Gibt es klinische Studien zur Wirksamkeit von ätherischen Ölen (Zimtöl, Oregano-Öl o.ä.) bei Pseudomoas Aeruginosa?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich kenne zwar keine Studien dazu würde mich aber mal an die Ok Apotheke  in Karlsruhe wenden, die sind mit einem Labor verbunden, die sowas austesten und auch mit vielen anderen Bakterien Erfahrungen haben. Dort kann man Ihnen  sicher am besten Auskunft geben.

Beim nachfolgenden Artikel geht es zwar um Scheidenentzündungen, aber das ist sicher der passende Ansprechpartner zu diesem Thema, da das Labor Aromen austestet und dann die beste Erfahrung dazu hat.  

https://www.netzwerk-frauengesundheit.com/aromatherapie-bei-scheidenentzuendungen/. 

Außerdem würde ich mir mal den Artikel über multiresistente Keime aus der Juniausgabe 2016 von Natur& heilen  genauer anschauen. 

https://www.naturundheilen.de/artikel/multiresistente-keime-die-wirksamsten-aetherischen-oele/

Vielleicht haben sie auch eine Bibliothek in der Nähe, die diese Zeitschrift gesammelt hat. 

Aromen sind meist stärker und besser als Antibiotika, da Antibiotika sehr spezifisch gegen einen Keim wirken mit vielen Nebenwirkungen. 

Bestimmte natürliche Aromen haben ein viel breiteres Spektrum und wirken damit viel effektiver. Man muss sie allerdings, das tut aber das Labor der Ok Apotheke , austesten. Möglicherweise hat das Labor dort bereits Erfahrungen mit diesem Keim. ich würde mal nachfragen.

Bei einer Scheidenentzündung mögen solche Stoffe ja hilfreich sein, allerdings handelt es sich dabei gewissermaßen um eine Oberflächenbehandlung in einem definierten und begrenzten Raum. Wie aber würdest du dir eine systemische Anwendung vorstellen? Der Wirkstoff müsste ja in ausreichender Menge tatsächlich in die Körpergewebe verbracht werden. Das kann meines Wissens nur auf dem Blutweg erfolgen.

@Duseltier

Ein Freundin von mir bekam gegen  Staphylokokken das Antibiotikum Levofloxacin danach bekam sie Diabetes (eine Folgeerscheinung diese Mittels ) und ihr gesamtes Körpersystem war am kippen. Ihre Hausärztin musste einige Anstrengungen unternehmen, um den Körper wieder halbwegs in guten Zustand zu bringen. Doch das schlimmste war der Erreger war immer noch da. Darauf hat sie sich an das Labor der Ok Apotheke gewandt bekam Zäpfchen und noch etwas. Jetzt ist der Erreger weg! Das Labor dort hat sehr viel Erfahrung mit solchen Fällen, wo unsere Schulmedizin kapitulieren muss. 

@AngelikaHo

Ein interessanter Fall. Da lohnt es sich wohl auf jeden Fall, am Thema dranzubleiben. Ich selbst, muss ich gestehen, hatte mich mit diesem Aspekt noch nie befasst. Aber scheint ja doch was dran zu sein. Nun ja, man lernt nie aus.....

Vielen Dank für die Tipps mit der OK Apotheke und den Link zu dem interessanten Artikel (die natur & heilen werde ich auch noch auftreiben).  

In dem Artikel geht es um die Desinfektion von Oberflächen, z. B. an medizinischen Gerätschaften, Arbeitsflächen usw. und hierbei genauer gesagt um die Entfernung mikrobieller Biofilme (das sind gewissermaßen fest haftende Bakterienrasen; für das bloße Auge in der Regel unsichtbar). Solche Biofilme trotzen gerne mal der Behandlung mit herkömmlichen Desinfektionsmitteln, weil die Keime sich innerhalb dieses Filmes wie mit einem Surfanzug dagegen schützen. Es scheint aber möglich zu sein, dass diese Anhaftungen mit bestimmten ätherischen Ölen gelöst werden können und die Keime dann durchaus und erfolgreich angreifbar sind.

Mit der Behandlung von Infektionskrankheiten im Organismus hat das allerdings gar nichts zu tun. Hier helfen nur zielgerecht eingesetzte Antibiotika. Es mag durchaus sein, dass solche Öle (ob inhaliert oder eingenommen) eine gewisse unterstützende Wirkung haben, aber mit ihnen alleine kann man keine Heilung bewirken.

Die antibiotische Therapie von Infektionen mit Pseudomonas Aeroginosa ist bekanntermaßen (wegen einiger besonderer Eigenschaften dieses Keimes) oft langwierig und mit Rückschlägen versehen. Dieser Keim tritt häufig in Vergesellschaftung mit Hefepilzen der Gattung Candida auf, was eine üble Mischung ist. Die gleichzeitig bestehende Hefepilzinfektion (eine unschöne Sache, wenn Organe betroffen sind) kann leicht übersehen werden, so dass die Behandlung ins Leere stößt.

Das mit dem Candida Pilz wußte ich noch nicht - vielen Dank, das werde ich weiter recherchieren. 

@derhahnisttot

Ja, das ist wohl selbst in Medizinerkreisen nicht unbedingt Standardwissen. Uns wurde das allerdings im Studium explizit eingebläut und es hat sich auch fast immer bewahrheitet. Ich kann mich an den Fall eines Studienfreundes erinnern, der mit einer Pseudomonasinfektion wochenlang im Krankenhaus lag. Dieser Freund ließ sich dann seine alten Vorlesungsmitschriften ins Krankenhaus bringen und hat seine behandelnden Ärzte darauf aufmerksam gemacht. Und siehe da: Seine Genesung machte aufgrund der erweiterten Therapie schnelle Fortschritte.

Hab ich noch nie von gehört.

Wie sollen die Öle denn überhaupt an den Infektionsort gelangen? Oder meinst du einen systemischen Einsatz?

Durch Einnahme, Inhalation usw. - wie genau, weiss ich auch nicht, aber da es von Studien wie dieser https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3346404/ eine Vielzahl gibt (z.B. auch von der Uni Heidelberg), muss doch irgendwer das schonmal in der Praxis erforscht haben. Aber ich finde dazu eben nichts. 

Wenn es kliinische Studien für etwas gibt, sind sie von Pharmafirmen die sich Heilmittel aneignen wollen, und per se nicht ganz koscher, da diese Firmen immer auf Gewinn aus sind.


Wow. Auf welchen wissenschaftsfeindlichen Webseiten hast Du denn diesen Unsinn aufgeschnappt?

Erst einmal ist es falsch, dass pauschal alle Studien, die von den Herstellern finanziert werden "nicht ganz koscher" seien. Denn realistisch betrachtet möchten sich Hersteller keineswegs  leisten, in Medikament auf den Markt zu bringen, das ernste Nebenwirkungen verursacht, die in Studien nicht aufgefallen sind. Das kann sehr viel teurer werden als die Studie sauber durchzuführen. 

Zweitens ist es falsch, dass alle medizinischen Studien von den Herstellern finanziert würden.  Wir haben sowohl international (Cochrane) als auch national (Institut für Qualitätssicherung im Gesundheitswesen) sehr gute unabhängige Institutionen, die auf die Studienqualität schauen. 

Denn das vergessen derartige antiwissenschaftlichen Hetzer immer gerne: Auch wenn sie selber eine schlechte Studie von einer guten nicht unterscheiden könnten - Fachleute können das. 

Wozu? sie helfen seit Jahrzehnten.Krebs kann man damit aber nicht heilen.

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