Entzug von Tramal

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hallo an alle, die mir hier mit ihren ratschlägen wirklich geholfen haben. ich habe jetzt einen 5-monatigen entzug (inkl. therapie) hinter mir, nehme seit oktober 2009 keine tramal mehr! es geht mir, wie soll ich sagen, noch nicht ganz so gut. also, tramal geht mir nicht wirklich ab, aber irgendetwas fehlt trotzdem. ich muss noch medikamente wie seroquel, etc. nehmen und bin sehr gedrückt. und abends so ohne irgendein mittel, dass mich "glücklich" macht, das ist fad. so wie rowan schreibt, back to reality ist sehr schwer. aber ich werde es schaffen und darauf bin ich stolz! lg gabi

Ich habe auch 2,5 Jahre Tramal genommen; zuletzt 800 Tropfen pro Tag (2000mg) Ich habe es mehrfach alleine versucht aufzuhören und auszuschleichen. Nach 3 Wochen war ich max. auf 20 Tropfen, dann musste ich wieder arbeiten und das hochdosieren begann wieder von vorne. Jetzt war ich vor 2 Monaten 3 Wochen in einer Klinik. ich hatte vorher auch schreckliche Angst und habe viel Horror-Geschichten gelesen im Internet. Ich habe im Krankenhaus bis zu 45mg Valium pro Tag bekommen zum schlafen und zusätzlich Musaril gegen das Beine ziehen (das Musaril war ganz wichtig!). Das hat zusammen gut geholfen und ich konnte jede Nacht schlafen. Öfters wohl etwas unruhig gem. Nachtschwester, aber das habe ich nicht mitgekriegt. Nach 3 Wochen war ich auf Null und es wurde nur noch 2 Wochen ganz langsam das Valium ambulant ausgeschlichen bis auf 5mg und dann auf Null. Heute bin ich beschwerdefrei. Ich wollte damit nur einigen Mut machen, die hier mitlesen. es war zwar keine tolle Zeit, aber jetzt bin ich nur froh, dass ich das endlich vom Hals habe und blicke deutlich positiver in das neue Jahr als noch vor 12 Monaten. Ich gehe wie früher wieder in Sucht-Selbsthilfegruppen, die mich schon mal 4 Jahre clean halten konnten. ALLES andere hat bei mir nie funktioniert. Ich wünsche allen noch leidenden aktiv Süchtigen viel Kraft. Rainer

Hy,ich selber war 5 Jahre Tramal abhängig aber nur Tramal, ich begann mit 50mg nach und nach wurde es immer mehr am ende dann habe 1400mg am Tag genommen. Ich habe es so oft versucht mich vom Tramal zu trennen, aber als die Entugserscheinungen kamen wurde ich schwach und nahm es wieder. Dann aber ging ich zu einer Drogenberatungsstelle und die schickten mich auf einen stationären Entzug, ich war 3Wochen dort. Nach einer Woche schlimmer Entzugserscheinungen wie starke Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall, du bist müde kannst aber nicht schlafen, zuckungen am ganzen körper und die grippe meldet sich dann auch. Also so war es bei mir, aber ich hatte tolle unterstützung von den Ärzten und natürlich braucht man jemanden mit dem man in dieser krise reden kann und der einen aufbaut, denn nach tramal fühlst du dich wie neu geborgen. Als ich Tramal nahm hatte ich fast jeden Monat einen Epileptischen Anfall, wollte nur zuhause hocken und fast niemanden sehen, am abend ging ich nicht fort, ich schlief bis zu 15stunden am tag und trotzdem war ich müde, meine vergesslichkeit zeigte sich nah und nah, ich hatte probleme mit dem schweiss und das schlimmste meine zähne wurden durch das tramal angegriffen. Ich empfehle dir einen stationären Entzug, deine Leber wird es dir danken. ich bin heute über glücklich das ich einen entzug gemacht habe und ich würde es jeden raten.

Lg Emi

hallo an alle tramadol-geplagten! wenn ich hier so lese, wie die tramadolsucht so weitergeht, fällt es mir irgendwie leichter, meinen eigenen entzug zu bewältigen. wenn hier leute schreiben, welche unmengen an tramadol sie über jahre hinweg genommen haben, komm ich mir hier ziemlich sinnlos vor. ich nehme tramadol retard tabletten seit guten 3 WOCHEN und auch nur 1x 150mg auf ca. 30 stunden... wenn dann die symptome, die ich mit dem tramadol zu unterdrücken versucht habe (zittern, schlaflosigkeit und schmerzen ähnlich wie bei einer erkäötung, nur gefühlte 1000mal stärker... ihr wisst sicher, was ich meine)wieder durchkommen, nehme ich die nächste. somit hab ich ca. 3-4h "entzug" zwischen jeder tablette. nicht förderlich für den psychischen entzug... mittlerweile ist das tramadol meine problem, nach sehr kurzer zeit, die nebenwirkungen vom mirtazapin werden wenigstens langsam besser. meine psychische situation ist zwar relativ stabil im moment, und ich bekomme für meinen entzug wirklich hilfe von allen seiten, aber die angst, es nicht zu schaffen, ist für mich das schlimmste. was mir aber sehr geholfen hat ist das ausbrechen aus dem schweigen. ich hab es meiner schwester und meinen engen freunden erzählt, so dass sie wissen, was los ist, veränderungen bemerken können und mein sozialleben unter dem entzug nicht zusammenbricht (es MACHT ordentlich aggressiv, so hab ich leider schon immer auf schmerzen reagiert). da ich quasi heute erst wieder mit dem entgültigen entzug angefangen habe, kann ich nur teilen, was für mich die körperlichen symptome lindert: duschen oder besser im "planschbecken" im schwimmbad entspannen. das ist warm, das wasser hilft gegen das kribbeln und die verkrampften muskeln und am wichtigesten ist die ablenkung. ich geh mit einer freundin hin, wann immer sie kann. da sie bescheid weiß, kann ich alle erlebnisse und empfindungen teilen. und auch unter leute zu kommen, sich nicht zu hause zu verkriechen, hilftdem gehirn im transmitterhaushalt. jede gute erfahrung, die man mitnehmen kann, lenkt ab und macht es leichter, auch aus dem suchtgedächtnis auszubrechen. dass man es nicht allein durchstehen muss, hilft gegen das "ich schaff das einfach nicht" gefühl. ich habe aber auch für mich entschieden, dass ich es nur eine woche so probiere, nd wenn mir das zu schwer vorkommt, werd ich lieber einen betreuten entzug machen und mich irgendwo einweisen lassen. ich will nicht noch weiter in diese sucht hineinrutschen bzw. es mir noch schwerer machen, wieder heraus zu kommen. und denen, die schon so lange damit kämpfen, möchte ich nur sagen: ob 3 wochen oder 3 jahre tramadol macht keinen unterschied, der entzug ist immer horror, darum lohnt es sich aber auch überhaupt nicht, es hinaus zu zögern, denn eins müssen wir alle: anfangen und durchhalten! dafür jedem hier viel kraft und sucht euch hilfe! es ist nicht blöd oder peinlich oder schwach oder sonst was! es ist unheimlich stark, überhaupt aufhören zu wollen. und es dann auch noch zu versuchen - super! sagt dem therapeuten, ihr wollt vom tramadol los, keine freudsche analyse, wenn es sein muss. es geht schließlich um EUER leben und EURE zukunft und die ist das kämpfen IMMER wert! xxoo angel

Ich würde auch sagen, dass es von der Dauer der Einahme und vorallem der Dosis ausmacht, wie schwer der Entzug wird und vorallem ob man es alleine Zuhause machen kann.

Ich verstehe es, wenn man nicht in Therapie will, denn ich ging auch nicht, ich hab es alleine Zuhause gemacht, aber ich habe es auch nur ein paar Wochen genommen. (Holte mir ein Fläschchen 100ml vom Arzt)

Als ich nichts mehr hatte, wollte ich auch erstmal davon weg...

Ich wurde krank, bekam ähnlich schmerzen wie bei einer Grippe....

Dann lief ich nochmal  zum Doc und bekam nochmal was....

Ok, die nä Flasche hatte ich für 10 Tage dann war sie auch leer...

Ich wollte davon weg, traute mich nicht Jemand davon zu erzählen...

Es waren 3 tage, hatte starke Muskelschmerzen, war sehr depressiv... ging zur Arbeit, bekam Ausschläge musste mich übergeben, hatte Schweissausbrüche, doch da hatte ich mehr Ablenkung als alleine Daheim...

Das ist jetzt 2 Wochen her und ich hoffe das ich nicht irgendwann nochmal zum Doc geh, um mir eine "schöne" Zeit zu nehmen...

denn die Zeit, aufzuhören ist sehr sehr schwer!

Und ob sich das lohnt???? NEIN

 

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