jeder halbwegs gute Therapeut in Frage kommen.

Und ja es ist keine Krankheit. Mich macht es oft traurig das wir im 21 Jahrundert immernoch so rückschrittig sind was das betrifft.

vielleicht hilft es Deinem Freund schon, wenn er mit anderen Betroffenen sich austauschen kann---schau doch ob in Eurer Nähe Treffen stattfinden ...oder Du suchst unter http://www.transgender-net.de/gruppen/ kannst ja mal mit ihm mit gehen.....wünsche Euch weiterhin eine tolle Freundschaft..m.l.G. ;)h

Hallo,

spezielle Kompetenzen durch Gesetzgebung oder Vorgaben der Krankenkassen braucht ein_e Psychologe_in nicht für die Betreuung von Trans* . Jedoch wird ein_e Psychologe_in ohne jegliche Trans* erfahrung kaum helfen können. Denn auch wenn die Idioten der WHO und der deutschen Gesetzgebung leider immer noch von einer Krankheit bei Trans* ausgehen (Stichwort Geschlechtsidentitätsstörung), ist diese keine Krankheit aus medizinischer oder medizinisch-psychologischer Sicht, und schon keinesfalls eine, die behandelt werden kann/muss/darf! Behandelt werden müssen nur mögliche Auswirkungen der Trans* wie z. B. Depressionen, Suizidgefährdung usw.

Trans* selbst, also nicht die möglicherweise aufgetretenen Begleiterscheinungen, bedarf häufig nur einer psychologischen Begleitung, damit die Leute sich selber erkennen und finden. Auch das Akzeptieren der eigenen Trans* ist nicht selten ein Problem, wo ein_e erfahrene Therapeut_in helfen kann. Außerdem verlangen die gesetzlichen Krankenkassen für die meisten Maßnahmen die Trans* betreffend Gutachten, welche nur von Therapeuten_innen mit Erfahrung auf dem Gebiet ausgestellt werden können, weil die Gutachten ganz bestimmte Inhalte (Schlüsselworte) aufweisen müssen.

Leider sind die Therapeuten_innen, welche sich mit Trans* auskennen, sehr wenige. Am ehesten bekommst Du mögliche Anlaufstellen in einer Selbsthilfegruppe in Deiner Umgebung genannt. Wenn Du keine SHG weißt, Freundschaftsanfrage an mich und ich gebe Dir eine Auswahl aus meiner persönlichen Datenbank. Dieses Angebot gilt auch für anderweitige Hilfe, sofern Du oder Dein Freund sie brauchst. Ich bin selber trans* , Aktivistin in dieser Sache und kenne mich daher sehr gut damit aus. Doch gleich vorweg: Die Wartelisten bei geeigneten Psychotherapeuten_innen sind alle ellenlang und Du sowie Dein Freund müsst Euch auf mehrere Monate Wartezeit einstellen.

Gruß Kira-Bianca

Sehr schön ausgeführt. Danke

Da gibt es speziell geschulte Psychotherapeuten, wie zum Beispiel den Dr. Mayenburg. Wende dich doch an den? Der hat mir auch eine Psychotherapeuten in meiner Nähe geraten. Der dürfte deinem Freund gut weiterhelfen ^^

Was soll denn diese Empfehlung eines ganz speziellen Therapeutens? Wenn ich richtig annehme, meinst Du Dr. Bernd Mayenburg im Goethe-Institut, Frankfurt/M.?

Zum Einen ist er Leiter der Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Instituts, hat also mit der Therapie von Erwachsenen nichts zu tun. Und zum Zweiten leben bei Weitem nicht alle rund 82 Mio. Bundesbürger_innen im Raum Frankfurt/M.

Gruß Kira-Bianca

Was möchtest Du wissen?