Ganz wissenschaftlich und neutral betrachtet: ist Milch gesund? Ich möchte nicht auf Milch verzichten. Wie viel Milch ist gesund?

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Nein, Milch ist nicht ungesund, auch wenn manche militante Veganer nicht aufhören können schlechte Studien oder schlicht Lügen zu verbreiten.

Hier zwei gute zusammenfassende Videos von eher nüchternen neutralen Quellen:

https://www.youtube.com/watch?v=0vCAIpdMVsY

https://www.youtube.com/watch?v=-T-3tknj7ds

Es gibt aber zwei praktische Probleme bei Milch die man auf dem Schirm haben sollte: Milch ist recht energiereich. Ich hatte mich eine Weile gefragt warum ich zunehme obwohl ich mein Essverhalten nicht verändert hatte. Dann fiel mir auf, dass ich ca. 1-2L Milch am Tag trank, was eine beachtliche Kallorien-Menge darstellte.

Desweiteren steht die Kombination Milchprodukt+KH-Reiches Produkt wie z.B. Kornflakes im Verdacht begünstigend zum entstehen von Pickeln bzw. einem schlechten Hautbild führen zu können.

Ansonsten enthält Kuhmilch insbesondere Heumilch(!) oder Rohmilch aber sehr viele gute Inhaltsstoffe (Fette, Eiweiß usw.)

Woher ich das weiß:Recherche

Das mailab-Video bringt es auf den Punkt: Die Anti-Milch-Kampagne überzeugt deshalb nur bereits-Veganer (rennt also allenfalls offene Türen ein), weil ihre Verfechter zu scientologoid mit Leuten umgehen, die anderer Auffassung sind (bei Scientology heißt das „Oppressive Person“).

Milch gilt als gesundes, natürliches Nahrungsmittel, das groß und stark macht und als Kalziumlieferant schlechthin. Insgesamt 85 Kilogramm Frischmilcherzeugnisse, davon etwa 70 Liter Milch, nimmt jeder Deutsche im Jahr zu sich. Damit sind wir Weltspitze. Und das, obwohl der menschliche Körper Milch weder zwingend braucht, noch ursprünglich darauf ausgerichtet ist, Milchzucker zu verdauen. Es ist absolut paradox, dass Menschen die einzigen Lebewesen sind, die Milch von anderen Tieren konsumieren.

Zwar ist Milch reich an guten Inhaltsstoffen. Doch gibt es Theorien dahingehend, die besagen, Sie könne Allergien, vor allem bei Säuglingen auslösen, zu chronischen Infekten führen, Hautprobleme und Neurodermitis hervorrufen, Asthma, Diabetes und sogar Krebs fördern. Grund dafür könnten die artfremden Proteine in der Milch sein, gegen die sich der Körper wehrt. Vielen dieser Krankheitsfälle mag vielleicht eine Milchallergie zugrunde liegen. Aber wissenschaftliche Studien fehlen bislang, die diesen Zusammenhang zweifelsfrei bestätigen können. Fakt ist aber: Was in Deutschland als Krankheitsbild auftritt, ist auf vielen Kontinenten ganz normal: Milchunverträglichkeit. 75% der Weltbevölkerung sind laktoseintolerant. Wenn dem Körper das Enzym Laktase fehlt, welches den Milchzucker (Laktose) in verdauliche Bestandteile spalten soll, spricht man von einer Laktoseintoleranz. Deutschlandweit betrifft das etwa 15 Prozent der Menschen, doch weltweit betrachtet ist eine Milchverträglichkeit eher die Ausnahme. In Asien und Afrika beispielsweise kann gerade mal ein Prozent der Einwohner Milch verdauen.

Warum wir zu Milchtrinkern wurden?

Im Laufe der Evolution und bei der vor etwa 7000 Jahren begonnenen Viehzucht, haben vornehmlich Bevölkerungen im Norden das Enzym Laktase entwickelt um Milch zu verdauen, für Notzeiten. Ursprünglich scheint unser Körper also keineswegs auf Milch angewiesen zu sein, ganz im Gegenteil.

Bereits als Kind lernt man: Das Kalzium aus der Milch hilft beim Wachsen, ist gut für die Knochen und macht stark. Das stimmt. Kein Nahrungsmittel unserer Gesellschaft enthält soviel Kalzium wie Milch. Um Knochen und Zähnen Festigkeit zu verleihen, aber auch für die Muskelfunktion ist der Mineralstoff essentiell. Doch was nur wenige wissen: Die vielen tierischen Proteine in der Milch können im Körper und im Blut zu Übersäuerung führen. Um diese zu neutralisieren, braucht der Körper wiederum Kalzium, was er dann aus den Knochen entnehmen muss. Dieser Kalziumverlust kann die Ursache für Osteoporose darstellen. Und das, obwohl ja behauptet wird, Milch beuge der Krankheit vor. Das Verhältnis von Aufnahme und Verlust von Kalzium ist also wesentlich wichtiger als die reine Aufnahme des Mineralstoffes.

Für viele Menschen ist Milch eines der natürlichsten Produkte. Sie kommt frisch von der Kuh und kann ohne Zusätze getrunken werden. Doch in der Realität sieht das etwas anders aus. Denn Milch ist mittlerweile ein industriell verarbeitetes Lebensmittel, das statt von der Kuh frisch aus der Molkerei kommt. Dort wurde sie homogenisiert, in ihre Einzelteile zerlegt, pasteurisiert, wärmebehandelt, haltbar gemacht. Und was die Bio-Milch betrifft: Zwar enthält Bio-Milch dreimal mehr Omega-3-Fettsäuren und mehr Vitamine, dafür weniger Schadstoffe als konventionelle Milch, aber ist die Kuh der man die leckere Bio-Milch zu verdanken hat, wirklich "glücklich"? Die Bio-Kuh wird ganz bestimmt artgerechter gehalten, als in Massentierhaltung, aber auch die Bio-Kuh muss jährlich kalben, dazu wird sie oft künstlich befruchtet und vom Kalb kurz nach der Geburt getrennt. Auch Ihr Job als Milchproduzentin endet im Schlachthof. Eine Kuh könnte 20 Jahre alt werden, doch der Hochleistungsapparat muss nur etwa fünf Jahre durchhalten, bevor er dann zum Schlachter geführt wird. Tatsächlich bringt fast jedes Argument, das für Milch spricht, auch eines gegen sie mit sich. Jeder sollte deshalb seinen Milchkonsum und die dazugehörigen Rahmenbedingungen einmal differenziert betrachten, mit der Absicht ein Bewusstsein zu schaffen, für den eigenen Milchkonsum (z. B. ist es wirklich nötig Milch zu trinken oder kann ich sie ersetzen….?), statt es als böswilligen Appell zu deuten, gleich komplett auf Milch zu verzichten. 

ja, Milch ist gesund: Muttemilch für Menschenbabies und Kuhmilch für Kälber, entspricht dem Design der Natur, Menschen die Kuhmilch trinken nicht, diese Tierdrüsenflüssigkeit hat in unsere Ernährung nichts zu suchen, Traditionen sind nicht automatisch gut und man soll sich nicht durch die Milchindustriewerbung hinters Licht führen lassen, sie kann keine Tiermilch an Tiere verkaufen.

Aus welchem Grund ist Tiermilch für den Menschen gefährlich?

Zeigt nicht die jahrtausendelange Nutzung von Tiermilch durch den Menschen, dass diese unbedenklich ist?

@DrHeinrichFaust

wenn sie unbedenklich wäre würde auch ich dies so weitergeben, ist es aber nicht: es gibt ca. 70 Erkrankungen die mit Tiermilch zu tun haben:

Dr. Clifford Saper, Professor für Neurowissenschaft bei Harvard Medical School:

„Die meist verbreitete falsche Annahme ist, dass Menschen die Biologieregeln nicht zu befolgen haben und können essen, trinken, schlafen, spielen oder arbeiten was immer sie wollen“

@eppursimuove

Du musst also "weitergeben" was unbedenklich ist und was nicht? Hat dich wer zum höchsten Lebensmittelexperten ernannt?

Was sind das denn für Erkrankungen, und wo hast du diese Informationen her?

@DrHeinrichFaust

auf diesen Ton unterhalte ich mich mit dir (und andere) nicht.

bei der frage, ob irgendein nahrungsmittel gesund ist, sollte man sich klar machen, dass ein nahrungsmittel keine medizin ist. und sogar medizin kann krank machen, wenn man sie falsch anwendet.

frage dich lieber, was du verträgst, und was du an nährstoffen brauchst. dann kannst du dir überlegen, wo du sieh her nehmen möchtest.

“Wir wissen, dass Nahrung Medizin ist, wahrscheinlich das stärkste Medikament auf Erden und zwar mit der Kraft die meisten Krankheiten auszulösen oder zu heilen“

Dr. Mark Hyman (amerikanischer Arzt)

 

@eppursimuove

ja klar: "wir wissen..." - wir wissen, dass wir alle sterben werden. aber bei den meisten anderen dingen haben wir nur meinungen, die auseinander gehen. das heisst: dr hyman ist der meinung, dass..., aber wir wissen gar nicht, dass....

@Schokolinda

Hallo zusammen,

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Danke Euch!

Eva vom gutefrage Support

Ganz wissenschaftlich und neutral betrachtet: ist Milch gesund?

Ja

Ich möchte nicht auf Milch verzichten.

Dann tu es doch nicht.

Wie viel Milch ist gesund?

Bis man sitt ist.

Gilt das auch für Ziegenmilch und Schafsmilch, die ja allgemein als verträglicher gilt?

Ja

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