Erfahrungen mit Hausgeburt?

5 Antworten

Hebammen die Hausgeburten machen sind sehr vorsichtig, sie reagieren bei sich anbahnenden Komplikationen frühzeitig und überweisen ins Krankenhaus. Risikofälle nehmen sie nicht an.

Heute ist das Risiko enorm gross, dass die Geburt im Spital mit Kaiserschnitt enden obwohl gar kein Kaiserschnitt nötig wäre.

Da werden Eltern belogen über die Herztöne der Kinder etc.

Habe ich leider so in der Weiterbildung von Hebammen vermittelt bekommen. Gerade in Privatspitälern ist das Risiko sehr gross, dass man eine Geburt nicht normal ablaufen lässt.

In Spitälern wird sehr schnell zur Schmerzlinderung zur PDA gegriffen. Das führt aber leider dazu, dass der Geburtskanal so erschlafft und seine natürliche Form verliert, dass das Kind stecken bleibt, statt hindurch zu gleiten.

Passiert das, kommt es zum Kaiserschnitt oder zur Zangengeburt oder zur Geburt mit der Saugglocke.

Die Spitalroutine führt oft dazu, dass eine Geburt ins stocken gerät und dann mit einen Eingriff beendet werden muss.

Nach meiner heutigen Erfahrung würde ich für eine Geburt, bei der keine Komplikationen zu erwarten sind, eine Hausgeburt oder ein Geburtshaus wählen.

Trotzdem bleibt es immer eine ganz persönliche Entscheidung wie man gebären möchte.

Zur Alternative gibt es auch noch die ambulante Geburt. Da geht man ca. 2h nach der Geburt wieder nach Hause. Auch hier braucht es eine nachbetreuende Hebamme auf die man sich verlassen kann. Am besten nimmt sich dann der Papa 1-2 Wochen Urlaub.

Auch das ist die bessere Voraussetzung zum problemlosen Stillen.

Die Zunahme der Kaiserschnitte in Krankenhäusern hat auch sehr viel damit zu tun, dass sich immer mehr Frauen schlicht einen Kaiserschnitt wünschen, daran sind nicht allein die Ärzte schuld.

Man macht es sich wirklich zu einfach, irgendwie pauschal zu sagen, was besser ist. Eine PDA kann für eine Frau eine unglaubliche Erleichterung sein (und in bestimmten Situationen auch medizinisch angezeigt sein), sie zu verteufeln ist fahrlässig.

Immer schlecht ist es, sich von vornherein festzulegen und sich damit völlig unnötig unter Druck zu setzen, wenn es dann doch - wie so oft - ganz anders kommt.

@FataMorgana2010

Doch daran sind die Gynäkologen schuld!

Es ist eine neue Erscheinung den Frauen einzureden, dass man eine normale Geburt nicht mit guter Vorbereitung sehr gut durchstehen kann.

Du solltest dich nicht über diese Dinge ohne medizinisches Hintergrundwissen und Erfahrung auslassen die du nicht kennst.

vielen Dank für deine Antwort. Ja, wenn alles komplikationslos verläuft, dann würde ich eine Hausgeburt wirklich vorziehen. Wobei die ambulante Geburt auch wirklich noch annehmbar wäre. Aber ich kann mir einfach nicht vorstellen mehrere Tage in einem Krankenhaus zu verbringen. Mein Freund nimmt sich natürlich dann auch den Urlaub, damit ich nicht alleine bin für die erste Zeit. ich möchte eben, dass alles so natürlich wie möglich abläuft. Ein Kaiserschnitt für die ich nur dann machen, wenn es medizinisch wirklich notwendig wäre.

@smile142

Da passt doch alles. Die Zeit wird es zeigen welche Geburtsform für dich die Richtige ist.

Ich wünsche dir von Herzen alles Gute und eine wunderschöne Schwangerschaft!

ja, am allerwichtigsten ist es einfach, dass mit dem Baby alles okay ist. Danke, dir auch alles Gute

Das wichtigste ist es, so unvoreingenommen wie möglich in die ganze Sache hineinzugehen. Du stehst ganz am Anfang der Schwangerschaft, es kommen ganz viele Fragen auf dich zu, da ändert sich ständig ganz viel... Streich vor allen Dingen solche Aussagen wie "auf keinen Fall will ich das... " und "auf jeden Fall soll das so sein..." aus deinem Wortschatz (und deinen Gedanken). Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. :-) Es hilft dir denkbar wenig, wenn sich die Sache dann doch ganz anders entwickelt und du dann auch noch maßlos enttäuscht bist, dass es eben nicht so gekommen ist, wie du es geplant hast. Ein Beispiel: Viele Frauen schließen kategorisch aus, dass sie unter der Geburt eine PDA zur Schmerzstillung in Anspruch nehmen wollen - und wenn es dann doch medizinisch nötig ist, sind sie von sich und der Welt enttäuscht, dass sie es nicht ohne "geschafft" haben, was für ein Irrsinn. Oder sie suchen sich ihr Krankenhaus nach genau einem Kriterium aus (z. B. das jeder Kreisssaal auch eine Wanne für eine Wassergeburt hat), das aber am Ende völlig irrelevant ist (weil sie nach 10 Sekunden im Wasser merken, dass das unter der Geburt einfach GAR NICHTS für sie ist).

Ob für dich eine Hausgeburt in Frage kommt oder nicht, wird sich erst im Verlaufe der Schwangerschaft entscheiden. Da gibt es eine Menge Fragen (die dir eine Hebamme auch stellen wird) - wie liegt das Kind, gibt es im Verlauf der Schwangerschaft irgendwelche Risiken, wie sieht es mit deinem Becken aus, gibt es überhaupt eine Hebamme in der Nähe, die dich betreuen kann, gibt es ein Krankenhaus in der Nähe, in das du im Notfall verlegt werden kannst... alles Dinge, die du ganz allmählich und mit Frauenarzt und Hebamme klären solltest. Jetzt kannst du das alles noch gar nicht wissen.

Ich weiß, dass das jetzt schwierig ist, aber was du vor allem brauchst, ist GEDULD. So viele Fragen, so viel Unsicherheit - und der Großteil davon wird sich erst im Laufe der Zeit klären. Und du kannst nichts, aber auch gar nichts tun, um die Klärung zu beschleunigen.

ja, das stimmt, sowas kann man auch eigentlich nicht wirklich planen. Meistens verläuft das sowieso nicht nach Plan. Nur natürlich wäre es mir lieber es zu Hause zu bekommen. Aber wenn es nicht geht, dann ist das halt so. Ich wäre da jetzt nicht enttäuscht, wäre einfach froh wenn es gesund ist und alles gut verlaufen ist. Und wenn ich die Schmerzen überlebt habe😂

Ich würde das machen, wenn eine Klinik in der Nähe wäre. Also wenn die 20 km entfernt ist, wäre es mir zu riskant, es kann schließlich immer was passieren.

Ich wollte auch erst in ein Geburtshaus, aber das war zu weit entfernt von unserem Wohnort und dann habe ich es gelassen und bin in die Klinik gegangen (leider). Nach ein paar Stunden nach der Geburt aber sofort wieder nach Hause.

Über eine Hausgeburt hatte ich auch nachgedacht und auch alle Hebammen in der Umgebung abgeklappert, aber entweder waren einige schon ausgebucht oder haben es nicht angeboten.

Übrigens kostet es meist noch ca. 200 Euro Rufbereitschaft, aber manche Krankenkassen übernehmen dies vollständig oder anteilig.

danke für die Antwort. Da ich noch im Laufe der Schwangerschaft sehr wahrscheinlich umziehen werde, kann ich es noch nicht sagen. Das Geld, dass ich dann noch extra zahlen müsste, wäre für mich kein Problem bzw für uns. Aber ich wäre eben trotzdem lieber gerne zu Hause. Wobei ich mich auch damit abfinden könnte es im Krankenhaus zu bekommen und danach wieder zu gehen.

@smile142

Wenn in der SS nichts dagegen spricht, kannst du problemlos eine Hausgeburt machen. Du musst im Internet mal nach Erfahrungsberichten schauen, es sind wirklich schöne dabei, mit Bildern und gut geschrieben. Es gibt auch Frauen, die über ihre Alleingeburt im Wald berichten. Finde ich persönlich für mich auch zu riskant, aber wahrscheinlich auch ein unbeschreibliches Erlebnis. Man muss nur damit leben, wenn etwas passiert. Das muss man sich von vornerein klar sein.

Aber lass dir nicht einreden, dass es verantwortungslos sei. Mit einer Hebamme ist es das keinesfalls, sie erkennt früh genug, ob du in die Klinik musst oder nicht. Bei einer problemlosen SS kannst du meist auch mit einer relativ problemlosen Geburt rechnen.

ich bin ja noch ganz am Anfang, das heißt, ob eine Hausgeburt bei mir möglich wäre, kann ich jetzt noch gar nicht sagen. Aber ich würde das natürlich vorziehen wenn es möglich wäre

Vielleicht besprichst du dich in diesem Punkt mal mit deiner Hebamme?

Ich kenne zwei und beide haben schon viele Hausgeburten ohne Komplikationen durchgeführt.

Deine Hebamme kennt dich und deinen Zustand zusammen mit deinem Gyn doch sehr gut. Wenn beide eine komplikationslose Geburt erwarten, kannst du das Risiko eingehen.

An deiner Stelle würde ich noch in die Waagschale werfen, wie weit das nächste Krankenhaus entfernt ist.

Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsche dir eine schöne und entspannte Geburt :-)

danke. Das mit dem Krankenhaus muss ich schauen, weil ich im Laufe der Schwangerschaft sehr wahrscheinlich zu meinem Freund ziehen werde. Aber bis das Baby da ist, dauert es noch mindestens sieben bis acht Monate. Das heißt, ich habe mir einfach jetzt schon Gedanken gemacht, auch wenn es früher ist. Um eine Hebamme muss ich mich ehrlich gesagt auch noch zusammen mit ihm kümmern. Ich weiß es seit ein paar Tagen sicher dass ich schwanger bin. Alles sehr früh, und etwas überfordert

@smile142

Nur mit der Ruhe, du hast genug Zeit das alles zu regeln.

Da rasen die Gedanken, das kann ich mir gut vorstellen. Immer mit der Ruhe, du hast ja wirklich noch ausreichend Zeit für eine Entscheidung.

Wenn du mit einer Hebamme nicht zurecht kommst, such eine andere. Der Faktor Mensch muss stimmen, es geht um viel Vertrauen.

ja, ist alles etwas viel. Unerwartet, ungeplant, zu früh, und ich habe irgendwie Angst vor der Geburt. So blöd das auch klingt. Ich muss wirklich mal mit ihm zusammen schauen. Aber erstmal hoffe ich dass die nächsten Monate gut verlaufen. In den ersten drei Monaten ist das Risiko eines Schwangerschaftsabbruch ja noch sehr hoch

@smile142

Erfahrungsgemäss ist die Angst vor der Geburt gerade am Anfang sehr gross. Das ändert sich fast immer je näher der Geburtstermin kommt. Das ist ganz normal.

Besuche zu gegebener Zeit unbedingt einen Geburtsvorbereitungskurs, das hilft dir sehr und macht dich sicher.

ja, das Problem ist, ich habe mittlerweile die Zusage bekommen, dass ich meine Ausbildung anfange darf. Und jetzt kommt diese ungeplante Schwangerschaft. Nicht sehr toll. Klar freue ich mich, aber ungünstig. Na ja, gerade habe ich wirklich Angst davor, aber wenn du sagst, das legt sich. Klar, Geburtsvorbereitungskurs wollte ich sowieso besuchen. Danke für deine Hilfe

Ja genau das ist das Problem, wenn etwas passiert ist kein Arzt da.
Und wenn die Wehen erstmal begonnen haben, wird sie sich wünschen in einem Krankenhaus zu sein.
Das ist alles nicht so schlimm. Nach der Geburt ist man 3-4 Tage im Krankenhaus, und das ist auch ganz gut bzgl Schmerzmittel und Essen ans Bett und man ist schnell wieder draußen. Den Service hat man bei Hausgeburt nicht und muss dann auch noch zur U1 und U2 hetzen.

also falls ich ins Krankenhaus gehen sollte, möchte ich aber auf keinen Fall mehrere Tage dort bleiben. Ich möchte einfach wieder in meiner vertrauten Umgebung sein, zusammen mit meinem Freund. Es gibt auch Familienzimmer, das weiß ich, aber z.b. bei meiner Mutter war es auch so, dass sie das nicht immer bekommen hat. Und es ist unser erstes Kind, wir sind sehr jung, und wir wollen einfach zusammen sein bzw hätte ich ihn halt einfach so lange gerne bei mir.

Ja das wollte ich auch, vor der Geburt, eigentlich.
Kam aber dann anders und war gar nicht schlimm :)
Wenn es zur Geburt geht, bist du froh wenn du im Krankenhaus bist, und du gehst erst dann wenn es dir wieder besser geht, ganz automatisch. Es ist nicht so schlimm wie du grade denkst. Ich weiß du hast Angst. Aber dein Freund - bei aller Liebe - wird dir keine Hilfe sein, den wirst du in dem Moment am liebsten erschlagen wollen, nur dass du nicht aufstehen kannst um ihn tatsächlich zu erschlagen. Du brauchst Leute um dich die dir helfen.
Eine Geburt fühlt sich etwa so an als würdest du 15 Stunden lang eine Wassermelone aus deinem Poloch pressen müssen, nur zum Vergleich. Du wirst wimmern und schreien und zwar so wie du noch nie wusstest dass du schreien kannst. Und deinen Freund haut es eventuell in Ohnmacht. Die müssen meistens raus weil sie das gar nicht aushalten. Tu dir das echt nicht an mit einer Hausgeburt du würdest es bitter bereuen in dem Moment und kannst es dann nicht mehr ändern, du kannst dich nicht mehr rühren dann. Auch nicht mit dem Krankenwagen.
Lass es auf dich zukommen, geh ins Krankenhaus, egal ob Familienzimmer oder nicht, du wirst feststellen das ist echt zweitrangig. Das ist dir danach nämlich erstmal völlig Wurst weil du fix und alle bist.
Herzlichen Glückwunsch schonmal vorab! Ich wollte dir keine Angst machen, ich weiß nur nicht wie ich es sonst erklären soll. Wenn du in dem Moment bist, sind dir die vorherigen Überlegungen wirklich auf einmal ganz egal.

@Kathyli88

Selten so einen Unsinn gelesen. Ist nicht gerade fair einer Schwangern durch so dumme Aussagen Angst zu machen.

Spricht dafür, dass du selber keine gute Geburtsvorbereitung bekommen hast.

Eine Geburt ist in der Regel so lange schmerzhaft, bis sich der Gebärmutterhals sich geöffnet hat. Das auspressen des Kindes ist dann eher ein Spaziergang. Das dauert auch keine 15 Stunden.

Ja eine Geburt dauert lange, von der ersten Wehe bis zum Schluss liegen viel Pausen. Die meiste Zeit der Eröffnungswehen verbringt man zu Hause und nicht im Krankenhaus.

@Kathyli88

Was ist denn mit dir los?

Angst vor der Geburt habe ich so oder so, mehr Angst konntest du mir damit jetzt nicht machen, keine Sorge. Ja, das stimmt. Nur in Ohnmacht fallen wird mein Freund sehr wahrscheinlich nicht, aufgrund seines Berufes war er schon bei ein paar Geburten dabei. Er hat gemeint, es ist das schlimmste, wobei ein Mann dabei sein kann. Ich wünsche ihm viel Spaß bei der Geburt unseres Babys.😂

@smile142

Die Schmerzen sind wirklich mies aber bei einer normalen Geburt stehst du eine Stunde später auf, wäscht dich und lebst dein Leben weiter.

Meine letzte Niederkunft war leider eine Alleingeburt, weil mein Mann mit meiner Hebamme im Stau stand. Ich habe also das Kind geboren, abgenabelt , etc. Und saß 3 Stunden später stillend auf der Couch. Nix mit völlig hilflos und tagelang Essen ans Bett.

Ja und wenn ich ihr erzähle dass es alles ganz harmlos ist bringt ihr das auch nichts durch muss sie sowieso, so wie Milliarden anderer davor. Zum Glück vergisst man das Schlimmste vor lauter Endorphine, ansonsten würde man sich das nicht mehrmals antun.
Und wie eine Geburt ist hängt auch ein bisschen vom Körperbau ab. Und vom Körperbau des Kindes.
Wenn man nur 1,56 ist so wie ich, aber einen fast 4 kg schweren Brocken drin hatte, dann presst es sich anders als beim 3 Kilo Baby, oder beim 3,5 Kilo Baby, oder beim 2,5 Kilo Baby.

@Kathyli88

Du erzählst wirklich Nonsens. Entschuldige aber worauf fußen deine Behauptungen? Ich hatte mit meinen 2,5 Kilo Kind mehr Mühe und Schmerz als mit meinem 4,5 Kilo Kind. Vorbereitung und Einstellung sind nicht zu unterschätzende Faktoren.

macht nichts, ich habe schon schlimme Geschichten gehört, eine schlimmer als die andere. Das erinnert mich so ein bisschen an das erste mal Sex. Jeder sagt, es tut so richtig weh, es wäre so schlimm, überhaupt nicht schön. Es wird von allen Seiten irgendwas gesagt, und dann ist es aber doch komplett anders, wie jeder gesagt hat. Angst habe ich so oder so, verschlimmern kann man das gerade wahrscheinlich nicht.😂

@smile142

Halte dich vor allem von Leuten fern, die dir dramatische Geburtsgeschichten um die Ohren hauen. Sie reagieren ihre Phantasie und Dramaneigung an dir ab.

Lass dir nur Geschichten erzählen von Frauen die problemlos geboren haben.

Genau was hier gerade abgeht von medizinischen Laien schadet dir enorm und verhindert eine gelassene Geburt.

ja. Aber nicht jede Geburt verläuft auch komplikationslos. Ich hoffe einfach dass alles gut verläuft.

Ich war froh, wieder nach ein paar Stunden zuhause gewesen zu sein. Diese "Service" mit dem Essen serviert bekommen (welches sowieso nicht schmeckt) und dass die Betten gemacht werden, fand ich grässlich. Sowas mache ich lieber alleine. Und Schmerzmittel braucht man in der Regel auch gar nicht.

Zuhause hat man seine Ruhe und kann ohne Hektik und schreiende Kinder aus dem Nachbarskrankenzimmer die ersten Tage mit seinem Kind genießen.

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