Gibt es für diese Verhaltensauffälligkeit einen Fachbegriff?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo Obermenzing,ich fürchte, außer mit Vermutungen wird sich hier niemand zu Deiner Frage äußern KÖNNEN, da niemand von uns die Vorgeschichte dieser Person kennt. Was Du beschreibst, sind – wie Du ja selbst schreibst – nur die Symptome. Diese Symptome können aber bei verschiedenen Persönlichkeits- und/oder Verhaltensstörungen in Erscheinung treten. Ohne entsprechende Anamnese ist es einfach nicht möglich, das Krankheitsbild, das dahinter steht, zu benennen.

In einem Deiner Kommentare las ich, dass es sich um eine/n Mitarbeiter/in von Dir handelt. Was Du tun kannst, hängt wohl maßgeblich davon ab, wie Dein Verhältnis zu dieser Person ist. Als Chef wirst Du möglicher Weise nicht DEN engen Kontakt haben, der für ein tiefergehendes, vor allem aber offenes und persönliches Gespräch nötig wäre; vor allem wäre es mit einem Gespräch alleine auch nicht getan, um die Hintergründe herausfiltern zu können.

Die Frage ist, wie viel Dir an dieser/m Mitarbeiter/in liegt. Ist es für Dich nur ein/e Mitarbeiter/in von vielen, von dem/der Du nichts anderes, als ein vernünftiges Auftreten, ordentliche Arbeitsergebnisse und einen einwandfreien kollegialen Umgang erwartest, dann wäre ein klares Chef-Mitarbeiter-Gespräch vonnöten, wo Du das Verhalten kritisierst und Änderung forderst, notfalls in Form einer (schriftlichen) Abmahnung.

Liegt Dir aber etwas an diesem Menschen und möchtest Du ihm helfen, dann halte ich den Tipp von Cuirlse für eine gute Idee, diese/n Mitarbeiter/in im Rahmen ihrer/seiner Tätigkeit zu einem „Coaching“ zu schicken. Je nach Tätigkeit dieser Person könnte u. U. schon ein ganz normales Rhetorik-Seminar oder etwas mit Schwerpunkt Gesprächsführung ausreichen. In derartigen Seminaren geht es auch immer um die Reflexion des eigenen Verhaltens und der eigenen Außenwirkung. Vielleicht könnte das ein erster Schritt sein, um überhaupt ein Bewusstsein dafür zu schaffen, DASS es bei dieser Person ein Missverhältnis zwischen auslösender Situation und Wahrnehmung/Reaktion gibt, um darüber dann einen tiefergehenden Ansatz zu finden.

Ich danke dir sehr für deine Mühe und lange Ausführung. Daraus lese ich Erfahrung. Danke!

Ich selbst bin nicht die Chefin, verlasse sogar das Unternehmen wegen der Frau die ich da beschreibe.

Dennoch wollen wir ihr helfen, sind allerdings ihr Verhalten sehr satt.

Die ehemals super Stimmung ist dahin.

Habe schon einen neuen Job gefunden.

Der eigentliche Manager sitzt in Paris..... ich denke, dass man sie eher ersetzen denn coachen wird :-(

@obermenzing

Nun gut, dann hast Du für Dich ja zumindest schon eine Lösung gefunden. Schade ist es trotzdem, dass dieser Schritt nötig wurde.

Wenn die Firmenleitung eine solche Mitarbeiterin lieber ersetzt, als coacht, kann ich das auf unternehmerischer Sicht absolut nachvollziehen, denn solches Personal ist natürlich auch geschäftsschädigend.

Wenn Ihr – Deine Kollegin und Du – ihr aber dennoch helfen wollte, werdet Ihr einen langen Atem haben müssen, denn die Nachhaltigkeit dieses Verhaltens scheint mir doch sehr groß zu sein. Wenn Euer Verhältnis zueinander nicht auch in einem privaten Rahmen besteht, sehe ich kaum eine Chance, so nah an sie heranzukommen, dass Ihr ihr überhaupt helfen könnt. Allein der Hinweis darauf, dass Du wegen IHR dieses Geschäft verlässt, wird sie nicht zum Reflektieren bewegen (können). Bei rein geschäftlichem Kontakt wird Euch kaum etwas anderes übrig bleiben, als in die Offensive zu gehen. Sagt ihr unmissverständlich, dass sie sich um diesen Job bringen wird, wenn sie ihr Verhalten nicht nachhaltig ändern sollte, da sie für ein Geschäft dieser Art vom Chef zwangsläufig als untragbar eingestuft werden wird. Fragt sie in einem angemessenen Rahmen (außerhalb des Geschäfts), was ihrer Meinung nach ursächlich ist für ihr Verhaltensmuster. Mehr könnt Ihr – fürchte ich – unter den gegebenen Umständen nicht tun, es sei denn, Ihr wäret auch freundschaftlich miteinander verbunden, was ich aber nach Deinen Schilderungen nicht glaube.

Danke sehr! Ich werde morgen mit ihr sprechen und einige dinge erwähnen.

Sie ist schon so weit gegangen sich verbal über mein kind auszulassen. Negativ versteht sich.

@obermenzing

Auf dieser Basis schließt sich ein freundschaftliches Verhältnis dann wohl gänzlich aus. Schade, dass manche Menschen nicht erkennen, wie sehr sie nicht nur anderen, sondern auch sich selbst im Wege stehen...

Herzlichen Dank fürs Sternchen! ;-)

Geht iwie Richtung paranoide Komplexe  .. weiß nicht ob es diesen Ausdruck gibt, aber beides kann eine Krankheit sein. Wie stark die Symptome bei dieser Person sind kann ich allerdings durch den PC hindurch ja leider nicht feststellen. Komplexe hat die Person auf jeden Fall, da sie um jeden Preis die eigenen Fehler vertuschen will und anderen zutraut ihr Schaden zuführen zu wollen. 

Allerdings kann es einfach nur eine normale Person sein. Jeder Mensch hat ja iwie ne Macke ..

Das Verhalten der beschrieben Person war stets auffällig. Seit einem Jahr sehr verstärkt, sodas sogar aussenstehenden Personen es direkt auffällt.


dazu kommt ein extrem niedriges Selbstwertgefühl, Neid auf "das Glück" anderer Menschen, Missgunst bis zum Hass

Sie fängt an zu lispeln wenn sie etwas süss findet und redet in Babysprache. Wenn ich darauf anspreche sagt sie, dass würde ich mir einbilden.

Sie hat schon mal den Akzent einer französischen Kundin nachgemacht, sodass diese entnervt den Laden verlassen hat.

Wenn Privatpersonen das Geschäft betreten die mich oder die Chefin kennen verhält sie sich extremste devot und kriecherisch und kaum ist die Person ausser Sicht spricht sie umgehend negativ und bösartig. Nicht laut genug Guten tag gesagt, warum der mich nicht angeguckt, was soll dies, was soll das? wieso????

Das Verhalten zeigt deutliche Anzeichen einer Persönlichkeitsstörung. In welche Richtung diese Persönlichkeitsstörung geht ist mir nicht ersichtlich bzw. geht in viele verschiedene Richtungen. Ob eine oder mehrere Störungen der Persönlichkeit vorliegen, lässt sich nur mit Hilfe eines Tests bestimmen.

Was macht man als Chef mit so einer Person?

@obermenzing

Sehr gute Frage! Hast du Möglichkeiten die Person in ein Coaching zu stecken? Ein weitere Möglichkeit wäre, dass du mit der betreffenden Person ein Gespräch führst. In diesem zeigst du ihm auf, dass dir sein Verhalten negativ aufstößt und er dringend daran arbeiten musst, ansonsten müssen Konsequenzen folgen. zusätzlich würde ich ihm Hilfe bei der Bewältigung dieser Eigenschaften anbieten, so dass er in keinem Fall alleine dasteht. Um welches Berufsfeld geht es denn?

@Cuirlse

ich selbst bin nicht der Chef. Ich werde sogar das Unternehmen verlassen weil ich diese Frau nimmer aushalte. Es ist eine kleine Edelboutique in der wir zu 3 arbeiten.

@obermenzing

Ach herrje. Gerade in einer Boutique ist ein solches Verhalten sehr schwierig. Kommt man denn gar nicht an die Frau ran?

Kann es sein, dass sich hier jeder Ahnungslose berufen fühlt, eine Diagnose zu stellen? Wie kommt ihr dazu? Psych.Unterricht in der Schule sollte man verbieten. Es kommt nur Mist dabei raus.

Mir helfen manche antworten da sie mich auf die lösung beingen. Sogar deine antwort hilft mir.

Wow, das hört sich nach meinem Vater an O.o

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