Feuchtigkeit in der Wand messen: Wie viel % sind Normalwerte?

5 Antworten

Bei mir kamen Handwerker einer Spezialfirma, um in und an der Wand die Feuchtigkeit zu messen. Sie haben nicht nur die Oberfläche untersucht, sondern auch an einer kleinen Stelle den Putz runter geschlagen und ein Loch gebohrt. Ich habe irgendwo gelesen, dass eine Wand ab 80 Prozent als zu feucht gilt. Aber damit weißt Du noch nicht, woher die Nässe stammt. Meine Badezimmerwand war klatschnass und schimmelte. Das war trotzdem nur kondensiertes Wasser. Es bildete sich beim Duschen über der Badewanne an einer schrägen Wand neben dem Dachfenster. Die Wand war dort sehr kalt - besonders, wenn ich nach dem Duschen das Dachfenster geöffnet habe.

Ich würde zunächst warten, ob der Schimmel überhaupt wieder kommt. Jetzt wo Du die Küche heizt, dürfte es besser werden. Mit Schimmel-Sperrgrund und Verzicht auf Tapete habe ich bereits gute Erfahrungen gemacht. In meinem Badezimmer ist die betroffene Wand jetzt gekachelt. Allerdings bildet sich dort in den Fugen immer noch Schimmel. Ich kann jetzt zum Glück leichter putzen und ich heize das Bad im Winter nach dem Duschen sehr stark. Gleichzeitig ist das Fenster weit offen. Eine andere Lösung ist mir leider bisher nicht eingefallen.

 

Ich denke mal, dass es keine so zuverlässigen Geräte für den "Hobby-Bedarf" gibt, hier muss ein Experte messen, denn die Oberfläche sagt ja nicht so viel aus, was gegebenenfalls drunter an Feuchtigkeit vorhanden ist.

Ich würde diese Wand auf jeden Fall frei lassen, also nichts an die Wand stellen und wenn doch, dann mit großem Abstand, also mindestens 10cm!

Die Raumfeuchte sollte bei 60% liegen, das ist auch die definierte Feuchte für das "Norm-Raumklima".

Lieber öfter mal die Fenster ganz öffnen zum Lüften, keine ewig gekippten Fenster, außer es ist außen und innen etwa gleich warm.

die feuchtigkeit ist völlig in ordnung du hast nur einen fehler gemacht . du hast den schimmel zusätzlich geschliffen, dadurch verteilst du die sporen im ganzen raum! schimmel immer nur mit wasser und schimmelspray abwaschen. ist zwar jetzt nicht so das du jetzt überall schimmel bekommst aber fürs nächste mal. besser wäre jetzt ein putz an die wand zu machen ( schöner streichputz etc..) diffusionsoffen offen so das die wände ahtmen können.

und noch was ; richtiges lüften ist am wichtigsten

3x am tag je 20min richtig gut durchlüften das die ganze feuchte luft raus und trockene luft rein kann das ist jetzt im winter noch besser weil die luft viel trockener ist als im sommer. die wohnung wird dadurch nicht kalt. wärme wird immer noch von den wänden gespeichert

Danke! - Das mit der Tapete an dieser Stelle war wohl auch keine gute Idee!

Ich habe jetzt mal "Schimmel- Sperr- Grund" besorgt. - Mal sehen, ob es für das nächste Mal hilft ...

Feuchte kann nur mit der Darr-Methode (Wiegen, Trocknen, Wiegen) genau gemessen werden. Die Mikrowellenmethode ist bei den neueren Verfahren die Methode, die noch annähernd brauchbare Ergebnisse bringt.

Andere Messungen, mit Messfühlern, an der Oberfläche helfen Dir evtl. Herkunft und Verlauf der Wandfeuchte zu erkunden. Das ist bei Kondensfeuchte jedoch auch falsch, weil dabei das kälteste Bauteil am feuchtesten ist.

Die Feuchte an der Oberfläche kann durchaus 50 bis 80 % betragen und flüssig vorliegen (Tropfen), je nachdem, was Du für Tapete, Anstrich, Putz etc. hast. Das passiert vor allem dann, wenn in einer Wohnung länger gekocht, gebadet und Wäsche getrocknet wird.

Bemühe Dich, durch Lüften und anschließendes Aufheizen die Luftfeuchte zwischen 50 und 60 % zu bekommen, dann klappt es auch auf Dauer.

Mit diesen "Spielzeuggeräten" kannst du nicht zuverlässig messen. Auch die Geräte mit dem runden Kugelkopf arbeiten mit Widerstandsmessung und messen auch eine Wand die z.B. versalzen ist als feucht. Es gibt Gräte die auf Mikrowellenbasis messen. Nur die sind recht zuverlässig. Diese Einstechmessgeräte messen in der Regel bei Wänden bis max. 33%. Also kannst du dir anhand deines Wertes selber ein Bild machen - wenn der Wert stimmt...

Die Geräte mit dem runden Kugelkopf arbeiten nach der kapazitiven Messmethode. Mit der Widerstandsmessung arbeiten nur die Einstechmessgeräte mit den zwei Elektroden. Beim Letzteren spielt der Salzgehalt des Mauerwerks eine entscheidene Rolle. Am genauesten ist immer noch die Dörr-Methode, wobei leider Putz, bzw. Mauerwerk entnommen werden muss.

@Onki73

Beim ersten spielt der Salzgehalt auch eine große Rolle und für die Dörr-Methode mitten im Wohnzimmer anzuwenden, hat kaum ein Bewohner Verständnis.

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