"Ein Junge weint doch nicht!" - Wird sich das Verständnis dafür Gefühle zu zeigen in den nächsten Jahren ändern?

5 Antworten

Es hat sich in den letzten Jahren gewaltig was getan diesbezüglich, und ich hoffe sehr, dass dieser Trend anhält bzw. sich fortsetzt.

Wie viele psychische zuweilen sogar irreversible Schäden könnten vermieden werden, würde dem Zulassen von Gefühlen mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

Auch zur Zeit des Zweiten Weltkriegs war es teilweise noch so, dass man keine Gefühle zeigen durfte.

Auch meine Mutter war Kind ihrer Zeit und trug einen solchen Schaden davon - sie hatte Züge von Borderline.

Borderline kann eine unmittelbare Folge von Verdrängung erlittener Traumata sein.

Man sagt zwar so landläufig, Borderline sei eine Folge von erlinnener Traumata in der frühen Kindheit. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. - Wenn das so wäre, dann müssten  tatsächlich ALLE, die ein frühkindliches Trauma erlitten haben, Borderline entwickeln. Das Stimmt aber nicht. Borderline entwickelt sich erst, wenn diese  frühkindlichen Traumata NICHT aufarbeitet werden bzw. zeitlebens verdrängt bzw. verschüttet bleiben.

DH. im Umkehrschluss : Damit die Seele gesund   bleiben kann ist es dringend wichtig , dass sowohl frühkindliche als auch  später erlittene Traumata zeitnah aufgearbeitet werden. Das ist natürlich auch mit Weinen, Schmerz rauslassen, Schreien, Gefühle wie Trauer und Wut zulassen verbunden.

Ich hoffe sehr, dass sich das Verständnis für diese Zusammenhänge weiter verstärkt.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Um es ganz klar zu sagen, dass ist nur in Zentraleuropa so, ev. noch Ostblock, anderswo nicht. Drum müsste die Frage heissen bleibt es hier so?

Ich denke es ist nicht mehr so schlimm wie früher. Es gibt sogar Männer, die rumweinen und jammern, um von anderen Menschen Empathie und Dinge zu bekommen, dass man sich die alte Zeiten zurückwünscht. Obwohl ob Frau oder Mann es nervt.

Gefühle zu zeigen, echt, ohne Manipulation durch rumheulen, ist Stärke.

Da hat sich (Gottseidank!) schon sehr viel getan.

Mein Opa erzählte mal, dass er von seinem Vater so mit 9 oder 10 Jahren Dresche mit 'nem Gürtel auf den blanken Hintern gekriegt hat. Weil er dabei angefangen hat zu weinen, hat der Ur-Opa den Gürtel in der Mitte gepackt und mit der Schnalle zugeschlagen, damit er "einen Grund für das weibische Geheule" hätte - die Narben davon hatte er ein leben lang. Weinen war ihm noch grundsätzlich verboten, egal ob aus Schmerz oder Traurigkeit.

Mein Vater durfte als Kind weinen, weil der Opa meinte, das er als Kind nicht heulen durfte, hat ihn nicht zu einem besseren oder stärkeren Menschen gemacht.

Toller Vater.

Meiner Meinung nach ja. In gebildeteren Kreisen ist das Thema Männer und Tränen schon länger nichts sich ausschließendes mehr. Zudem wird der momentane Hype um oberflächliche YouTube-Möchtegern-Leitfiguren einbrechen. Denke die nächste Trendwelle geht wieder in Richtung Emotionalität...

Ich hoffe, dass es sich ändern wird. Ich finde diese Mentalität unmöglich und sogar schädlich. Männer, die ihre Gefühle unterdrücken sind nicht stärker, denke ich, im Gegenteil. Sie akzeptieren sich nicht, wie sie sind und sich fühlen, und passen sich allgemeinen Stereotypen an.

Habe Probleme. Hilft mir jemand?

Ich bin gerade echt am heulen.

Ich bin mit meinem Freund schon 8 Monate zusammen, bzw 5 Monate, da wir 3 Monate davon getrennt waren. Wir hatten uns 2 Mal getrennt- Das erste Mal habe ich mich von ihm getrennt, weil ich dachte er verliert Interesse, obwohl wenn ich jetzt zu der Zeit zurückschaue merke, dass es garnicht so war wie ich dachte..... Wir waren nur 3 Tage getrennt, denn ich kam zu ihm zurück. Leider veränderten sich einige Sachen, da ich ihn verletzt hab. Das zweite Mal trennte ER sich von mir, nach 1 Monat.....Hatten dann quasi 3 Monate lang Kontaktabbruch, ich war zerstört. Jetzt sind wir wieder zusammen, er hatte sich gemeldet und wir haben geredet. Es scheint alles wieder gut zu sein, weil wir wieder zusammen sind. Aber ich bin eine Person, die sehr viel über eine Sache nachdenkt.. Ich habe halt bemerkt, dass nach der ERSTEN TRENNUNG (als ICH mich von ihm getrennt hatte) einfach alles anders wurde. Meine Bilder hängen nicht mehr an seiner Wand, er stellt keine süßen Sachen über mich mehr öffentlich auf Social Media, mein Gesicht ist nicht mehr seine Handy Hülle, er schenkt mir keine süßen Bilder.......hat weniger Zeit und schreibt weniger...

Ich fühle mich mies schuldig an der ganzen Sache.. Wenn es für euch übertrieben klingt sry, aber ich kann sogar nicht normal schlafen, weil ich nur daran denke wie schön es doch eigentlich war und wie schlecht es sich entwickelt hat..... Ich war einfach dumm und bereue es mega, auch wenn wir jetzt wieder zusammen sind.

Ich merke ja die Veränderungen

Was kann ich tun? ich fühle mich so schuldig..

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