Frage an die Organspende-Gegner?

5 Antworten

  • Organspende ist für die Angehörigen sehr oft eine große Belastung. Der Angehörige wird noch künstlich am Leben gehalten und wirkt keineswegs tot. Die Haut ist rosig und warm, der Patient wird beatmet, der Bart wächst noch, da fällt der Abschied und das innere Abschließen oftmals schwer, denn es fehlt die Offensichtlichkeit des Todes, des finalen Endes. Auch die Freigabe zum Ausweiden ist für viele eine enorme emotionale Belastung, die in diesem Moment des Schocks und der Trauer das Fassen und Verarbeiten dieser schrecklichen Wendung erschwert.
  • Interessante Artikel dazu, wie schrecklich es ist, Angehöriger eines Organspenders zu sein: https://initiative-kao.de/thema/angehoerige-berichten/organspende-die-verschwieg...

  • Organspender sind lebende, schwer verletzte Menschen, deren Gehirn irreversibel so stark geschädigt ist, dass sie nie wieder ein bewusstes Leben haben werden. Die Medizin hat den Begriff "hirntot" eingeführt, damit dieser Zustand irgendwie das Prädikat "tot" erhalten kann, obwohl der Körper und seine Organe noch leben und auch die Zellen des Hirnes sind keineswegs tot. In Wirklichkeit ist der Mensch mitten im Sterbeprozess, nur noch durch Maschinen und modernste Medizintechnik künstlich am Leben gehalten. Die Definition von Hirntod ist daher umstritten und schlichtweg willkürlich. Wir reden hier also von einer formalen Definition und nicht von naturwissenschaftlichen Fakten. Der Hirntod ist nur ein Schritt des Sterbeprozesses.

  • Organspende als Pflicht verstößt gegen alles, was Menschenwürde ausmacht. Jeder sollte über seinen eigenen Körper verfügen dürfen, sowohl zu Lebzeiten als auch posthum. Ich persönlich möchte definitiv nicht ausgeweidet werden, sondern in Würde sterben und begraben werden. Mit allem, was dazu gehört.

  • Konkret zu dem Punkt "Organe nur für Organspender": Ja, wäre für mich prinzipiell vom Grundgedanken her in Ordnung, aber wie viele Jahre vorher muss man sich entschieden haben? Das ist rein praktisch schwer zu lösen, da sich viele Krankheiten wie Nierenschäden ja ganz allmählich abzeichnen und viele dann halt noch Jahre vorher rechtzeitig ja sagen könnten. 

  • Ich sehe durchaus den Punkt, anderen helfen zu wollen, aber ich sehe eben auch den Punkt der Menschenwürde, nicht ausgeweidet werden zu wollen, sondern den natürlichen Sterbeprozess durchlaufen zu wollen und den eigenen Angehörigen einen Abschied zu ermöglich am Totenbett. Ich finde das persönlich sehr wichtig. 

"Organspender sind lebende, schwer verletzte Menschen, deren Gehirn irreversibel so stark geschädigt ist, dass sie nie wieder ein bewusstes Leben haben werden."

So ganz stimmt das auch nicht - es gibt einige angeblich "Hirntote", die inzwischen wieder voll im Leben stehen, weil sie entweder während der Verbereitung zur Ausschlachtung wieder zu sich kamen oder die Familien es verhindert haben.

Und gäbe es nur einen Fall, wo der Mensch wieder ein völlig normales Leben führen würde, wäre das allein doch schon Beweis genug, das der sogenannte Hirntod nur eine Lüge ist.

@Davina000

Wenn das Hirn wirklich irreversibel geschädigt ist, dann ist das so. Es gibt sicherlich bedauerliche Kunstfehler von Ärzten, die den Hirntod irrtümlich diagnostiziert haben. Auch das ist zugegebenermaßen ein Grund für Skepsis gegenüber Organspende.

@Kajjo

Okay, da gebe ich Dir Recht, möglicher Weise sind das "nur" Diagnosefehler. Aber das reicht ja schon, für eine gesunde Skepsis, wenn es um lukrative Geschäfte in einem korrupten System geht. Dann ist es halt Glückssache, ob man in dieser Lage an ein korrektes Ärzteteam gerät.

@Davina000

In der Tat, ja. Darauf können wir uns einigen.

Ethisch ist die Frage noch gar nicht beantwortet, ob der Tod mit Herz- oder Hirnversagen eintritt.

Aber bitte, wenn entscheide ich selbst und nicht Dritte, was mit meinem Körper, wozu die Organe gehören, geschieht.

Schon geschehen, mit einer Patientenverfügung, notariell beurkend.
Keine Organspende, keine OP's, keine Klinik, ausschließlich ambulante Behandlung zur Schmerzlinderung.
Zwei Bevollmächtigte sind eingetragen, meinen Willen gegenüber Dritten durchzusetzen.

Ich will meine Angehörigen nicht einer Gewissensentscheidung aussetzen, sondern meinen Willen rechtlich bindend dokumentieren.

Wenden wir uns anderen Fragen zu:

- würde ein Nichtraucher die Organe eines Rauchers akzeptieren?
- warum sollte ein Hartz IV Opfer Reichen seine Organe spenden?
- was wäre wenn der Staat auf den Trip verfällt einem HartzIV Opfer
  ein gespendetes Organ als Vermögen anzurechnen, da er vermeintlich
  länger lebt?

Spenden kann wer auch immer, von mir gibt es nichts, nicht für Geld und nicht für Worte.

Jens Spahn (CDU) wurde gefragt "ob er im Alter seine Mutter pflegen würde?"
Er antwortete: "nein, das werde er nicht tun".
Warum will er dann per Ideologie etwas von Dritten fordern?

Ethisch ist die Frage noch gar nicht beantwortet, ob der Tod mit Herz- oder Hirnversagen eintritt.

Dass der Tod nicht mit Herzversagen eintritt ist eigentlich schon ziemlich entschieden, es laufen jede Menge Leute herum, die ein Herzversagen überlebt haben. Mir ist allerdings kein Fall bekannt, in dem jemand nach dem Hirntod noch einmal aufgewacht ist.

Schon geschehen, mit einer Patientenverfügung, notariell beurkend.
Keine Organspende,

Geht er hier darum, eine Spende zu empfangen oder zu geben?

würde ein Nichtraucher die Organe eines Rauchers akzeptieren?

In der Situation, in der man Organe braucht, würde wohl jeder das Organ jedes anderen akzeptieren.

warum sollte ein Hartz IV Opfer Reichen seine Organe spenden?

Weil auch Hartz IV-Empfänger der Meinung sein können, das Reichtum kein Verbrechen ist, das mit dem Tod (durch Unterlassen) bestraft werden sollte

was wäre wenn der Staat auf den Trip verfällt einem HartzIV Opfer  ein gespendetes Organ als Vermögen anzurechnen, da er vermeintlich länger lebt?

"Was wäre wenn"-Argumente mit Horrorszenarien sind natürlich unschlagbare Argumente. Aber solange der Staat HartzIV-Emfpänger nicht zur Lebendspende einer Niere verpflichtet, würde ich die Gefahr Deines Szenarios auch eher gering einschätzen...

Jens Spahn (CDU) wurde gefragt "ob er im Alter seine Mutter pflegen würde?"Er antwortete: "nein, das werde er nicht tun".Warum will er dann per Ideologie etwas von Dritten fordern?

Es geht hier um eine Regelung, die das Leben Tausender beeinflussen wird. So eine Regelung an der Interviewaussage eines Politikers festzumachen ist etwas kurzsichtig...

@oelbart

Habe ich bechrieben: "keine Organspenden, keine OP's", ergo das eine nicht, sowenig wie das andere.

Meine Organe hat gehören nicht in die Verfügungsgewalt von Gesellschaft und Staat.
Leichenfedderei ist höchst a-moralisch.

@oelbart

Was??? Du hast angeblich noch nie was davon gehört, das "Hirntote" wieder völlig gesund leben?!?

Gut - in der "Aktuellen Kamera" oder einer gesteuerten Wochenzeitschrift wird man dazu sicher nichts finden. Aber versuche es doch mal mit 10-Sekunden Selbstrecherche: google: Hirntod überlebt. Dann wirst Du festellen, es gibt inzwischen einige Fälle...

Da sollte die Entscheidung doch wirklich jedem selbst überlassen sein.

@Davina000

Die Entscheidung wird doch jedem selbst überlassen. Die Diskussion geht nur darum, was der "Standard" sein soll, wenn Menschen keine Entscheidung treffen.

@oelbart

Diesen "Standard" braucht es nicht.
Die Politik bructe ihre Energie nur darauf verwenden über bestehendes Recht aufzuklären, dass es nur eine Patientenverfügung braucht.
Statt die Hinterbliebenen mit Gewissenskonflikten zu traktieren.

@soisses

Nach dem bestehenden Recht braucht es keine Patientenverfügung. Wenn man einer Organspende zustimmt, reicht ein Organspendeausweis. Wenn man einer Organspende nicht zustimmt, reicht es, keinen Organspendeausweis zu besitzen. Man kann sich aber natürlich einen Organspendeausweis besorgen und dort "Ich möchte nicht spenden" ankreuzen, um seinen Willen deutlicher zu beurkunden.

Und um ganz sicher zu gehen, dass die Hinterbliebenen keinen Gewissenskonflikt bekommen, kann man ihnen auch einfach seine Haltung mitteilen.

Eine Patientenverfügung kann man zusätzlich aufsetzen, braucht man für das Thema "Organspende - ja oder nein" - aber nicht.

Wäre der Lohn der Krankenpfleger etwas höher, dann wäre es eine gerechtfertigte Aussage, denn er schafft Arbeit damit.

Und du hast ja auch noch die freie Wahl und nutzt diese ja auch also ist doch alles okay.
Wer keine Organe entgegen nimmt, braucht auch keine spenden. Mir geht es hauptsächlich um diese „geben und nehmen“ Ideologie. Wer nur nimmt und nicht gibt der ist ein Egoist in meinen Augen, deswegen auch die Aussage in meiner Frage.
Zu den anderen Fragen am Ende:
-man erfährt keine Informationen über den Spender (sei es Raucher, arm oder reich)
Und selbst als Spender interessiert es einen relativ wenig, ob man seine Organe NACH dem Tod einem Reichen spendet, solange der reiche auch seine eigenen Organe spendet (eventuell sogar an einen Armen)

Ich glaube wohl kaum, dass der Staat den Harz 4 Empfängern (Opfer wie du es nennst) die Kosten der Organe berechnet. Die OP-Kosten der „opfer“ werden ja auch bei anderen OPs auch nicht angerechnet...

@chillfactor123

Es braucht kein Gesetz, dafür gibt es bereits die Patientenverffügung.

Bei Hirntod kann mich niemand mehr Fragen und meine Angehörigen müssen keine Gewissenfrage beantworten, oder sich sonstig einer Ideologie aussetzen.

Das mit Egoismus nichts zu tun, Sterben ist ein höchst privater Prozess.
Die Privatsphäre haben weder Staat, noch Ärzte zu stören.
Meine Organe stehen für kein Geschäftsmodell zur Verügung.

Ist ja auch vollkommen akzeptabel

  • Zumindest medizinisch ist hier eigentlich alles klar und auch ethisch sollte das nicht diskutiert werden:
  • Der Tod tritt NICHT mit dem Herzversagen ein, denn Reanimation ist ja nun alltägliche Praxis. Das ist doch wohl zweifelsfrei.
  • Dass der sogenannte Hirntod kein echter Tod ist, sondern nur ein Schritt im Sterbeprozess ist eigentlich auch rein naturwissenschaftlich unstrittig. Weder die Hirnzellen selbst noch der restliche Körper ist da bereits tot. Der Sterbeprozess hat bloß unwiderruflich begonnen und ein selbstbestimmtes Leben ist für immer ausgeschlossen.
  • Sichere Todeszeichen sind unstrittig Leichenstarre, Totenflecken, Verwesung. 

du bist ein egozentriker

Nach seinem Tod kann man mit seinen Organen sowieso nichts mehr anfangen, also warum selbst nach dem Tod noch ein Egoist sein

man ist nur hirntot...

für die Angehörigen erscheint der Körper noch lebendig, weil er warm ist, das Herz schlägt und sich der Brustkorb hebt und senkt

für die Angehörigen ist es eine Zumutung so Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen!

und wer bekommt die Organe? was ist das für ein Mensch? ein guter, der für andere ein Segen ist? steht das irgendwo verlässlich Schwarz auf Weiß?! was, wenn der Organempfänger ein Leben führt, mit dem man selbst gar nicht einverstanden ist?!

ich finde deinen Text ziemlich hetzerisch und überheblich

Eben. Am Ende spendet man dem Massenmörder ein Organ, der beim Amoklauf von der Polizei angeschossen wurde.

Nein, danke.

Vielleicht sogar derjenige, der vom Amokläufer erschossen wurde ...

Hirntod heißt man ist tot. Die lebenserhaltenden Systeme (Herz-Lungen-Maschine) werden so oder so früher oder später abgeschaltet und wenn diese abgeschaltet wird, werden die Organe entnommen.

Und wieviele Menschen in unserer Bevölkerung sind Massenmörder? Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit bitte, dass man einem Massenmörder oder sonst wem sein Herz spendet?

Viele Menschen sind nach einer Transplantation nicht mehr die selben. Sie stellen ihre komplette Lebensweise um, weil sie merken wie kostbar jede sekunde ihres Lebens ist!

Mal anders herum gefragt für den Fall, dass du mal krank wirst und ein neues Herz brauchst: woher willst du wissen ob das Herz nicht von einem Massenmörder stammt? Möchtest du ein Herz von einem Massenmörder bekommen? Mir ist das egal, mir geht es um das Leben!

@chillfactor123
Die lebenserhaltenden Systeme (Herz-Lungen-Maschine) werden so oder so früher oder später abgeschaltet und wenn diese abgeschaltet wird, werden die Organe entnommen.

ach, echt jetzt...?

von wem werden die Organe genommen?

von einem vorher völlig gesunden Menschen, der plötzlich und unerwartet hirntot wird

was macht das mit den Angehörigen? was macht es mit den Angehörigen, sich nicht von einer kalten Leiche zu verabschieden, sondern von einem noch warmem Körper, den man den Hirntod nicht ansieht?! ist der Mensch WIRKLICH hirntot? wer kann das als Laie kontrollieren?

und es geht nicht nur um Massenmörder, es geht um Bordellbesucher, um Fremdgeher, Menschen die andere sexuell oder psychisch missbrauchen, Menschen, die körperliche Gewalt anwenden, Narzissten, Egoisten...

WER garantiert mir, dass ein Organempfänger nach MEINEN persönlichen Moralvorstellungen handeln wird?! NIEMAND

WER garantiert mir, dass der Organempfänger für alle Menschen ein Segen sein wird?! NIEMAND

@Schrumpfer

ja und? Beschwere dich doch hinterher!

Was ist, wenn der Empfänger Musik gehört hat, die ich nicht leiden kann?
Mein Kind kriegt kein Organ von jemandem, der Borussia Dortmund Fan war.

Wie viele hypothetische Baustellen willst du dir noch ausdenken?

Meine Güte!

@shagdalbran

willst du mich veralbern?!

was haben Verhaltensweisen, die anderen Menschen oder Tieren massiv schaden, mit dem Musikgeschmack zu tun?!

sorry, du hast es offenbar nicht kapiert...

@Schrumpfer

Narzissten, Egoisten? Wo willst du die Grenze ziehen? Bordellbesucher? Huuuch - welche Abscheulichkeit! Borussia-Anhänger? An die Wand mit denen! Rap-Musik Hörer? Abschaum!

Es gibt auch noch andere Wertevorstellungen als deine. Ich wollte es nur karikieren. Aber gut! Dann lass bleiben mit dem Ausweis!

Es könnte ja ein Säufer deine Leber kriegen.

Für viele ist der Tod eine Glaubensfrage, ebenso die Organspende bzw. die Annahme einer solchen Spende.

Zudem ist Deutschland ein freies Land und niemand kann zu einer Organspende zwingen, es sollte auch keine Änderung am bestehendem System stattfinden in dem ohne Widerspruch eine Organspende möglich ist. Ich erachte es als falsch die Hinterbliebenden um eine Organspende des Verstorbenen zu bitten, das ist eine Entscheidung die der Verstorbene selbst treffen muss. Ich würde z.B. niemals die Organe eines meiner Familienmitglieder zur Spende freigeben, nicht weil ich egoistisch bin und niemanden ein neues Leben mit diesen Organen gönne, sondern weil ich die Totenruhe respektiere und niemals diese Entscheidung für jemand anderen treffen möchte noch könnte.

Es ist der falsche Weg die Menschen mit Umwegen zu einer solchen Spende zu zwingen, es braucht andere Wege. Natürlich ist er Mangel an Spenderorganen ein Problem und führt dazu das Menschen sterben die gerettet hätten werden können. Niemand sollte dazu gezwungen werden seine Organe spenden zu müssen nur weil er zu Lebzeiten nicht gewusst hat das er einen Widerspruch einlegen muss um dies zu verhindern.

Wenn man diese Problematik angreifen möchte ist der erste Weg die Aufklärung, nicht der Zwang zur Spende. Die Krankenkassen müssten mit dem Staat zusammenarbeiten und Kampagnen entwickeln die dieses Thema näher ans Volk bringen, ebenso die Dringlichkeit hervorheben.

Jedem ist es selbst überlassen wie er mit seinem Körper umgeht, das gilt zu Lebzeiten wie auch im Tod. Jemanden deshalb zu verurteilen keine Organe spenden zu wollen erachte ich als falsch.

Aktuell muss man als Organspender einen Pass besorgen und diesen dann immer bei sich führen. Dieser Pass besteht aus Papier und ist also immer nach 2 Jahren kaputt. Also muss man alle 2 Jahre sich solch einen Pass besorgen, nur weil man anderen Menschen helfen möchte. Da ist es einfacher, wenn sich die Nicht-Spender kostenlos in ein System eintragen lassen. (Ist übrigens nahezu überall in der EU die Regel - aus dem Grund soll es auch in Deutschland eingeführt werden).

Die Totenruhe berücksichtige ich natürlich auch. Ich könnte niemals die Organe meiner Mutter spenden, auch wenn sie es gewollt hätte, sowas gehört sich nicht. Und wer aus religiösen Gründen nicht spendet, der darf aus religiösen Gründen auch keine Spende bekommen das akzeptiere ich ja auch.

@chillfactor123

Worüber wir uns einig sein können ist das es ein System benötigt in welchem die Daten dauerhaft gespeichert sind. (Auf Wunsch dann natürlich nicht mehr).

Ganz einfach gesagt legt man einfach eine Datenbank an und trägt dort die Personen ein, alle notwendigen Informationen mit hinterlegt.

Jetzt meine Frage:

Wieso sollte man diejenigen in ein System eintragen die NICHT spenden wollen und die Spender nicht? Ist es nicht einfacher eine Datenbank zu pflegen in welcher weniger Einträge vorhanden sind, nicht zu vergessen die enormen Datenmengen die auf großen Servern hinterlegt werden müssen die zusätzliche Kosten verursachen je größer sie werden?

Diejenigen die bereit sind ihre Organe zu spenden in eine solche Datenbank zu hinterlegen ist logistisch wie auch wirtschaftlich deutlich effizienter. Zudem kann in eine solche Datenbank hinterlegt werden welche Eigenschaften der Spender mit bringt.

Dreht man das ganze um muss eine riesige Datenbank gepflegt werden in welcher jeder Eingetragen wird der nicht spenden möchte, das ergibt in meinen Augen einfach keinen Sinn. Da ist es deutlich einfacher die Spender in diese Datenbank einzutragen und das System darauf umzustellen das man z.B. auf dem Personalausweis einen Hinweis aufgedruckt bekommt welcher auf die Spende hinweist, damit wissen z.B. Ärzte schneller bescheid und haben alle Infos direkt vor Ort.

Also nochmal kurz gesagt:

Eine Datenbank zu erstellen in welcher alle Spender eingetragen sind = Sinnvoll.

Eine Datenbank zu erstellen in welcher alle Nicht-Spender eingetragen sind = Unsinnig.

Ich respektiere jeden der bereit ist nach seinem Ableben seine Organe zu spenden, gleichzeitig muss ich aber auch sagen das ich es nicht akzeptiere wenn der Staat eine art Zwang daraus macht. Ich finde es gut das sich der Staat dafür einsetzt und sich Gedanken darüber macht, gleichzeitig kann ich es aber nicht für gut heißen das alle, die nicht spenden wollen, gezwungen sind sich in ein System eintragen zu lassen welches eine "Nicht-Spende" bestätigt.

Denken wir einfach einen Schritt weiter:

Was ist wenn jemand in diesem System als Nicht-Spender eingetragen ist, irgendjemand aber auf die dumme Idee kommt das ganze einfach zu ändern und ihm zum Spender zu machen? Dann werden dem verstorbenen die Organe entnommen obwohl er es nicht wollte.

Klar, das ist jetzt etwas 'krass' gedacht, man darf aber nicht vergessen das dass schwächste Glied in jedem noch so sicheren System nachwievor der Mensch ist.

Das lässt sich vermeiden in dem einfach nur diejenigen in ein System eingetragen werden die auch bereit sind zu spenden, alle anderen die nicht spenden möchten brauchen sich um nichts weiter kümmern und können sich sicher sein das die Organe da bleiben wo sie es möchten.

Soweit ich es herauslesen kann bist du selbst Spender und setzt dich für die Spenden und das System ein. Das respektiere ich, aber...

Beim Beispiel deiner Mutter, du sagst du könntest die Organe deiner Mutter nicht zur Spende freigeben, obwohl sie es gewollt hätte, aus dem Grund weil es sich nicht gehört.

Nun, hier scheiden sich wohl die Geister. Was ist richtig, was ist falsch. In deiner ursprünglichen Frage schreibst du, warum nach dem Leben noch ein Egoist sein (wenn man die Organe dann ja eh nicht mehr braucht), wenn man schon im Leben ein Egoist war.

Was ist egoistisch gedacht? Die Spende deiner Mutter zurückzuhalten obwohl sie es gewollt hätte oder von Anfang an zu sagen das man nicht spenden möchte? Wo zieht man eine Grenze beim Spenden und wie weit ist man bereit zu gehen.

Ich möchte dich damit nicht angreifen, aber jede Münze hat nunmal zwei Seiten.

Es wird immer noch zuviel Schindluder mit den Organen betrieben und ich bin nicht bereit meine Organe für irgendwelche Machenschaften zur Verfügung zu stellen.

Ich bin Lebendspender einer Niere und ich denke, mein Kontingent an Hilfsbereitschaft ist damit erschöpft. Außerdem wird man in der Nachsorge doch ziemlich allein gelassen.

Die Krankenkasse ziehen sich doch sehr aus der Verantwortung.

Ich habe eine Patientenverfügung und darin ist alles geregelt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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