Entwicklung des kindlichen Sterblichkeitswissens

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Meine Söhne vier und fünf Jahre wußten auch dass meine Oma, ihre Uroma stibt. Man konnte bei ihr jeden Knochen sehen, die Elle, die Speiche, jede einzelne Rippe. Mein Sohn mit vie Jahren hat es anders gesehen, als mein Sohn mit fünf Jahre. Ich denke da ist das Denken, was kaommt dann, wenn sie nicht mehr da ist was ist dann?

Das stimmt. Denn das Alter zwischen 4-5 Lebensjahr ist das Spielalter heißt Initiative vs. Schuldgefühl oder auch Identität gegen Rollenkonfusion und wenn nicht im Spiel wo sonst lernen Kinder am besten und nachhaltigsten. Gerade in dieser Zeit erkennen sie ihre eigene Identität (also bewußt) und lernen ,die Geschichten die sie teilweise spielen in ihrer Realtiät mit unsichtbaren Freunden o ähnlichem sind für sie real wie das was wir in unserem jetzigen Alter real nenen. Und genau da fangen sie an zu begreifen. Sind sozusagen auf der Schwelle zum eigenen Identität und werden sich der Umwelt immer mehr bewusst.

Bspweise errinnere ich mich (ungelogen) als ich 1Jahr war und eine Leistenbruch-Op hatte, an dieses graue halbachtförmige Papierschälchen neben meinem Gesicht. Und alles war optisch (unabhängig von der Op) in einem verschwommenem weißlichen Schein was meine Umwelt anging aber erkennen konnte ichs, wie durch Nebel oder wenn man Kreislaufprobleme hat. Wahrscheinlich weil es ein prägnantes Ereignis war kann ich mich errinnern.

@beemaya

Auch das Gewissen entsteht in dem Zeitraum und die Scham vor eignen Missetaten

Sterben die geliebten Tiere im Kindesalter, kommen sie schon ganz früh damit in Kontakt. Sie denken über den Tod nach, es wird darüber gesprochen und sie wissen der Tod gehört zum Leben, wissentlich oder nicht. Wichtig ist auch immer der Abschied, die Beerdigung. Meine Tochter hat immer ihre Freunde ( bis 10 Kinder) zur Beerdigung zusammen gerufen. Jeder sagte ein paar Worte. Ich habe gestaunt, wie Kinder damit umgehen. Dann kommen auch die Fragen, wann sterbt ihr. Ich will nicht, dass ihr sterbt. Diese Gespräche sind dann sehr wichtig. Aber diese Fragen kamen bei meiner Tochter erst so mit 9 Jahren. Vorher ging es immer nur um das Tier. da wir auf einen Hof wohnen mit vier Generationen, hat sie auch den Tod der Urgroßeltern mit bekommen. Sie wollte sich am Bett von ihm verabschieden und wollte auch zur Beerdigung, was ich auch zugelassen habe. Sie konnte mit 10 Jahren damit gut umgehen. Ich hatte aber auch mit ihr darüber gesprochen, dass der Uropa sterben wird, da er schon sehr alt ist und sein Leben gelebt hat und mit seinem Leben zufrieden war und jetzt gehen möchte. Ich muss auch sagen, es spiet eine ganz große Rolle, wie man mit dem Tod umgehet, wie man da ran geführt wird. Meine Nichten und Neffen, die ohne Urgroßeltern und Tiere aufwachsen, da wo das Tema Sterben ein Tabutema ist, Kinder nicht mit eingeweiht werden, werden die Kinder auch ganz anders mit umgehen. Sie haben Angst vor dem Tod, findes es unheimlich, ängstlich, geheimnisvoll. Ich denke , das muss nicht sein. Ich habe drei Kinder und ich bin gut damit gefahren. Ich habe mit ihnen darüber gesprochen, Uhroma lebt nicht mehr lange, Uropa lebt nicht mehr lange, Oma lebt nicht mehr lange und jetzt habe ich auch über meine Krankheit gesprochen. Man kann es nicht ändern. Man muss es so hinnehmen. Die letzte Zeit soll so genutzt werden, dass keine Zeit verschenkt wird. Sie haben es, denke ich verstanden. Ich finde, sie verarbeiten so etwas besser als Erwachsene. Ich hoffe, ich konnte etwas helfen. Mit freundlichen Grüßen

es hilft schon ja. es sollte weniger um das verarbeiten selbst gehen, eher um die enstehung des wissens um die sterblichkeit. gebe dir dennoch recht :)

Sind noch Fragen, beantworte ich sie gerne. Mit freundlichen Grüßen

Die Uroma hatte Gebärmutterhalskrebs. Die Söne waren 4 und 5 Jahre. Sie wußten, dass sie stirbt. Beide sind damit leichter umgegangen. Sie haben sie gestreichelt, gesagt, wir sind immer bei dir. Mit 4. Jahre hat mein sohn es nicht richtig mit bekommen. Der erst Geborene mit fünf Jahre hat alles mit bekommen und hatte mehr Angst vor dem Tod. Er hat mehr an das gedacht, wie es dann weiter gehen soll ohne Uroma. Sein Bruder hat da noch nicht dran gedacht. Der Große mit fünf Jahren wollte sich auch verabschieden. Der mit vier Jahren noch nicht. Uhroma ist nicht da naja. So habe ich es verstanden. Mit freundlichen Grüßen.

Du hast mir ohne Frage weitergeholfen. Ich habe auch meine Nichten u Neffen gefragt aber die eigenen Familienmitglieder will man nicht unbedingt dazu aushorchen besonders wenn sie noch kleiner sind. Da ist die Erfahrung einer Mutter um längen besser. Daher nochmals lieben Dank an Dich!

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