Finger angebrochen, Gips, krankgeschrieben.... Darf ich joggen gehen? Wie sieht es rechtlich aus?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Prinzipiell darfst du alles machen, was die Heilung nicht verzögert. Ich persönlich würde dir aber abraten zu joggen. Die Bewegung und die erhöhte Kreislaufbelastung wären bestimmt nicht sehr förderlich für deine Genesung.

So sehe ich das auch, ich würde eher stramm spazieren gehen.

Wenn du krank geschrieben bist würde ich dir davon abraten.

Weil sollte auch nur irgendetwas passieren kann das starke Konsequenzen für dich haben 

Wer joggen kann, kann auch arbeiten, zwar evtl. mit Einschränkungen, aber es geht. So würde das ein Arbeitgeber sehen, und das wohl auch zu Recht. Du musst nicht zuhause bleiben, aber Sport treiben solltest Du nicht.

Wer joggen kann, kann auch arbeiten,

Oder: "Wer feiern kann, kann auch arbeiten" ... usw.

Hören denn diese dämlichen Sprüche nie auf?!?!

@Familiengerd

Das ist aber nun mal die Sichtweise eines Arbeitgebers - die benutzen eben dumme Sprüche. Und ganz im Ernst - warum bitte soll man nicht arbeiten können, wenn man joggen kann ? Joggen tut einer solchen Verletzung nicht gut,  jedenfalls nicht weniger als arbeiten. Und was ist, wenn er/sie hinfällt und sich ordentlich verletzt ? Ist es dann auch noch ein dummer Spruch ? Ich habe eine andere Sichtweise, aber meine zählt hier nicht. Und ein Risiko einzugehen, würde ich hier nicht raten. Wenn Du das verantworten kannst, bitte... dann mach das doch, statt nur so ein dumpfes Pamphlet loszulassen.

@Yentl51

Im konkreten Fall mag das mit dem Joggen wohl stimmen - wenn ein Arbeitnehmer krank geschrieben ist wegen psychischer Probleme, dann sicher nicht; auch z.B. einem Zimmermann, der wegen eines gebrochenen Arms nicht arbeiten kann, ist der Besuch einer Disco nicht verwehrt.

Es kommt also immer auf den konkreten Fall an, und eine Verallgemeinerung, wie Du sie formuliert hast, ist eben nicht sachgemäß.

Und wo - bitteschön! - habe ich denn wohl ein "dumpfes Pamphlet losgelassen": das ist ja wohl völliger Unsinn!!!

@Familiengerd

Dein Satz "..Hören denn diese dämlichen Sprüche nie auf " ist für mich ein dumpfes Pamphlet ! Denn das ist nicht mein Satz udn auch nicht meine Meinung, es ist das, was ein Arbeitgeber im Allgemeinen denkt oder sagt. Natürlich kann man das nicht verallgemeinern, das habe ich aber auch nicht getan. Mit einer gebrochenen Gliedmaße sollte man nicht joggen. Wenn man das trotzdem tut, könnte man genauso gut auf der Arbeit einiges erledigen, was deutlich weniger anstrengt, natürlich nichts, was man genau mit dieser Hand machen muss. Und sachgemäß finde ich, ist Deine Aussage erst recht nicht, udn auch nicht gerade hilfreich. Ich habe klar gemacht, dass ich Joggen in diesem Fall nicht empfehlen würde.

Rechtlich dürfte das abgesichert sein, das hilft ihr aber nix, wenn der AG sie fortan mobbt oder irgendwie rausschmeißt, und das schaffen die immer, wenn sie es wollen.

@Yentl51

Dein Satz "..Hören denn diese dämlichen Sprüche nie auf " ist für mich ein dumpfes Pamphlet !

Himmel hilf!

Ich habe klar gemacht, dass ich Joggen in diesem Fall nicht empfehlen würde.

Wenn Du meine Erwiderung richtig gelesen hättest, dann hättest Du auch feststellen können, dass ich Dir diesbezüglich zugestimmt habe!!!

Und um es noch einmal deutlich zu sagen - und das solltest Du in meiner Aussage nicht ignorieren: Ich habe mich allgemein gegen solche Sprüche gestellt! Wenn ich sie als "dämlich" bezeichne, mag Dir das vielleicht nicht gefallen - aber ein "dumpfe Pamphlet" (da gibt es bei Dir wohl eine Begriffsverwirrung!) ist etwas völlig Anderes: so etwas findest Du bei "Pegida", der NPD, am sprichwörtlichen Stammtisch und Ähnlichem!

@Familiengerd

Lieber Familiengerd, ich habe nicht das geringste Interesse daran, mich mit Dir zu streiten ! Unser beider Äußerungen waren wohl ein wenig missverständlich. Ich habe Deinen Kommentar nicht als allgemeine Äußerung verstanden, sondern als klare Aufforderung an mich, solche Sprüche wie " wer feiern kann kann auch...." zu unterlassen. Somit kam natürlich meine Auffassung zustande, dass Du mich angreifst, die solche Sprüche selbst absolut dämlich findet, ohne einen erbetenen Rat des Fragestellers zu geben. Mitnichten stecke ich Dich in die braune Szene, die mir aus tiefster Seele verhasst ist. Vielleicht hätte ich nicht schreiben sollen, dumpfes Pamphlet, sondern blöder Spruch. Hättest Du damit besser leben können ? Deine Zustimmung habe ich durchaus zur Kenntnis genommen, habe auch vollkommen richtig gelesen. Deine Zustimmung hast Du jedoch sofort wieder negiert, in dem Du mir vorgeworfen hast, ich hätte verallgemeinert, und das habe ich nicht. Dass der Grund, aus dem man krankgeschrieben wurde, ausschlaggebend ist, ist selbstverständlich. Ich ging nun auch nicht davon aus, dass man das noch einmal extra und deutlich erwähnen muss. Das geschriebene Wort ist oft missverständlich, da die Tonlage dazu fehlt, sowie die Mimik.

@Yentl51

Ist schon okay! :-))

Yentl51, es geht hier darum, dass im Grunde nicht die Frage ist, was ein Arbeitgeber denkt. Auch ein Arbeitgeber muss sich an die Rechtsprechung halten. Antworten wie deine unterstellen aber, dass es neben der Rechtsprechung eine eigene Messlatte gibt, die sich aus der Willkür des Betriebs ableitet. Wer meint, sich dieser Willkür unterwerfen zu müssen, mag das ja meinetwegen tun. Aber er sollte zumindest vorher die objektive Rechtslage kennen.

@PeterSchu

Die Realität sieht nun mal eben so aus, dass nicht alle Firmen einer Gewerkschaft angeschlossen sind, die sich um die Rechte des AN kümmert. Und wer wird wohl seinen Arbeitgeber verklagen, wenn er Rechtsbeugung betreibt ? Das macht man nur, wenn man kündigt. Wenn ansonsten die Bedingungen des Arbeitsplatzes stimmen, wie nette Kollegen, anständige Arbeitszeiten und Bezahlung überlebt man sich das wohl dreimal. Das Arbeitsleben besteht nun mal aus Kompromissen, und nicht jeder kann sich mal eben einen neuen Job suchen oder sich ein Hartz IV Dasein leisten. Ich für meinen Teil finde es deutlich wichtiger, dass man sich überlegt, wie der Arbeitgeber was auffasst, als meine Rechte zu kennen und darauf zu beharren.

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