Fußpflege/Podologie bei schwer Demenzkranken

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe bei meiner Tätigkeit als Fußpflegerin im Altenheim viele Demenzkranke gehabt - und noch. Man muß sich eben ein bißchen auf diese Menschen einstellen, wenn sie einem was erzählen, darf man nicht sagen, das stimmt nicht, usw. man muß versuchen, in dem Gespräch zu bleiben und ruhig zu wirken und zu beruhigen. Bis jetzt konnte ich noch jedem seine Füße machen. Es ist natürlich schon etwas aufwändiger und erfordert oft schon viel Nerven und guten Wilen.

genau. ich hatte heut auch einen neuen fall und die patientin war extrem unruhig, lautstark und hat auch getreten etc. mit ruhe und gedult und gutem zureden ging es dann doch.logo das ergebnis ist nicht das idealbild aber zweckmäßig und ordentlich. und da is einfach wichtiger das die patientin nicht (durch ihre unruhe bedingt) verletzt wird. wenn ich neupatienten habe frage ich immer vorher ob ich etwas beachten muss bzw. was es für ne peron ist also vom verhalten her. dann kann ich mich psychisch und auch zeitlich drauf einstellen und habe dann wenigstens keinen zeitdruck im nacken.

Guter Wille alleine reicht nicht immer aus! Sie hatten mit Sicherheit noch keinen so schwierigen Patienten, der nichts und wieder nichts zulässt. "Meine" Podologen haben sich immer gleich verabschiedet, mit der Begründung - zwingen könne man ihn ja nicht. Tja, und nun?

So habe jetzt eine von der Stimme her sehr nette Dame, die mobile Fußpflege hier in Berlin anbietet am Handy gehabt und einen Termin für Freitag vormittag abgemacht - 35 Euro für den Hausbesuch pauschal.

Ich werde dabei sein und meine Mutter notfalls festhalten - davor graut es mir ein bisschen - aber vielleicht klappt es ja.

Danke an alle für die Antworten!

Sehr nett, dass Du uns die Lösung Deines Problems mitteilst.

Leute, Leute, verdammt schwierige Situation!! Hier wird Ihnen keiner eine hilfreiche Antwort hinterlassen können, mit diesem Problem sind Sie zwar nicht allein, stehen aber allein davor. Da geht es Ihnen genau wie mir, es ist keine (rechtzeitige) Fusspflege möglich. Wenn Sie aber nichts unternehmen um das Problem zu beheben, ich wüsste wirklich nicht wie, und auch kein anderer hier im Forum wird es wissen, dann machen Sie Sich, weil Sie ja die Pflegschaft übernommen haben, zwar nicht stafbar, aber man nimmt Ihnen, auf Grund Ihrer Inkompetenz bezüglich der Körperpflege Ihrer Oma, die Pflegschaft einfach wieder weg. Das Gericht, oder auch der betreuende Richter, setzt den Betreuer neuerdings schon sehr unter Druck. Mir sagte der zuständige Richter, nachdem ich um Hilfe bat, " Wenn sie nicht in der Lage sind, ihrem Mann die notwendige Pflege zukommen zu lassen, keine andere Möglichkeit finden, dann muss ich ihnen die Gesundheitsfürsorge wieder entziehen und einen amtlichen Betreuer einsetzen." Nun, sagte ich, glauben Sie wirklich, dass ein amtliche Betreuer sich die Mühe macht und meinen Mann über einen längeren Zeitraum und das noch mit sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen und viel, viel Zeit, darauf vorbereitet eine Fußpflege bei ihm zu erreichen, die schon längst hätte sein sollen? Die Antwort des Richters erspare ich Ihnen, nur soviel, "DIE GESETZE HABEN SICH BEZÜGLICH DEMENZERKRANKTEN PATIENTEN GEÄNDERT. Finde ich alles wunderbar, aber wie komme ich an eine Podologin, mit viel Zeit, viel Geduld und ein eigene gefüllte Geldbörse, denn bei mir kann sie so bald nichts verdienen - sie müsste meinen Mann erst einmal kennenlernen, ein Vertrauen aufbauen und das zahlt bislang noch keine Krankenkasse. Das ganze Dilemma betrifft auch eine Zahnbehandlung bei demenzerkrankten Patienten - ERSCHRECKEND .................

Das Thema war im Juli 13 aktuell und hat sich für uns erledigt. Mittlerweile haben wir nach dem 2. Probelauf eine Fußpflegerin gefunden, die mit meiner Mutter gut klar kommt und vor allem meine Mutter mit ihr ... das ganze für 17 Euro pro Hausbesuch.

Im Schlimmsten Fall unter Narkose, es muss aber gut begründet sein.

eine Narkose für die Fußpflege?

Das erscheint mir wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen - eine Narkose birgt sogar bei gesunden, jüngeren Menschen immer ein Restrisiko.

@Spassbremse1

vor allem muss das ja alle 1-2 Monate passieren ...

Keines Falls Narkose. nach meiner Erfahrung verschlechtert jede Narkose den dementiellen Zustand.

Kein Arzt würde dafür eine Narkose machen!!

hilft es auch nicht, wenn du die Mutter im Arm halten könntest, sie beruhigen? Ich finde es gemein, dass sich die Fusspflegerin zurück zieht. Irgend eine Möglichkeit muss es doch geben, den Füssen deiner Mutter Sorge zu tragen. Bin empört! Dass du ihre Füsse nicht pflegen kannst, ist doch klar. Bei alten Menschen ist es jedoch wichtig. Und wenn eine Podologin von aussen zu deiner Mutter kommt, eine , die sich mit alten Menschen auskennt?

meine Mutter hat motorische Störungen - hinzu kommt, dass sie wenn du sagst bleib ruhig sitzen, das sofort wieder vergessen hat.

Ich bin gerade dabei sämtliche Fußpfleger aus dem Umkreis zu kontaktieren - bisher ohne erfolg - ist wohl noch zu früh.

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