Frage zum Versorgungsamt

5 Antworten

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Hallo Gustav0710,

Der Grad einer Arbeistunfähigkeit ist etwas völlig anderes als der Grad einer Behinderung. Deshalb kann bei einer 50%tigen Arbeitsunfähigkeit nicht davon ausgegangen werden das einem auch eine 50%tige Schwerbehinderung zusprochen wird. Das gilt übrigens auch umgekeht. Das man diese beiden Dinge nicht miteinander vergleichen kann, erkennt man z.B. daran, daß es Menschen mit 100%tiger Schwerbehinderung gibt, die zu 100% arbeitsfähig sind und täglich ganztags arbeiten gehen.

Wenn Du der Meinung bist das Deine täglichen Einschränkungen dennoch einen Schwerbehindertenausweis rechtfertigen, solltest Du Widerspruch einlegen oder nach einer Wartezeit von einem halben oder einem Jahr einen erneuten Antrag stellen. (Das zweite ist meistens erfolgreicher als ein Widerspruch) Du solltest wissen das die Sachbearbeiter beim Versorgungsamt Deine persönliche Situation nur aus den Unterlagen kennen, die ihnen zugesand wurden. Sie haben weder persönliche Sie kennen weder Dich noch Deine Behinderung persönlich. Deshalb ist es Deine Aufgabe als Antragsteller dafür zu sorgen das der Gutachter möglichst viel über Dich und Deine ganz persönliche Situation erfährt. Einfach nur den Antrag stellen und darauf vertrauen das die behandelnden Ärzte dem Gutachter schon das richtige mitteilen werden, reicht nicht aus. Um eine angemessene Entscheidung des Gutachters zu bekommen sollte man alle medizinischen Unterlagen (Berichte von Ärzten, Krankenhäusern und Therapeuten) selber zusammen tragen und mit dem Antrag zum Versorgungsamt schicken. Bei nicht meßbaren Problemen, wie z.B. Schmerzen oder untypischen Kranheitsverläufen, hilft es eine eigene Dokumentation der gesundheitlichen Probleme und deren Auswirkungen im Alltag nieder zu schreiben und vom behandelnden Arzt unterschrieben, dem Antrag bei zu fügen. Je mehr Informationen man selber dem Versorgungsamt zukommen läßt, desto genauer das Bild der persönlichen Situation und desto angemessener die Beurteilung des Versorgungsamtes.

Der Rollitrekker

Es sind beides GdS früher GdB ! Der Orthopäde hatte seinen Befund eingereicht und 3 MRT s einfach nur angefügt. Das hat sie überhaupt nicht zur Kenntnis genommen ! So wie das gestern abgelaufen, ist hat das ganze System. Wie kann eine Sachbearbeiterin die Entscheidung eines gestandenen Gutachters so ins lächerliche ziehen !!! Das machen nicht mal Ärzte untereinander !

MfG

@Gustav0710

@ Gustav0710,

ich weiß habe keine Vorstellung welche Worte hinter der Abkürzung GdS stecken. Das ist auch nicht wichtig. Wichtig ist aber zu wissen das die Ergebnisse von Anträgen, bei denen man dem Versorgungsamt nur das ausgefüllte Formular schickt und die Übermittlung von medizinischen Informationen allein den Ärzten überläßt, fast immer unbefriedend ausgeht. Früher hat sowas mal gut funktioniert, heute reicht das aber nicht mehr aus. Früher schickten die Ärzte die komplette Krankenakte des Betroffenen zum Versorgungsamt. Da diese aber dann in der Praxis fehlte, macht man das heute nicht mehr. Wenn man heute nur das Formular ausfüllt, schickt der behandelnde Arzt dem Versorgungsamt nur eine Zusammenfassung Deines aktuellen Gesundheitszustands. Da kann inhaltlich schon mal was wichtiges fehlen, weil der behandelnde Arzt nur den aktuellen Gesundheitszustand bewertet. Wenn Du Dir aber von allen Deinen Krankenhaus- und Rehaaufenthalten der letzten 3 Jahre die Entlassungsberichte besorgst und vielleicht auch noch Deine Physio - und Ergotherapeuten bittest auch etwas über Dich zu schreiben und alles zusammen mit dem Antrag zum Versorgungsamt schickst, dann erhält der Gutachter des Versorgungsamts viel umfangreichere Informationen über Dich und solche Fehleinschätzungen kommen viel seltener vor. Schick ihm alle Arztberichte die Du kriegen kannst und alles wird gut.

Der Rollitrekker

@Rollitrekking

Hat zwar der VdK gemacht, ich hätte es selber machen sollen !!!!!! Noch besser wäre es gewesen es mit den Ärzten abzusprechen !

danke für eure Antworten

Du kannst in Widerspruch gehen - schau Dir die Rechtsbehelfsbelehrung an.

Übrigens ist eine Nasennebenhöhlenentzündung eine Sinusitis.

Wenn das Amt immer die "niedrigste Stufe" angenommen hat, lass Dir von deinem HAusarzt nochmal genau bestätigen, welche Krankheiten Du hast und damit begründest Du den Widerspruch.

eine Nasennebenhöhlenentzündung ist eine Sinusitis, das stimmt !!!

Nein. Ich würde einfach das Formular ausfüllen, in dem man die Aufstockung der Behinderung beantragt. Befundberichte beifügen, und dem Bescheid über den aktuellen Behinderungsgrad widersprechen.

Außerdem würde ich dem VDK beitreten, damit sie Dich untertützen. Wichtig ist auch, dass Du einen Arzt hast, der sich in dieser Sache engagiert, und keine halbherzigen Befunde schreibt.

ME ist das einzig vernünftige Vorgehen, alles mit dem Hausarzt zu besprechen. Der kann am ehesten beurteilen, ob ein Widerspruch erfolgsversprechend ist.

Uns was wäre Deine Frage?

Falls es um Abwickungs- und Verfahrensfragen geht sollte man sich einen Fachanwalt nehmen; das ist das einzige was das Gesindel vom Amt schreckt..

schlucken ?

Was dagegen tun ? du triffst des Pudels Kern !

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