Entzug von Tramal

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Ich kann nur für mich sprechen. Ich war 2 1/2 Jahre abhängig von Tramal(Tropfen/Tabletten). Ich war wegen des Entzugs in Heiligehafen auf einer geschlossenen Station. Es wurde bei Mir der sogenante "kalte" Entzug gemacht. Keine Unterstützung durch Medikamente. Man sollte auch grundsätzlich bei diesem Teufelszeug einen Entzug nur unter Ärztlicher Aufsicht machen. Da die Nebenwirkungen beim Entzug sehr hart sein können und unterschiedlich sein können. Deswegen meine bitte an Dich, wende Dich an Deinen Hausarzt oder Therapeuten. LG Klaus

Hy,ich selber war 5 Jahre Tramal abhängig aber nur Tramal, ich begann mit 50mg nach und nach wurde es immer mehr am ende dann habe 1400mg am Tag genommen. Ich habe es so oft versucht mich vom Tramal zu trennen, aber als die Entugserscheinungen kamen wurde ich schwach und nahm es wieder. Dann aber ging ich zu einer Drogenberatungsstelle und die schickten mich auf einen stationären Entzug, ich war 3Wochen dort. Nach einer Woche schlimmer Entzugserscheinungen wie starke Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall, du bist müde kannst aber nicht schlafen, zuckungen am ganzen körper und die grippe meldet sich dann auch. Also so war es bei mir, aber ich hatte tolle unterstützung von den Ärzten und natürlich braucht man jemanden mit dem man in dieser krise reden kann und der einen aufbaut, denn nach tramal fühlst du dich wie neu geborgen. Als ich Tramal nahm hatte ich fast jeden Monat einen Epileptischen Anfall, wollte nur zuhause hocken und fast niemanden sehen, am abend ging ich nicht fort, ich schlief bis zu 15stunden am tag und trotzdem war ich müde, meine vergesslichkeit zeigte sich nah und nah, ich hatte probleme mit dem schweiss und das schlimmste meine zähne wurden durch das tramal angegriffen. Ich empfehle dir einen stationären Entzug, deine Leber wird es dir danken. ich bin heute über glücklich das ich einen entzug gemacht habe und ich würde es jeden raten.

Lg Emi

wenn es bei mir 20-40 Tropfen wären würde ich mir ein Loch in den Bauch freuen. Ich nehme bis zu 6000 mg täglich das sind ca. 1 hundert milliliter Flasche in 3 tagen. Ich kann aber nicht in einen stationären Entzug. 3 x war ich clean und bin wieder rückfällig geworden. Es ist wie mit dem Alkohol einmal alkoholiker immer Alkoholiker das ist bei den scheiß Medikamenten genauso. Vor allem bleibt es ja nicht dabei dazu kommt noch paracethamol, ibuprofen, vomex gegen die übelkeit carbamacepin gegen die epileptischen anfälle undundund. Ich kann nicht mehr aber weiß auch nicht wie raus. Ich will aber ich keinen Falls in einen stationären Entzug, hat jemnd eine idee?

Hallo Gabi,

du schreibst nicht, wieviel du täglich genommen hast, deshalb ist es schwer, meine Erfahrungen auf deine Situation umzulegen. Schätze, dass eine höhere tägliche Dosis im Langzeitkonsum auch schwerwiegenderen Entzug zur Folge hat.

Ok, so war's bei mir:

Ich habe ca. 3 Jahre lang täglich Tramal genommen, zwar war meine Dosis nicht so hoch ( 20 - 40 Tropfen täglich), aber ich habe es meist mit Alkohol kombiniert. Heisst tagsüber Tramal, um schön drauf zu sein, und abends Bierchen. Das konnte nicht so weitergehen, hab ich dann erkannt, und, wie meist geraten wird, langsam runterdosiert.

In dieser, nebenbei noch sehr stressigen Phase meines Lebens sind meine Nerven dann durchgedreht, habe so schlimme Panikattacken bekommen, dass der Notarzt kommen musste und ich Valium bekommen habe. Seit dem Tag habe ich kein Tramal mehr genommen - zu deiner Frage, dem Entzug: die ersten 2 Wochen waren schwierig, ich hab das Gefühl, das Tramal hatte mich zuallererst betäubt, nervlich wie auf Watte. Ohne Tramal hab ich natürlich erstmal blanke Nerven gehabt, bisschen soziophob, auch immer in der Angst, dass mir so eine schlimme Panikattacke nochmal widerfährt.

Aber, es wurde besser. Tag für Tag. Hab auch viel Kamillentee getrunken in der Zeit ;-)

Jetzt, ca. 2 1/2 Monate nach dem letzten Löffel Tramal, muss ich sagen, dass ich gewisse, "nervenaufreibende" Situationen leicht meistern kann. Leichter als in der Tramal-Sucht-Situation, wo es (bei mir) so war, dass ich gedacht hab, ich muss mich jetzt mit Tramal wappnen, mit diesem Watte-Schild.

Man muss es nicht.

Nur ohne hast du halt nicht diesen Film, dieses Schweben, ohne ist einfach Realität. DARAN muss man sich gewöhnen. Wieder.

Fazit für mich ist also: es geht, die ersten 2-3 Wochen sind schwierig - die Schwierigkeit: back to reality.

Es ist immer noch schwer mitunter. Das ist der Vorteil, den Menschen haben, die sowas nie probiert haben - die kennen nur die Nüchternheit, die kennen nur die Realität. Seufz.

Solltest du erheblich höhere Dosen Tramal genommen haben als ich, bin ich bei Emi: geh in den Entzug.

Alles alles Gute

Ich würde auch sagen, dass es von der Dauer der Einahme und vorallem der Dosis ausmacht, wie schwer der Entzug wird und vorallem ob man es alleine Zuhause machen kann.

Ich verstehe es, wenn man nicht in Therapie will, denn ich ging auch nicht, ich hab es alleine Zuhause gemacht, aber ich habe es auch nur ein paar Wochen genommen. (Holte mir ein Fläschchen 100ml vom Arzt)

Als ich nichts mehr hatte, wollte ich auch erstmal davon weg...

Ich wurde krank, bekam ähnlich schmerzen wie bei einer Grippe....

Dann lief ich nochmal  zum Doc und bekam nochmal was....

Ok, die nä Flasche hatte ich für 10 Tage dann war sie auch leer...

Ich wollte davon weg, traute mich nicht Jemand davon zu erzählen...

Es waren 3 tage, hatte starke Muskelschmerzen, war sehr depressiv... ging zur Arbeit, bekam Ausschläge musste mich übergeben, hatte Schweissausbrüche, doch da hatte ich mehr Ablenkung als alleine Daheim...

Das ist jetzt 2 Wochen her und ich hoffe das ich nicht irgendwann nochmal zum Doc geh, um mir eine "schöne" Zeit zu nehmen...

denn die Zeit, aufzuhören ist sehr sehr schwer!

Und ob sich das lohnt???? NEIN

 

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