Epilepsie durch schnelle Musik?

4 Antworten

Alle Sinneseindrücke können zu Stress führen, und Stress kann jederzeit einen Anfall auslösen. Warum also nicht Musik.

Unter den akustischen Reizen führen einfache oder sich wiederholende Töne verhältnismäßig selten zum Anfall. Dagegen wirkt Musik relativ häufig anfallsprovozierend (musikogene Epilepsie). Manchmal spielen besondere Melodien, z. B. sentimentaler Art, seltener spezifische Passagen - auch bestimmter Komponisten - eine Rolle. Es kommt wahrscheinlich zu einer Konditionierung, wobei ein Reiz meist erst nach einer oder mehreren Minuten zum Anfall führt. Meist liegen psychomotorische Anfälle vor, die erst später durch Musik ausgelöst werden. Es kommt sowohl rhythmische als auch melodische Musik in Frage, manchmal daneben aber ausschließlich auch Geräusche. Die meisten dieser Betroffenen sind ausgesprochen musikinteressiert, teils sind sie aktive Musiker.

Die Antworten hier sind sehr gut und nicht falsch.

Ergänzend kann ich dir sagen:

Epilepsie KANN durch eine Hirnverletzung entstehen. Das ist bei vielen Formen der Epilepsie der Fall, die erst im späteren Lebensalter auftreten.

In den meisten Fällen entsteht Epilepsie aber durch ein Hirnschädigung.

Der Ausdruck „Epilepsie" ist eine Sammelbezeichnung, hinter der sich sehr unterschiedliche Krankheitsbilder verbergen. Es gibt mehr als dreißig verschiedene Epilepsien. Die Mehrzahl der Menschen hat ausschließlich die Epilepsie, andere Menschen haben neben der Epilepsie noch weitere Störungen des Nervensystems wie z.B. Lähmungen von Gliedmaßen (Zerebralparesen) oder Beeinträchtigung der geistigen Fähigkeiten (mentale Retardierung).

Zwei Faktoren tragen entscheidend zum Auftreten einer Epilepsie bei, wobei diese Faktoren einzeln wirksam sein können oder auch zusammenwirken:

  • eine ererbte Bereitschaft zu epileptischen Anfällen

  • eine angeborene oder erworbene Hirnschädigung.

Weitaus am häufigsten handelt es sich um schädigende Einflüsse, welche das Gehirn während seiner Entwicklung getroffen haben, also bereits vor der Geburt, während der Geburt und in den ersten Lebensjahren. Bei Kindern spielen vor allem vorübergehender starker Sauerstoffmangel (z.B. bei der Geburt), Infektionen, Hirnfehlbildungen und Stoffwechselstörungen eine Rolle.

Zu weiteren Informationen google doch einfach mal.

Gruß Michael

Bei speziellen Musikrichtungen ist mir jetzt nichts bekannt. Es gibt jedoch tatsächlich lautere Musik als Anfallsauslöser. Ob sich das dann auditiv nennt, kann ich aber nicht sagen.

In Erlangen habe ich ein Mädchen kennengelernt, bei der schon Musik über Kopfhörer bei Zimmerlautstärke Anfälle ausgelöst hat. Konzerte und Disco... sind für sie auch mit "Ohrschutz" tabu.

Was Splittercore angeht, so habe ich früher damit meine Epilepsie erklärt. Im Vergleich zu Klassik als Normalzustand. Hat bei Kindern und Jugendlichen eigentlich recht gut geholfen!

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