extreme Dyspnoe bei leichter Belastung - Betablocker schuld?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo, hat man Dich auch auf eine sogenannte "Reentry Tachykardie" hin untersucht? Diese Form der Tachykardie entsteht durch eine fehlgeleitete Erregungsausbreitung, die nach Übertritt des Impulses vom Vorhof auf die Kammer über Nebenwege sich "den kurzen Weg" zurück in den Vorhof sucht. Normalerweise handelt es sich nur um wiederkehrende kürzere Phasen dieser Tachykardien, aber es kann auch sehr ausgeprägt wie bei Dir sein. Es sind auch viele Stunden beschrieben worden.... Warst Du "allgemein internistisch" stationär oder bei "richtigen" Kardiologen, die das Equipment für die entsprechenden Untersuchungen haben?! Nach meiner Einschätzung dürfte die Verordnung eines Betablockers nicht ausreichend sein, sondern man müsste weiter nach der Ursache suchen. Sollte sich eine Reentry Tachykardie verifizieren, dann gibt es verschiedene "nette" Methoden, dass zu beheben. Die Dyspnoe kommt in der Tat von der Tachykardie, da die Füllungsphasen und Auswurfphasen bei extremen Tachykardien nur sehr kurz sind. Durch die Lauferei zum Zug hast Du wahrscheinlich extrem tief und häufig eingeatmet, so dass die Sauerstoffsättigung hoch gegangen ist. Das Blut strömt zwar schnell und in kleinen Portionen in die Lungenbahn, das Herzzeitminutenvolumen, also gesamte Menge des Blutes pro Minute, wird durch die Zunahme der Tachykardie noch begünstigt. Durch die steigende Sauerstoffsättigung wird der Körper "high" und man hyperventiliert letztendlich. Die Symptome des Schwindels und des Kribbelns sind schon sehr eindeutig. Daher ist die Empfehlung, in eine Tüte zu atmen um den Sauerstoffgehalt der Atemluft zu senken, sicher nicht verkehrt. Auf jeden Fall kann es so nicht bleiben und ich würde auf eine eingehende Untersuchung in einem Herzzentrum drängen. Ich weiß nicht, aus welcher Ecke Deutschlands Du schreibst, aber hier in NRW haben wir zum Beispiel das Herzzentrum Bad Oeynhausen und die haben eine Menge auf der Klaviatur der Herzdiagnostik zu bieten. Mit einer "einfachen" internistischen Untersuchung solltest Du Dich nicht zufrieden geben. Und dass diese extremen Situationen allein mit einer Schilddrüsendysfunktion zu erklären wären, glaube ich auch nicht....

LG eosine !

Danke für deine Antwort! Sie scheint mir am plausibelsten zu sein. Ich war in einem normalen Krankenhaus auf der allgemeininternistischen Station. Mich hat ein eigentlich ziemlich guter Internist behandelt - der wie du schon angedeutet hast aber eben auch nur ein Internist ist und kein Kardiologe. Ich schaue jetzt erstmal, ob es unter der Gabe von Nebivolol besser wird, das wirkt vermutlich auch noch gar nicht richtig, weil ich es erst seit heute nehme.

In 14 Tagen bekomme ich nochmal ein Langzeit-EKG und auch nochmal eine Echokardiographie (habe ich während ich im KH war auch bekommen, aber die war unauffällig). Warum jetzt nochmal ein Echo gemacht wird, weiß ich nicht, vielleicht haben sich die Werte aus dem EKG doch nochmal stark verschlechtert und dem soll weiter nachgegangen werden. Jedenfalls ist dann ja zu erkennen, ob sich die Tachykardie gebessert hat oder nicht - wenn nicht, müssen wir uns wohl etwas anderes einfallen lassen.

Aber den Chefarzt, der mich behandelt, kenne ich schon lange und er ist auch so, dass er zugibt, wenn er mal nicht weiter weiß - wir haben hier in der Nähe ein gutes kardiologisches Zentrum, an das er mich dann überweisen würde. Aber natürlich versucht er erstmal selber die Ursache zu finden.

Das einzige was mir (jetzt im Zusammenhang) noch nicht ganz klar wird: ist es nicht so, dass die Sauerstoffkonzentration durch die Dyspnoe im Gewebe sogar ziemlich gering ist? Dadurch dass eben durch die kurzen Füllungsphasen das Blut nicht mit genügend Sauerstoff angereichert werden kann? (Dafür würden ja auch bläuliche Lippen und bläuliche Fingernagelverfärbung [also die Haut darunter natürlich] sprechen) Wenn es dann so ist und eben zu wenig Sauerstoff da ist und ich atme in den Beutel, dann bekomme ich ja noch weniger Sauerstoff, oder nicht?

Ich verstehe da wie gesagt gerade den Zusammenhang nicht ganz, also wieso ich dann dadurch profitieren würde, wenn ich ja eh schon an einem Sauerstoffmangel im Gewebe leide. Wird das Ganze dann nicht verschlimmert?

Wie gesagt, ich habe versucht, bewusst langsam zu atmen, aber das war mir gar nicht möglich, ich habe mich dabei quasi "verschluckt", musste husten und zwangsläufig wieder schneller Luft holen, weil ich durch das Langsamatmen das Gefühl hatte, gleich zu ersticken.

@MademoiselleP

Soweit ich das im Internet lese, würde man eine sog. Reentry-Tachykardie aber doch im EKG erkennen können, oder?

Laut Arztbericht (also dem, wo es noch etwas besser war als beim letzten Langzeit-EKG) steht zum Langzeit-EKG lediglich: durchgehend Sinusrythmus, Herzfrequenz 120/min, [jetzt ja etwa 150], mehrere Sinustachykardien mit ungefährer HF von 150/min über mehrere Minuten, keine Bradykardien (ach!), keine Pausen und zusätzlich unter EKG: Indifferenztyp

also nichts wirklich auffälliges außer eben die unerklärlichen Tachykardien :/

@MademoiselleP

Hallo nochmal... zu Deinem ersten Kommentar: ich denke, die machen nochmal ein Echo um zu schauen, ob sich die Herzgröße in dieser Zeit verändert hat (größer geworden ist). Manchmal entwickelt man Tachykardien, wenn man unter einer dilatativen Kardiomyopathie (oftmals auch Folge eine verschleppten Infekts) leidet. Außerdem kann man die Auswurffraktion bestimmen. Eine Reentrytachykardie erkennt man nicht unbedingt im EKG. Da gibt es bestimmte Abstände, die man ausmisst. Aber wenn das Herz so schnell ist, dann ist das alles natürlich sehr kurz. Da muss man schon in die nächtlichen Ruhephasen schauen und auch dann ist es ein "könnte".,,, Es gibt bessere Methoden als das LZ-EKG, um dass zu untersuchen, z.B. eine EPU oder ein Streßecho.

Was Du da als nicht ersichtlich beschreibst, also diese O²-Sättigung im Blut, musst Du vielleicht etwas anders vorstellen. Auch wenn das Herz sehr schnell ist, pumpt es dennoch in schnellerer Folge kleinere Mengen Blut in den Lungenkreislauf und in ebenso kleinen "Portionen" wird es vom Herzen wieder aufgenommen und in den großen Kreislauf gepumpt. Es ist also immer die gleiche Menge im Lungenkreislauf, auch wenn es hier im schnellen "Staccato" vorangeht. Auf diesem Passageweg wird es mit Sauerstoff beladen. Wenn Du dann Luftnot (Dyspnoe) verspürst, atmest Du unwillkürlich tiefer und länger ein als Du ausatmest. Die CO²-Abgabe, also das Ausatmen ist in Summe weniger.als die Einatmung. Man "ringt" meist unbemerkt, dass heißt nicht meßbar, nach Luft (Sauerstoff)....So ist die Lungenluft länger mit reichlich Sauerstoff angesättigt und das Blut belädt sich damit....Wenn Du in eine Tüte atmest, enthält diese Luft immer noch genügend Sauerstoff (es wird ja nicht der ganze Sauerstoff bei einem "Atemzug" verbraucht. Dieser Sauerstoff, der in der Ausatemluft ist, reicht beim erneuten einatmen in der Regel aus, die Erys zu beladen. Das wieder eingeatmete CO² aus der Ausatemluft verringert jedoch die O²-Konzentration. Die Folgen der Hyperventilation verschwinden wieder, obwohl Du scheinbar normal weiter atmest. Dieen Vorgang (Tüte atmen) kann man ohne Gefahr zunächst dreimal hintereinander wiederholen, erst dann wieder Raumluft atmen....Die kannst so Deinem Drang schneller zu atmen nachkommen, hast genug Sauerstoff und trotzdem geht es allmählich wieder besser ohne das Gefühl, ersticken zu müssen....

Wenn Du Dir das so vorstellst, erkennt man auch, dass bei dieser in Summe der Einatmung größere Gewichtung zukommt, mehr Sauerstoff aufgenommen wird und die Sauerstoff"konzentration" im Gewebe steigt. Die Dyspnoe mit schnellerem und tieferem Einatmen (auch wenn es dir nicht so vorkommt) verstärkt das also. Und das ist die Hyperventilation. Ich glaube nicht, dass Du bläuliche Lippen und Finger gesehen hast. Diese entstehen, wenn der Kreislauf zentralisiert, also das sauerstoffreichere Blut vermehrt in die "wichtigen" inneren Regionen geschickt wird. Beim Hyperventilieren ist das eigentlich nicht so. Und wie gesagt, die Füllungsphasen sind zwar kurz, aber dafür in Summe durch die Tachykardie häufiger ...und dabei kommt am Ende ein ähnliches Herzzeitvolumen raus (= gleiche Menge pro Zeiteinheit). Dass das den Körper und das Wohlbefinden stresst, ist unbenommen, da es sehr unangenehm ist, aber für eine überschaubare Zeit sicher nicht gefährlich....Auf Dauer MUSS es aber geklärt werden...

@MademoiselleP

zu Deinem zweiten Kommentar (GF schiebt die Kommentare ja hin, wo es will :) ).... Eine Reentry Tachykardie ist in seiner tachykarden Phase nicht unbedingt als solche zu erkennen sondern imponiert einfach nur als Tachykardie....Bei Dir wäre es wichtig zu untersuchen, ob man diese aus einer Ruhephase heraus "provozieren" kann. Eine Rentry Tachykardie ist durchaus eine Sinustachykardie (im Gegensatz zur Tachyarrhythmia absoluta, die bei Ausfall des Sinusknotens entsteht). Die Höhe der Frequenz würde durchaus dafür sprechen (140 - 240 bpm, bpm=bits per minut). Nach Deinem "Zitat" hast Du also eine hohe Sinusfrequenz (120 bpm, durchaus noch "normal", wenn auch hochfrequent) aus der minutenlange (!) Phasen der Sinustachykardie entstehen. Hättest Du immer wieder zwischendrin auch Bradykardien, dann würdest Du wahrscheinlich unter einem "Sick-Sinus" leiden. Auch das gibt es. Diese Leute werden letztendlich meist mit einem hochdosierten Frequenzsenker behandelt (meist Isoptin) und mittels eines Herzschrittmachers vor den langsamen Phasen geschützt. Warum Du allerdings eine so hohe Ruhefrequenz hast, wenn Du nicht schläfst, kann ich Dir so nicht sagen. Deswegen schauen die sich ja auch nochmal das Echo an.

Indiffferenztyp bedeutet eigentlich nur die Lageposition Deines Herzens im Brustkorb, also wirklich ganz normal.....

LG eosine !

Wenn deine Bluthochdruck ein sekundärer aufgrund Hypothyreose ist, dann können Betablocker, die ja eigentlich für Bluthochdruck verordnet werden auch kontraproduktiv sein. Allergisches Asthma, Atemnot, Kribbeln in dem Extremitäten, Schwächegefühl, Herzrasen, Herzrhathmusstörungen...alles kann insbesondere bei Frauen leicht von der Schilddrüse kommen. Wurde das schon überprüft. Auch wenn der Arzt es ausschließt...das passeirt meist voreilig anhand seit 10 Jahren veralteter Normwerte. Gibt es Schilddrüsenerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen in der Familie?

JA, es kann der Batablocker sein.

Substituiere Vitamin D, bis 2000 I.E. pro Tag. Vigantolöl 20.000 I.E(rezeptpflichtig): 3 Tropfen pro Tag oder bei DM die 800er von Abtei: morgens und abends eine.

Trinke mehr WASSER, Buttermilch, Kefir, Lassie, Ayran. Weniger Süßigkeiten und süße Getränke(Softdrinks).

Ein gesunder TSH liegt bei 1. Ab 2,0 untersuchen gute Ärzte auf Hashimoto. geh zum Endokrinologen. Frauen sollten regelmäßig ihre Schilddrüse untersuchen lassen. Bitte deinen Arzt bei jeder Blutentnahme deinen TSH mit zu messen. Dass das nicht Standard ist sonder optional, auf Wunsch oder bei Verdacht (den die Ärzte erstmal haben müssen) ist ein Unding bei dieser Volkskrankheit.

Ich habe eine gut eingestellte Schilddrüsenunterfunktion. L-Thyroxin wurde während des Krankenhausaufenthalts von 175 auf 125µg reduziert, weil ich etwas zu überdosiert war. Allerdings besteht die Tachykadie weiterhin (erst gab es die Idee, dass die Überdosierung von Thyroxin auslösend sein könnte, war aber nicht so). Auf jeden Fall werden TSH sowie T3 und T4 regelmäßig kontrolliert und befinden sich somit im Normbereich...

Vitamin D substituiere ich bereits, da ich einen starken Mangel hatte, aber jetzt schon über längere Zeit, ich denke mittlerweile ist er wieder einigermaßen im Rahmen.

Wie gesagt, die Ärzte vermuten, dass es Stress ist, weil wirklich keine organische Ursache zu finden war (alle Blutwerte soweit prima, nur Natrium war grenzwertig wenig, aber auch noch okay).

Achso, ich trinke auf jeden Fall viel Wasser, auch fast täglich Buttermilch. Mehr trinken wäre ungesund :/ Falls das mit dem Vitamin D wichtig ist: ich nehme 2x wöchentlich 20.000 IE (Dekristol).

Aber schon mal vielen Dank für die Antwort und die Mühe!

@MademoiselleP

Weißt du aufgrund welcher Schilddrüsenwerte die Ärzte im krankenhaus dein Thyroxin so schnell so weit reduziert haben. Nur zur Sicherheit, vielleicht haben sie ja recht damit gehabt. Sonst kann nämlich BEIDES schuld an deiner Verschlechterung gewesen sein...einmal die plötzliche starke Reduktion des Schilddrüsenhormons UND zusätzlich der Betablocker, der einen kompensierten Zustand wieder durcheinanderbringt. Wie gesagt....es ist NUR eine Vermutung. Oftmals liege ich richtig. Du kannst das anfangs relativ leicht kontrollieren anhand des TSH der bei 1 liegen sollte, bei Hashimoto sogar niedriger (0,3-1,0). Wenn du schon fortgeschrittene Hashimoto-Patientin bist, mit kleiner Schilddrüse, evt Umwandlungsstörung oder Nebennierenschwäche dann kann auch der TSH schon dauersupprimiert sein und so gern als ÜBERfunktion fehlinterpretiert werden. So bei mir geschehen. Das hat mich für bisher 3 Jahre komplett aus der Bahn geworfen. Erst mein hartnäckiges Fokussieren auf der Einstellung mit Schilddrüsenhormon hat es möglich gemacht dass ich seit einem Jahr auf dem Weg der Besserung mich befinde. Also VORSICHT bei allen schnellen Dosisreduktionen aufgrund einer angeblichen ÜBERfunktion. Wie hoch war dein fT3-Wert. Erst wenn der fT3 Wert ÜBER der Norm liegt, dann kann man sicher von einer ÜBERfunktion sprechen(steht in der Facvhinformation für Thyroxin für Ärzte). Und auch dann sollte man erst eine weitere Blutkontrolle abwarten bis man die Thyroxindosis reduziert...und dann sollte man niemalsd so krass die Dosis reduzieren. Krankenhausärzte sind nicht unbedingt die Fachärzte für Endokrinologie. So einer kann das eher beurteilen. Bei solch fortgeschritteten Stadium kann das meiner Erfahrung nach auch nicht JEDER Endokrinologe sofort richtig einschätzen. Und viele nehmen sich leider nicht die Zeit hier genauer nachzuforschen.

@Schnabelwal

Dass du Vitamin D substituierst ist prima. Durch die SD-Unterfunktion bekommen viele Vitamin D Mangel. Viatmin D ist auch ein Hormon!!! UND sein Mangel wirkt sich wiederum negativ auf die Schilddrüsenleistung aus. D.H. wenn du Vitamin D Mangel bekommst, dann könnte deine Thyroxin-Substitution nicht ausreichend sein oder du hast eine Umwandlungsstörung und solltest T3 mit dazu bekommen. WENN du dann unter Vitamin D-Mangel leidest kann dein Bedarf an SD-Hormonen weiter steigen. 175 µg kann 20 Jahre ausreichend sein...dann um das Alter nahe der Menopause (40-50) leiden viele Frauen an Progesteronmangel...dann steigt der Bedarf an SD.Hormonen weiter...Ausser sie würden Progesteron udn Vitamin D ausreichend substituieren.

Ich würde an deiner Stelle das Thema Schilddrüse genauer untersuchen und Vitamin D udn Progesteron substituieren.

Der Hausarzt kann dir ein Privatrezept über Progestogel verordnen (die AntibabyPille nimmst du hoffentlich NICHT). Das Vitamin D würde ich vielleicht auch häufiger nehmen (ich verstehe die Dosierung so dass du 20.000 I.E. Tabletten 2x in der Woche nimmst? Der Körper kann pro Tag 10.000 gut vertragen, also könntest du alle 2 Tage diese Tablette nehmen. Laß den Spiegel doch mal wieder kontrollieren. Sein Mangel in mittleren Jahren macht Frauen in Alter dement, fördert Alzheimer, Herzprobleme und Lungenprobleme.

Solltest du noch peri(premenopausal sein substituiere auch Progesteron.

175µg Thyroxin wären auch nicht Ende der Fahnenstange. Wenn die Periode ausbliebt kannst du wieder weniger benötigen, weill dann auch das Östrogen sinkt (Gegenspieler vom Progesteron)...dann brauchst du auch kaum-kein progesteron mehr substituieren UND dein SD-Hormonbedarf kann wieder sinken...ABER kur vor der Menopause steigt der Bedarf in Korrelation mit dem sinkenden Progesteronsoiegel nochmal deutlich an. Ich weiß nicht wie alt du bistr. Kann sein dass vieles was ich hier anspreche gar nicht zu deiner Situation paßt. Aber als SD-Patientin um die Wechseljahre muß man auch wegen seinem Herzen sehr genau auf die Schilddrüse aufpassen. Unsere ärzte fürchten immer nur die Überdosierung....aber hier kann kurze Zeit die Unterfunktion das Hauptproblem werden. Da machen viele Frauen eine Ärzteodyssee durch, bekommen oft die "Diagnose" Ohne Befund"...und dass es die schilddrüse sein könnte, daran denkt kaum einer.

@Schnabelwal: Bitte nicht schon wieder die Schilddrüse! Bei Dir gibt es fast kein Krankheitsbild, bei dem Du nicht in irgendeiner Form Dein beliebtes Thema der Schilddrüsenerkrankungen einbringst.

Die geschilderten Beschwerden liegen in einem Rahmen, dass der Sache grundlichst nachgegangen werden wird. Dies jetzt nur auf eine Schilddrüsenerkrankung zu reduzieren, könnte nicht unerhebliche Folgen haben.

Frauen sollen auch nicht regelmäßig ihre Schilddrüse untersuchen lassen, wenn es keinen konkreten Anlaß dazu gibt! Wenn man sich in dieses gefährliche Fahrwasser begibt, besteht die große Gefahr einer generellen Hysterie.

Damit ist der Patientin auch nicht geholfen, denn Hysterie trägt nur zur Verschlechterung der Symptome bei!

@Adlerblick

@adlerblick ich hoffe sehr dass man dem genauestens nachgeht. Aber wenn hier die bisherigen Strategien eher Verschlechterung bringen, dann kann meine Erfahrung, die übrigens ein Drittel der Frauen in den Wechseljahren betrifft und demnach keine Seltenheit und schon gar nicht Hysterie darstellt, hier sehr wohl hilfreich sein. Ich möchte Dir ans Herz legen, das Thema nicht zu bagatellisieren. Was in den Medizinbüchern in den letzten 30 Jahren dazu geschrieben wurde, insbesondere im deutschsprachigen Anteil, genügt leider mitnichten dieses Thema erschöpfend und der Situation angemessen zu kommunizieren. Bitte schaui in mein Profil, da steht genau auf welche Themen ich SPEZIALISIERT bin. Und da die Schilddrüse ein stark unterschätzes Organ ist und auf ALLE Organe udn Gewebe ausstrahlt/essentiell ist, und ich die ganzen Symptome an eigenen Lein kennenlernen durfte, werde ich auch weiterhin bei den passenden Fragen meine Einschätzung schreiben. Genaus wie Du das darfst. Ich möchte gerade das gegenteil, rechtzeitige Erkennung der Ursache udn schnelle Behebung der Probleme. Hysterie ist etwas was Männer häufig Frauen unterstellen;) deshalb wurde auch unsere Gebärmutter so genannt. So wie du dich deinen Spezialthemen widmest, werde auch ich das weiter tun. Ich fokussiere gerne auch die Themen die ungerechtfertigterweise unterrepräsentiert, paradox oder mißverstanden sind. Falls du dich lieber zu jedem Thema äußerst, auch gut, aber bitte laß mir mein Recht auf Meinungsäußerung. Die Empfehlung dass jede Frau regelmäßig ihre Schilddrüse mitkontrollieren lassen sollte kommt aus berufenem Munde. Pubertierende, Schwangere, Frauen mit Kinderwunsch und Frauen in den Wechseljahren sind das besondere Klientel wo man als Arzt von selber daran denken sollte.

@Schnabelwal

Naja, ich nehme den Betablocker ja erst seit heute. Also kann man ja eigentlich nicht davon ausgehen, dass der die Sache wesentlich verschlechtert hat, weil er ja noch gar nicht richtig wirkt...

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass es die Schilddrüse ist. TSH war zu niedrig, fT3 (3,33pg/ml) und fT4 (1,60 ng/dl) sind genau im Rahmen, fT4 vielleicht an der oberen Grenze. Meine Schilddrüse ist auch nicht vergrößert, habe eine Szintigraphie machen lassen und eine gründliche Untersuchung beim Endokrinologen und der nuklearmedizin. Und wie gesagt, die Werte werden regelmäßig abgenommen und ggf die Dosis korrigiert, was aber bisher nicht nötig war.

Was ich vielleicht dazu sagen sollte, ich habe die Hypothyreose nicht einfach so bekommen - hat auch nichts mit Hashimoto zu tun. Ich musste ein Medikament nehmen, was aktiv meine Schilddrüse geschädigt und zerstört hat, sodass sie von selber kaum noch funktioniert. Das Medikament ist jetzt länger abgesetzt (darum wieder runter auf 125µg) und die Unterfunktion bleibt bestehen, weil die Schilddrüse vermutlich irreversibel geschädigt wurde.

@MademoiselleP

Die meisten glauben nicht dass es die Schilddrüse sein kann, Auch Ärzte. fT3 und fT4 sollten idealerweise im oberen Drittel der Norm liegen. Nur wenn der fT3 Wert ÜBER der Norm liegt ist eine Unterfunktion sicher feststellbar. Wie gesagt ein TSH kann manchmal fehlleiten. Er kann insbesondere bei Langzeiterkrankten irgendwann dauersupprimiert sein, dann sollte er nicht zur Diagnosestellung und Dosisfindung herangezogen werden. Wie lag der fT3 bei Dir in der Norm?

Ich spreche auch nicht von vergrößterter sondern von verkleinerter Schilddrüse.- das wird oft gar nicht erwähnt, sogar als NORMALgroß bezeichnet nach früherer Lesart als Hashimoto noch kein Thema war und fast alle Jodmangelkropf hatten. Unglaublich dass auch heute noch viele Ärzte nur VERGRÖSSERTE Schilddrüsen als pathologisch definieren. Viele glauben auch noch Hashimoto sei eine seltenenErkrankung dabei betrifft es heute schon vermutlich 15% der Bevölkerung. Wenn fT3 und fT4 IN der Norm waren, warum sollte dann eine Überfunktion vorliegen. Wenn dein Bluthochdruck nicht dauerhaft war, sondern mehrheitlich in der Ruhe kam...dann könnte er sogar eine Kompensation von zu niedrigem Blutdruck und Mangelversorgung sein. Es KÖNNTE sein. Bei der Schilddrüse ist es oft anders als es auf den ersten Blick aussieht. Die primitiven Diagnostik-Richtlinien sind hilfreich für ziemlich lange Zeit. Aber später können sie in die Irre führen, wenn man nur nach dem TSH geht. Vitamin D-Mangel kommt in der Unterfunktion/Unterdosierung vor. Herzschwäche, Herzrhythmusstörung udn sekundäre Hypertonie auch von der UNTERfunktion.

Auch ich habe den Hashimoto 20 Jahre nicht wirklich beachtet nachdem ich drei vier Medizinbücher zu dem Thema gelesen hatte. Ich bin eines besseren belehrt worden. Unabhängig kam ich zu den gleichen erkenntnissen udn Schlußfolgerungen auf die auch ein berühmter Endokrinologe gekommen ist, Prof. Hotze. Er wollte die deutsche SD-Diagnostik auf den neuesten Stand der wissenschaftlichen Forschung bringen. Zu viele alteingesessene Meinungsbildner waren reformresistent. Und jetzt sind wir so ziemlich das einzige Land das noch mit seit 10 Jahren wissenschaftlich veralteten TSH-Normen arbeitet.

Wie hoch war dein TSH...unter 0,3? Das sieht natürlich auf den ersten Blick wie eine ÜBERfunktion aus. Always think twice! Die Annahmen der Krankenhausärzte sind noch nicht bestätigt. Deren Interventionen haben deine Beschwerden eher verstärkt. Betablocker sollten schon an ersten Tag wirken, meine ich. Wer ist da der Fachmann für?

@Schnabelwal

Besuch mal die website: med1.de und da unter die Rubrik Endokrinologie/Schilddrüse o.ä. Und da kannst du mal deine Blutwerte der Schilddrüse posten. Frage auch mal explizit zwack (User: blaugeschrieben=männlich) dazu. Der kann dir genau berechnen wie gut deine freien Werte eingestellt sind. Dass man den TSH manchmal extra unberücksichtgt lassen muss, ist dort bekannt. Nur ein Tipp. Ärztliche Zweit- und Drittmeinung insbesondere zu deiner Schilddrüsensituation holst du sicher ein, nicht?

Hashimoto-Website: ht-mb.de hilft dir auch weiter.

@Schnabelwal

Bluthochdruck habe ich nicht, der ist im oberen Normalbereich. Auch habe ich weder eine Vergrößerung noch eine Verkleinerung der Schilddrüse. Vitamin D nehme ich, weil ich in den Wintermonaten zu wenig Sonne bekomme - das war bereits jeden Winter so, auch als ich die medikamenteninduzierte Unterfunktion noch nicht hatte...

Den TSH habe ich gerade nicht vorliegen, jedenfalls war er nur leicht supprimiert.

@MademoiselleP

Ja, wie groß ist denn deine Schilddrüse genau. NORMALgroß heißt bei vielen Ärzten alles was nicht vergrößert ist. Da muss man ganz genau nachfragen. Frauen haben normalerweise 18 ml Schilddrüsengewebe. Welches Medikament soll denn angeblich die Unterfunktion bewirkt haben? Gegen welche symptome/indikation wurde es dir verabreicht. Wenns dir gut geht, bräuchtest du ja keine Untersuchungen im Krankenhaus.

NUR leicht supprimiert? Und dann so krasse Änderung des Therapieregimes? DAS führt heute gern zur angeblichen "Nichteinstellbarkeit" des Patienten. Thyroxindosierung darf nicht so schnell reduziert werden. Selbst wenn eine Reduktion indiziert wäre, dann führt der große Unterschied auf jeden Fall zu starken Hormonschwankungen. Das muss man erstmal verkraften.

@Schnabelwal

Dass sie das deswegen reduziert haben, finde ich auch nicht ganz so gut :/ Auf jeden Fall wird demnächst nochmal Blut abgenommen und geschaut, ob die Dosis nun zu niedrig ist, oder in Ordnung.

Das Medikament, dass die Unterfunktion bewirkt hat (das ist keine Vermutung, sondern belegt) ist Lithium, genauer Hypnorex. Ich hatte vor der Einnahme immer eine super Schilddrüse, alle Werte perfekt - nach der Einnahme und mit steigender Dosierung wurden die Werte schlechter und schlechter, sodass das L-Thyroxin immer weiter gesteigert werden musste. Eine Szintigraphie ergab dann, dass ich immer noch unterdosiert war, und empfahl eine Erhöhung auf 175µg. Die Indikation ist eben die typische Indikation für Lithium, eine bipolare Störung. Da die ganzen Nebenwirkungen aber zu schwerwiegend waren (SDU, Gewichtszunahme von über 30kg in wenigen Monaten, Akne), wurde das Medikament abgesetzt und nun nehme ich wieder die Medikation, die ich vor der Umstellung hatte.

@Schnabelwal

@Schnablwal: Ich beschneide hier keineswegs Dein Recht auf Meinungsäußeung! Wenn hier Fragen auftauchen, die im Zusammenhang mit einer Schilddrüsenerkrankung stehen, ist ja Dein Wissen im absolut richtigen Rahmen.

Ich halte nur nichts davon - und hier gestehe mir bitte mein Recht auf Meinunsäußerung zu - wenn bei zu vielen Krankheitsbildern die Schilddrüse als verantwortliches Teil für das Krankheitsbild angeführt wird, in denen die Schilddrüse primär sicher nicht der Auslöser für Beschwerden ist - wie vermutlich auch in dem hier geschilderten Fall, zumal die Fragestellerin ja bereits darauf hingewiesen hat, dass ihre Schilddrüsenwerte in Ordnung sind.

In der heutigen Zeit der Verlinkungen via Internet kommen auf diese Art und Weise immer mehr Menschen zu Vermutungen und Schreckensbildern was ihnen alles fehlen könnte. Die Hypochondrie ist stets am Wachsen, und das ganz besonders bei den von Dir angeführten Frauen in den Wechseljahren.

Dieses Bild ist bestens bekannt aus der Zeit, als der Psychrembel das beliebte medizinische Nachschlagwerk noch in Buchform war. Hat man sich da erst mal in eine Sache eingelesen und dann bei den Querverweisen weitergelesen, konnte man schnell zu vielschichtigen Krankheitsbildern kommen, die es in dieser Vielseitigkeit gar nicht gibt.

Ich habe da mal den Satz losgelassen: Wenn ich den Psychrembel anfange zu lesen, dann stelle ich fest, dass ich bis auf Geschlechtskrankheiten bei allen Krankheitsbildern irgendwelche Symptome an mir finden könnte, um diese Krankheiten auch zu haben.

Es ist gut, dass Du Dich so gut mit Schilddrüsenkrankheiten auskennst, und solcher Rat ist sicher auch gefragt, wenn sich hier User melden, die tatsächlich mit derartigen Problemen zu kämpfen haben.

Dies sollte man aber nicht übertragen auf andere Krankheitsbilder. Woher hast Du eigentlich die Angabe, wonach ein Drittel der Frauen in den Wechseljahren Probleme mit der Schilddrüse haben?

Ich kenne unheimlich viele Frauen in den Wechseljahren, aber nicht eine Einzige davon hat irgendwelche Schilddrüsenprobleme!!!! Wenn ich das hochrechne, erscheint mir die Angabe von wegen ein Drittel der Frauen in den Wechseljahren hat Schilddrüsenprobleme doch sehr überzogen.

Dafür kenne ich aber Männer in den Sechzigern, die tatsächlich Schilddrüsenprobleme haben und entsprechend behandelt werden.

Einer von denen hat diese Problematik alledings vererbt bekommen von seinem Großvater.

Hallo, Du hast vermutlich hyperventiliert. Daher das Gefühl der extremen Luftnot und auch das Kribbeln in den Händen und Füßen. Wenn sowas nochmal passiert, in einen geschlossenen Behälter (am einfachsten Tüte) atmen. Würde ich jetzt nicht dem Betablocker zuschreiben.

Hmm.. aber das war ja nicht wirklich beeinflussbar. Die Dyspnoe bei Belastung habe ich ja durch die Tachykardie (medizinisch gesichert). Weil das Herz viel zu schnell und deswegen uneffizient schlägt, bekommt der Körper zu wenig Sauerstoff ab.

Wenn ich jetzt in eine Tüte atme, dann kriege ich ja noch weniger Sauerstoff, oder nicht? Geht es da nicht darum, mehr CO2 einzuatmen und weniger Sauerstoff?

@MademoiselleP

Denkbar ist, dass Du durch die wahrgenommene Dyspnoe in die Hyperventilation gekommen bist. Das Eine schließt das andere nicht aus. Von der klinik her schreit es auf jeden fall anch Hyperventilationssyndrom. Daher empfehle ich die Tüte. Du atmest Dein eigenes CO2 wieder ein, da reichen häufig wenige Atemzüge um Besserung zu bringen. Dass die Luft in der Tüte in dem moment etwas weniger Sauerstoff hat, fällt für die kurze Dauer nicht ins Gewicht. Alles Gute

Bisohexal vom Arzt verschrieben bekommen? wirkt es gegen Stress?

Hallo liebe Community, leider leide ich seit meiner Geburt an einem erhöhten Pulsschlag und zu hohem Blutdruck. Mittlerweile bin ich 18 Jahre alt. Ich bin schon 2 mal deshalb in Ohnmacht gefallen weil ich einen Puls von 190 hatte.. Die Apple Watch ist mir hier eine große Hilfe, da sie mir hilft den Pulsschlag zu messen über den Tag verteilt und auch bei zu hohem Puls warnt.Beim Kardiologen war ich und der sagte es kann keine Herzkrankheit sein nachdem er mich untersuchte. Diese Warnung von der Apple Watch ist meist dann gekommen als ich mich aufregte was ich sehr schnell tue.. Die Schule verursacht Stress und auch außerhalb der Schule reagiere ich sehr sensibel auf jegliche Stressverursachenden Dinge im Alltag... Das wiederum fördert meine reizbarkeit und den Blutdruck und Herzschlag. Nun habe ich von meinem Arzt ein Medikament verschrieben bekommen was "BisoHEXAL"heißt und zur Gattung der Betablocker gehört. Es hat den Wirkstoff Bisoprolol, auch bezeichnet als Bisoprololfumarat. Ich nehme zu Anfang die 1,25mg Tabletten.. Nun ist mein Puls wirklich ruhiger..In der Gebrauchsanweisung steht etwas davon, dass dieses Medikament auch gegen Depressionen und Angst hilft.. Glaubt ihr das ich mich wegen dem Medikament verändern werde? Eventuell ja auch zum positiven? Mein Arzt hat von einem Blutdruck und Puls senkenden Mittel gesprochen, aber wirkt es auch entspannend? wird dadurch eventuell die Reizbarkeit auch nach unten gefahren und das Stressempfinden? Hat schon jemand damit Erfahrungen gemacht? in wie fern wirkt sich das auf die Konzentration aus? Ich habe außerdem eine extreme Spritzenphobie,da ich mit denen leider als Baby schlechte Erfahrungen machte.. wird die davon eventuell sogar verschwinden?

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