Dialyse...."einmal" oder von diesem Zeitpunkt an "immer"?

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Die Dialyse muss keineswegs dauerhaft nötig sein! Bei Patienten mit einer eingeschränkten Nierenfunktion, zum Beispiel nach Unfällen, Schlaganfällen, schweren Entzündungen usw. wird oftmals eine Notfalldialyse gemacht. Damit wird nur die Nierenfunktion unterstützt und das Blut gereinigt, um eine weitere Belastung des Gesamtorganismus zu verhindern. Natürlich können die Nieren im Endeffekt dauerhaft geschädigt bleiben, aber allein die vorübergehende Dialyse ist kein sicherer Anhaltspunkt dafür! Und eine verlässliche Prognose ist sehr schwer zu stellen...

ist hilfreich für mich, danke dir!

ICH HABE ES GESCHAFT!!!!!!!!!!!IIch litt an akutem Nierenversagen mit schwersten Tubulusnekrosen.Ich mußte ein halbes Jahr 3 mal die Woche zur Dialyse und dann wurden die Werte immer besser.Heute geht es mir super ,ich darf wieder Flüssigkeit zu mir nehmen soviel ich will und essen was ich will und die Dialyse ist weit weg.Mein crea. liegt bei 1,3 und die GFR bei 45%,sie werden aber immer noch minimal besser.Niemals aufgeben!

danke, bei uns wurde auch alles wieder gut!

Hallo Zarzisenne

Ich habe seit September nach einer Plazenta Operation ein akutes Nierenversagen und muss seither 3x die Woche zur Dialyse. Die Ausscheidung ist schon wieder da jedoch kein Filtern..die meisten Ärzte sind der Meinung ich sollte mich bald auf eine Transplantation vorbereiten, jedoch habe ich schon mehreren Fällen gehört wo die Nieren zumindest soweit ihre Aufgabe wieder übernommen haben, dass die Person nicht mehr zur Dialyse musste. Da ich mich immer wieder zum positiven Denken zwingen muss und weiter an meinen Körper glauben will wollte ich wissen wie es bei dir abgelaufen ist ?

Einmal Dialyse heißt nicht automatisch das es von nun an notwendig ist ein Leben lang an die Dialyse zu müssen. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass es möglich ist, dass sich die Nieren wieder erholen. Ich hatte letztes Jahr im April eine schwere Sepsis mit eingeschränkter Nierenfunktion. Ich wurde das erste mal auf der Intensivstation dialysiert. Zwei Wochen später sagten mir die Ärzte das ich dauerhaft an die Dialyse muss. Ich war am Boden zerstärt und konnte mir ein Leben mit Dialyse überhaupt nicht vorstellen. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und es gehört für mich zu meinem Alltag. Als Folge der Krankenhauskeime hatte ich nicht nur die Sepsis, sondern auch eine Herzklappe wurde in Mitleidenschaft gezogen. Im Dezember gab es ernsthafte Überlegungen die Häufigkeit der Dialyse von 3 mal die Woche auf 4 mal die Woche zu erhöhen. Wegen der bevorstehenden Herzoperation hat man das aber gelassen. Im Februar habe ich eine neue Herzklappe bekommen. Bei mir hat es lange gedauert, bis die Entlastung der Niere sich auch in den Laborwerten zeigte. Im Juni diesen Jahres konnte die Dialyse auf 2 mal die Woche reduziert werden und ab nächster Woche wollen wir es mit 1 mal die Woche probieren. Meine Laborwerte sind absolut stabil, die Restausscheidung wird immer besser. Die Chance von der Dialyse wieder ganz wegzukommen ist durchaus als realistisch einzuschätzen. Also keine Angst vor einer vorübergehenden Dialyse.

Das kommt darauf an ob die Nieren ihre Arbeit wieder im vollen Umfang nach kommen können, wenn nicht wird er ständig auf die Dialyse angewiesen sein....

Durch eine vorübergehende Dialyse hat die Niere die Möglichkeit, sich zu "erholen". Oft ist es so, dass man im Fall deines Vaters nur ein paar Tage/wenige Wochen dialysieren muss, und die Niere dann wieder mit medikamentöser Unterstützung ihrer Arbeit nachkommt. Aber wie sich alles entwickelt, können auch die Ärzte nicht vorhersagen.

okay, merci

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