Geburt einleiten- Erfahrungen?!

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also ich möchte jetzt mal ne Lanze FÜR´s Einleiten brechen :-)

die Geburt meines ersten Sohnes musste eingeleitet werden (medizinischer Grund). Ich hatte vorher große Angst und viele Fragen. Zunächst hab ich natürlich alles ausprobiert, was man zu Hause so machen kann. Da wurde ja auch schon einiges genannt. Allerdings alles ohne Erfolg. Der Muttermund blieb zu - das Baby oben. Keine Wehen.

Dann kam ich ins KH. Dort wurde ich genauestens untersucht. Dann bekam ich einen Wehen-Cocktail. Der kann eine Geburt auch auf natürliche Weise anstoßen. Es ist eine Mischung aus Aprikosensaft, Eisenkraut, Mandelmus, Sekt und Rhizinusöl. Schmeckt genau so, wie es sich anhört lach Erfolg bei mir: gleich null.

Ich bin dann über Nacht im KH geblieben, mein Mann konnte gleich bei mir bleiben und wir haben das Familienzimmer bezogen. Am nächsten Morgen wurde um 9:00 eine Tablette an den Muttermund gelegt, die die Geburt einleiten sollte. Ab da wurde ich regelmäßig ans CTG gehängt, um zu sehen, ob Wehen auftauchen. Die ersten Stunden tat sich gar nix. Ich konnte ganz normal mit meinem Mann im Zimmer bleiben oder spazieren gehen, wie wir wollten. Ich konnte auch noch Mittag essen. Um 12:30 fingen die Wehen an. Sehr deutlich, sehr regelmäßig. Jedenfalls nicht so, dass man da was verpassen konnte.

Um 14:30 war ich im Kreißsaal. Und um 17:20 war unser Großer da. Putzmunter und gesund. Es war eine ganz normale Geburt - keinerlei Komplikationen.

Für eine erste Geburt ist es von "Muttermund zu, Baby noch nicht im Becken" bis zu "Herzlichen Glückwunsch, Sie haben einen Sohn" mit gerade mal 5 h sehr schnell. Es war auch wirklich kein Spaziergang. 5 h lang alle 1-2 Minuten Wehen ist nicht angenehm. Aber das ist eine Geburt eben nie.

Lass dich also nicht verrückt machen von Horror-Geschichten. Wenn die Einleitung sein MUSS, dann freu dich auf dein Baby und denk nicht über alle möglichen Komplikationen nach :-) Wenn sie nicht sein muss, dann warte ab. Denn natürlich leitet man nur ein, wenn´s gute Gründe gibt. Die Geschichten, dass die Klinik partout einleiten will, weil sie dann mehr verdienen, kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Vielleicht seid ihr alle in den falschen Kliniken gelandet? Bei uns haben die alles gemacht, um ne normale Geburt zu ermöglichen - ohne Einleitung. Die Medizinische Keule wurde nur ausgepackt, als es unbedingt nötig war.

Danke für deine ausführliche Antwort :)

Ich denke, ich werde mal schauen was die Ärzte sagen... Ich meine, wenn man sich nicht auf das verlassen kann was die sagen, auf was dann?! Und ich habe wirklich nicht das Gefühl das in dieser Klinik irgendwas gemacht wird, was nicht notwendig ist nur um Geld zu machen.

Ich hoffe nur das alles gut geht...

@TheDesilein

ich wünsche dir eine komplikationslose Geburt (eingeleitet oder nicht) und alles Gute! Genießt die Zeit mit eurem Zwerg :-)

Hallo TheDesilein,

wir kennen Deine genaue Situation und die Untersuchungsbefunde nicht.

Allerdings: im Schnitt werden heutzutage leider viel zu viele und viel zu frühe Einleitungen gemacht! Warum? An einer Einleitung verdienen die Krankenhäuser mehr, als an einer normalen, komplikationslosen Geburt. Und außerdem wenn es irgend einen klitzekleinen Grund gab zum Einleiten und es wurde nicht gemacht und etwas ging schief, dann könntest Du ja die Ärzte verklagen. Wenn es allerdings ohne Not eingeleitet wurde ist das Risiko dass etwas schief geht höher!

Ich will Dir keine Ängste machen, aber bei eingeleiteten Geburten ist das Risiko für Komplikationen (Notkaiserschnitt, Saugglocken- oder Zangengeburt, Dammschnitt, Dammriss, Komplikationen beim Kind wie z.B. Anpassungsstörung, Atemprobleme, Sauerstoffmangel und postnatale Depressionen) höher als bei einer normalen Geburt. Außerdem werden die Wehen bei Eileitung im Schnitt als schmerzhafter empfunden und muss mehr Schmerzmittel oder häufiger PDA gegeben werden.

Natürlich gibt es auch eingeleitete Geburten, die sehr gut laufen und es gibt auch Situationen wo man nicht anders kann als einzuleiten und die Risiken in Kauf zu nehmen.

5 Tage über dem Termin beim ersten Kind ist VÖLLIG NORMAL!!! Kein Grund das Kind "rauszuprügeln". Die Tatsache dass Du schon Wehen hattest zeigt, dass Dein Körper prinzipiell bereit ist. Vielleicht fehlen nur noch ein paar Tage Geduld.

Wenn Du erst einmal im Krankenhaus bist (mit der Einweisung zur Geburtsplanung), dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Ärzte so viel wie möglich machen - erstens weil es dafür Geld gibt, zweitens FÜR SICH sicher gehen wollen.

Meine Tips: Such Dir ein naturheilkundliches oder antroposophisches Krankenhaus, die sind in der Regel "geduldiger" und haben mehr Interesse an natürlicher Geburtshilfe statt unnatürlicher Geburtsmedizin.

Gibt es einen medizinischen Grund zur Einleitung (z.B. schlechte Herztöne, körperliche Beschwerden, Infektion o.ä)? - falls nicht übe Geduld und lass dem Kind die Zeit die es braucht!

Versuche natürliche Methoden zur Geburtsanregung wie z.B. Himbeerblättertee, Akupunktur, Sport, Sex, Essen mit Curry und Zimt, Tanzen, Gymnastik etc. Hast Du eine Hebamme? Die kann vielleicht weiterhelfen und beraten.

Sprich mit Deinem Kind, versuche in Dich reinzuhören. Vielleicht ist das Kind noch nicht bereit. Vielleicht braucht es noch ein bischen Zeit um sich in Startposition zu bringen.

Das Kind und Dein Körper wissen am Besten, wann der richtige Zeitpunkt für die Geburt ist. Nicht die Ärzte und ihre Maschinen!

Solange alles normal ist, brauchst Du keine Ärzte und keine Medikamente. Wenn es irgendwelche Komplikationen und Beschwerden gibt, kann man immernoch darauf zurück greifen.

LG und alles Gute für die Geburt! Hourriyah

Dh ! Perfekte Antwort - ich wünschte, ich hätte so einen Rat früher mal bekommen...

Hallo

Danke für deine ausführliche Antwort.

Ich muss dazu sagen, ich habe schon alles versucht um die Wehen weiter in Schwung zu bringen, viel Bewegung, Sex, Himbeerblättertee und heiß baden....aber nichts passiert. Die Herztöne sind eigentlich völlig in Ordnung, waren zwischendurch mal ein wenig hoch (habe aber auch zu wenig getrunken) :/ Jetzt habe ich auch einen erhöhten Wert von Eiweiß im Urin.... Es hat zwar niemand zu mir gesagt dass dies bedenklich ist, aber besonders gut ist es vermutlich auch nicht.

Das Baby liegt schon richtig tief im Becken und hat ne super Position eingenommen, die Ärzte und auch meine Hebamme haben sich schon gewundert wieso es einfach nicht rauskommen will...Der Muttermund will eben einfach nicht aufgehen.

Meine Hebamme arbeitet in dem Krankenhaus in dem ich entbinden werde und in diesem Krankenhaus wird nach 7 Tagen eingeleitet, auch weil das Risiko für eine SS Vergiftung sonst zu hoch wird...So sagen es die Ärzte jedenfalls. Der Grund warum ich in dieses Krankenhaus gehen wollte ist, das dort gleich nebendran eine Kinderklinik ist.

@TheDesilein

Hallo TheDesilein,

Vielleicht fehlen dem Baby einfach noch ein paar Tage. Das Baby kennt ja den errechneten Geburtstermin nicht, es kommt raus, wenn es bereit ist ;)

Zwischendurch mal hohe Herztöne ist ganz normal, besonders wenn Du nicht genug getrunken hast. Darauf solltest Du achten.

Eiweis im Urin ist nicht "schön", solange die anderen Werte aber ok sind und Du keine Beschwerden hast (starkte Ödeme, Schmerzen im rechten Oberbauch) ist es kein Grund die Geburt einzuleiten. Am Besten viel trinken und den Wert noch einmal kontrollieren lassen.

Arbeitet Deine Hebamme dort nach Schicht oder wird sie bei der Geburt dabei sein?

Wenn eine Kinderklinik nebendran ist musst Du noch aufpassen, dass sie Dir Dein Kind nicht grundlos wegnehmen! Kinderintensivbetten sind teuer! Daher ist es für die Kliniken wichtig, dass sie gut belegt sind. Wenn die Betten leer stehen nimmt man gerne mal ein Neugeborenes, das nur ein bischen schwächelt, obwohl es auf der Brust seiner Mutter am allerbesten aufgehoben wäre! (wissenschaftlich bewiesen: Neugeborene mit Anpassungsschwierigkeiten erholen sich am Besten auf Mamas Brust). Falls so etwas drohen sollte sprich mit den erfahrenen Kinderschwestern und frag, was sie mit ihrem eigenen Kind/Enkelkind machen würden. Dann bekommst Du oft einen guten Tip.

Optimal für die Klinik wäre aus finanzieller Sicht: Eingeleitete Geburt mit Notkaiserschnitt, Neugeborenes mit Anpassungsstörung auf die Kinderintensivstation. Daran verdient das Krankenhaus ein VIELFACHES als an einer Normalgeburt ohne Komplikationen, Kind gesund und munter bei der Mutter im Zimmer.

Und das letztere wünsche ich Dir von Herzen!

LG, Hourriyah

@hourriyah29

Danke, aber ich denke wirklich nicht dass das Krankenhaus in dem ich entbinden möchte es nur aufs Geld anlegt...Sonst würde ich wohl kaum dorthin gehen.... Ich lasse mir mein Kind nicht einfach so ohne Grund wegnehmen... Die Hebamme arbeitet dort nach Schicht.

Ich habe oft Schmerzen im Oberbauch, sowohl rechts als auch links und mir wird in letzter Zeit sehr oft richtig übel... Einfach so! Meine Mutter hatte damals auch eine Schwangerschaftsvergiftung, habe aber gehört das es nicht vererbbar ist, dennoch bin ich unsicher.

Ich werde nachher mal meine Hebamme anrufen und die fragen ;)

erfahrung damit - hab ich gemacht..... allerdings möchte ich dir das lieber nicht erzählen, da jede geburt anderst ist und ich nix von horrorgeschichten vor der entbindung halte... ich kann dir aber nur ernsthaft dazu raten, es erstmal mit geduld und vielleicht natürlichen methoden zu versuchen. es ist bisher noch kein kind drin geblieben und der mensch ist nunmal keine maschine, die nach genau soundsovielen tagen ein kind bekommt. wenn dein kind bereit dazu ist und deine werte stimmen, es dir und dem kind gut geht, dann warte einfach noch - das kann ich dir wirklich empfehlen :-)

hi

es ist unterschiedlich vielleicht sollst du dir auch alles erstmal genau anhören was passieren wird. und denn wieder kommen wenn du alles weisst und zum einleiten bereit bist.

es dauert dann ja auch noch seine zeit, wenn du die medikamente zum einleiten bekommen hast setzten die wehen ja nicht sofort ein. das kann auch noch mal alles mehr als einen tag dauern.

liebe rüße und alles gute

Die Geburt einleiten ist alles andere als ein Spaziergang. Damals bei meiner Freundin wurde auch eingeleitet. Erst ging es, aber zum Ende hin wurde es unwahrscheinlich schmerzhaft. Es hat sich über 3 tage gezogen und am Ende wars doch ein Kaiserschnitt. Ich will dir nicht den Mut rauben, aber mach dich auf alle Fälle auf anstrengende Tage gefasst.

so ist es leider meistens...

Hi, es hat zwar nicht 3 Tage gedauert aber es endete in einem Notkaiserschnitt, aber aus anderen Gründen ;)

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