Geistige Behinderung, was macht das Gehirn falsch?

5 Antworten

Menschen, denen das Problem, das sie für andere Menschen darstellen, erst gar nicht bewußt wird, weil sie so schwer behindert sind, können sich nicht helfen, um sich im Leben zurechtzufinden, d.h. ihr Bewußtsein konnte sich nicht wirklich entwickeln.

Im antiken Rom galten Kinder erst dann als Menschen, wenn sie sprechen konnten. Die Römer entsorgten rücksichtslos ihre Babys, wenn sie sie nicht wollten oder sichtbar nicht der normaler Weise zu erwartenden Entwicklung entsprachen.

Wir haben heute eine andere Einstellung zum Leben und werden jeden geborenen Menschen betreuen und pflegen, wenn er dessen bedarf. Behinderte Menschen erscheinen deshalb heute so freundlich, weil man sie mit Freundlichkeit und Nachsicht behandelt und ihnen kaum etwas von der Bösartigkeit der Konflikte unter normalen Menschen vermittelt, dies nicht nur, weil Behinderte nichts verstehen.

Dabei können wir aber kaum den Kindern helfen und eine gute Entwicklung und Perspektive garantieren, die für normal gelten. Fast jeder Mensch weist auch eine kleine Abweichung von der Norm auf und damit klar zu kommen, ist oft schon schwer für die Betroffenen. Ein Kind, das schielt z.B., wird es oft nicht leicht haben und wird oft von anderen abgelehnt.

Die Entwicklung der pränatalen Diagnostik schafft die Möglichkeit, wenigstens die zu erwartenden genetisch bedingten Behinderungen zu vermeiden. Wer keine gesunden Kinder zur Welt bringen kann, sollte auf das Gebären verzichten bzw. ein Kind adoptieren.

Allein, die Menschen zu betreuen und zu pflegen, die nach der Geburt einen Unfall erlitten und daraufhin geistig behindert blieben, kostet einen riesigen Aufwand, den die Angehörigen oft gar nicht mehr bewältigen können und der dann an der Gesellschaft hängenbleibt.   

 - (Gesundheit und Medizin, Psychologie, Arzt)

Zu Deiner letzten Frage: Als Hitler an der Macht war, war sein Ziel alle behinderten Menschen auszulöschen. Das ist ein wichtiger Grund, Behinderten eine Chance zu geben!

Wo es bei einem behinderten Menschen "hakt", kann sehr individuell sein. Es gibt etliche verschiedene Ursachen, warum ein Mensch behindert ist! Ich denke, unsere Medizin ist noch nicht so weit, alles zu erkennen - geschweige denn, Abhilfe zu schaffen.

Und das ist in meinem Augen auch gar nicht nötig! Denn ich kenne mindestens eine behinderte Person, die sich selbst nicht als behindert sieht. Sie wurde nämlich seit ihrer Kindheit so akzeptiert wie sie nun mal ist: Man hat Rücksicht genommen. Und das wünsche ich mir an sich für alle behinderten Menschen: Dass man sie akzeptiert wie sie sind! Wir ticken eh alle ein wenig anders. Ich finde, da verschwimmen die Grenzen oft - was normal ist und was nicht. Ich plädiere ganz groß dafür, einen Menschen genauer anzusehen - und damit meine ich nicht das Äußere! Menschen zu degradieren ist für mich ein absolutes No-Go! Jeder - finde ich - hat das Recht auf Leben; und zwar ein menschenwürdiges Leben. Mit Akzeptanz. Und da wären wir wieder bei Deiner letzten Frage, warum man solche Menschen auf die Welt bringt.

Bitte.. Diese Gleichmacherei geht absolut gar nicht. Es geht hier um Menschen die ein Leben lang auf Betreuung angewiesen sind. Menschen die kein Selbstständiges Leben führen können, in Heimen ihr Dasein fristen usw.

Du tust so als gäbe es hinsichltich Lebenserwartung, Selbstbestimmung (immer wichtig um ein Glückliches Leben zu führen, denn wie man lebt, wo man lebt etc bestimmt man selbst), Eigenständigkeit, Berufstätigkeit, Umfeld (kann ich eine Familie gründen als Behinderte, fühle ich mich einsam weil meine Familie mich selten besucht in der Einrichtung usw) keinerlei Unterschiede. All diese Dinge, dich ich jetzt mal grob aufgezählt habe, das geht natürlich noch genauer, sind unheimlich wichtig. Eltern wollen im übrigen auch ein gesundes Kind.

9/10 Kinder mit Down Syndrom werden abgetrieben, ich gehe nicht davon aus das es sich bei allen Eltern um Selbstbezogene Egoisten handelt.. Nein. Es ist der natürliche Wunsch ein Kind groß zu ziehen das irgendwann Selbstständig wird. Man muss ehrlich zu sich sein.. Will man sein Leben lang für dieses Kind sorgen? Das ist ein Fulltime Job - kann man sich das leisten? Was wenn die Eltern sterben, in welche Einrichtugn wird dieses Kind gegeben usw

Es macht einen gewaltigen Unterschied ob man Behindert ist oder ob man es nicht ist.

@ninanewpart3

Ich bin geschockt!! Ich stehe neben mir! Ich kann nur inständig hoffen, dass Du eine Einzelperson bist, was Dein Denken angeht!! Ich selbst bin die Mutter der behinderten Person, die ich in meinem Beitrag geschildert habe! Und ich bin froh, dass ICH die Mutter der Person bin!! Ich ... mir fehlen die Worte! Ich liebe mein "Kind" - sie ist 24 Jahre alt. Ich möchte auf keinen Fall auf meine Tochter verzichten!! Ich kann Dich in keinster Weise nachvollziehen!!!!! Ich verurteile Dein Denken von Grund auf!

@AriZona04

Warum denn? Es ist doch so das Eltern sich überlegen müssen wohin mit diesem Kind wenn man selbst stirbt und dieses Kind Betreuung braucht. Was geschieht dann mit diesem Behinderten Kind? Werden die Leute die mein Kind betreuen so behutsam und Liebevoll mit meinem Kind umgehen? Wie wird mein Behindertes Kkind meinen Verlust verkraften und wie wird es damit umgehen plötzlich nicht mehr zuhause zu wohnen sondern in einer Einrichtung..

Du tust grad so als hättest du dir diese Fragen nie gestellt. Und Du hast ein Behindertes Kind.. smh

@ninanewpart3

Was bedeutet smh? Ich lebe jetzt! Die Diagnose meines Kindes kam recht spät. Soll ich es jetzt lieber umbringen? Wäre das in Deinen Augen richtiger? 😳 Hast Du jemals mit Behinderen näher zu tun gehabt? Ja? Das kann ich mir nicht vorstellen, dass Dir jemand ans Herz gewachsen ist. Du klingst eiskalt und grausam. Ich bin froh, dass Du nicht die Mutter meines Kindes bist. Wer sich um mein Kind später kümmern wird, wird sich ergeben. Logisch. Das ist jetzt irrelevant! Selbst, wenn ich jemanden finden würde - jetzt - und die Person stirbt bald, ist der Gedanke völlig agwegig, ihn jetzt schon ins Auge zu fassen. Du lebst nicht in der Realität!

@AriZona04

Ja du lebst jetzt - und Du hast keinerlei Planung getroffen für den Fall das Du stirbst und was dann mit deinem Kind geschieht? Das ist irrelevant.. Wenn ein Kind behindert ist, ist es nicht "irrelevant".

Du wirfst mir Kälte vor, sprichst aber im selben Atemzug davon das es egal ist wer sich nach deinem Tod um dein Kind kümmert. Wow, dein Kind ist dir mal wichtig was.

@ninanewpart3

Gut, dass Du Dir Gedanken darüber machst, was in mir vorgeht - dann hab ich ja mein Ziel erreicht! Zu Deinem letzten Kommentar: Lies noch einmal gaaanz genau meinen letzten Kommentar - dann kannst Du Dir Deine Fragen selbst beantworten.

@AriZona04

Wer sich um mein Kind später kümmern wird, wird sich ergeben.

Selten so einen emotionslosen Kommentar gelesen. Wahrscheinlich erfindest du das alles, ich kann und will mir nicht vorstellen das einem das eigenen behinderten Kind so gleichgültig ist.

Wird sich schon ergeben... Wow wie kalt kann man sein.

Ich rate dir kümmere dich um dein Behindertes Kind. Du hast es auf die Welt gebracht also kümmere dich drum. Es war deine Entscheidung. Warum du dich dafür entschieden hast weiß nur du, aber instrumentalisiere es nicht um Mitleid zu erhalten.

@ninanewpart3

Selten so einen Mist gelesen! Ich hoffe, es geht Dir gut.

Hast du schon mal ernsthaft mit geistig behinderten Menschen zu tun gehabt? Es ist nicht wichtig ob ein Mensch die Symbole bestimmten Begriffen zuordnen kann oder eine Zahlenfolge erinnern kann. Die angeblich normalen Menschen können so viel von geistig behinderten Menschen lernen.

Ich danke Dir von Herzen für diese Aussage!!

"Geistige Behinderung, was ist da falsch?" ist eine extrem dumme Frage. Weil es Milliarden von Behinderungen gibt, die alle komplett anders funktionieren. Die Frage ist, wie wenn du fragst "Krankheit, was ist da falsch?" Weil, da fallen virale Erkältungen drunter, aber genauso Blutkrebs. Und die haben fast nichts gemeinsam, außer, dass es Krankheiten sind.

Manchmal ist das Gehirn zu klein oder es gibt zu wenige Verbindungen von Natur aus. Manchmal sind die Synapsen beschädigt. Manchmal war alles okay, und durch einen Unfall sind Teile des Gehirns abgestorben. Manchmal ist es genetisch, manchmal traumatisch, manchmal psychisch.

Warum man Menschen mit geistiger Behinderung eine Chance gibt? Weil die meisten Behinderungen, auch geistige, erst nach oder bei der Geburt überhaupt entstehen. ZB ist Sauerstoffmangel bei der Geburt viel häufiger. Oder, die Eltern sind selbst dran schuld- Siehe Fetales Alkoholsyndrom. Und, vielleicht ist es noch halbwegs akzeptabel, einen behinderten Embryo abzutreiben- aber ein 3jähriges, dass durch eine Gehirnerschütterung nach einem Sturz eine geistige Behinderung hat, kann man nicht mehr einfach umbringen. Und selbst, wenn die Diagnose kurz nach der Geburt kommt, ist das schon zu spät für ein "Brauchen wir nicht, lass mal töten".
Ein erneuter Versuch ist irgendwie auch schlecht ausgedrückt. Wenn man bereits ein Kind mit einer (geistigen) Behinderung geboren hat, dann ist die Wahrscheinlichkeit da, dass das nächste auch wieder betroffen ist. Grade, wenn man selbst dran schuld ist, oder das Alter erreicht hat, indem die Wahrscheinlichkeit für alle Krankheiten bei Kindern steigen.
Außerdem ist ein behindertes Kind nicht nur Arbeit. Auch Behinderte können ein glückliches, mehr oder weniger selbstständiges Leben führen. Nehmen wir doch dein Beispiel Down-Syndrom: Ja, es gibt Kinder mit Down Syndrom, die nicht mal sprechen. Es gibt aber auch welche, die auf ganz normale Schulen gehen und ganz normale Berufe erlernen. Und den Großteil in der Mitte, der sprechen und rechnen kann, sich alleine wäscht und anzieht, einen Beruf ausübt- wenn auch vielleicht in einer Behindertenwerkstatt- heiratet und fast so lange lebt wie gesunde Leute. Nur aufgrund von einem extra Chromosom kann man nicht darüber entscheiden, wie sinnvoll und wichtig das Leben dieser Person wird.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ausbildung als MTLA

Ich danke Dir von Herzen für diesen Beitrag!

Wer definiert "geistige Behinderung"? Doch nur diejenigen, die sich für "geistig gesund" halten? Vielleicht sind ja wir die Kranken...?

Btw...von was sprechen wir hier? Es gibt genügend Menschen mit geistigen Handicaps, die genauso arbeiten gehen, Ausbildungen machen, studieren etc., wie Menschen ohne den berüchtigen ICD-10 F70.
Und eines haben diese Menschen den angeblich "geistig *Normalen*" voraus: Sie sind zumeist freundlich, höflich, rücksichtsvoll und zuvorkommend...das, was "uns" heute nahezu komplett fehlt.

Vielleicht mal ein paar Insititutionen besuchen, in denen Menschen mit Handicaps arbeiten...in Hamburg gibt es einen Supermarkt, Bäckereien, Hotels...in jeder anderen größeren Stadt auch. Dort kann man sich davon überzeugen, dass solche Menschen eine Chance verdient haben.

Wir haben hier in der Nachbarschaft ein Mädel mit Trisomie 21, sie studiert erfolgreich Sprachen...

Da gibt es ganz andere, denen man eigentlich die Chance im Nachhinein verwehren sollte...

Ich danke Dir von Herzen für diesen Beitrag!

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