Diagnose hufrehe?

5 Antworten

Ich kann Dir die Facebookgruppe "Hufrehe und ihre Ursachen" empfehlen, da gibt es einige Experten. Akut ASS geben (1 Tablette pro 75kg Körpergewicht), Blutegel, weich stellen, Hufe von einem rehekundigen Hufmenschen bearbeiten lassen, Röntgenbilder machen von einem reheerfahrenen Tierarzt (Deiner scheint es nicht zu sein). Ursache finden, ist es eine Futterrehe, Belastungsrehe, Vergiftungsrehe? Übergewicht reduzieren, ein Jahr lang nicht arbeiten, bis der Huf einmal runtergewachsen ist, mindestens ein Jahr lang nicht auf Gras stellen. Viele können gar nicht mehr auf die Weide, manche gehen mit Fressbremse für ein bis zwei Stunden raus,. Nie auf abgefressene Weiden stellen, gestresstes Gras hat viel Fruktan, was eine Rehe auslösen kann.

schiesse bitte den tierarzt in den wind, der nicht mal eine adäquate schmerzbehandlung anbietet.

deinem pferd tun die füsse, die beine, die muskeln und alle gelenke weh. ausserdem hat es grosse kopfschmerzen.

bitte hole umgehend - das heisst, noch heute einen andern tierarzt und hole eine zweitmeinung ein. eine hufbeinrotation kann eine frage von stunden sein. die muss möglichst bald gestoppt werden. darüber hinaus muss, wie friesennarr bereits schreibt, ein ordentlicher, in der behandlung von rehepferden erfahrener hufbearbeiter ran.

eine rehebehandlung kann teuer werden. richtig teuer. und - eine rehe kann zum stillstand kommen, sie kann auch später einmal symptomlos sein. aber sie heilt nicht ab. rehe ist chronisch und unheilbar.

ein rehepferd braucht übrigens - soweit überhaupt möglich - etwas bewegung. mehrmals täglich ein paar minuten im schritt im tempo des pferdes führen. natürlich erst, wenn es schmerzmittel bekommt. vorher wird es sich voraussichtlich sowieso gegen das laufen sperren. darauf achten, dass genug getrunken wird und wie der urin aussieht. nierenwerte testen und leberwerte nehmen lassen.

und auch in der akutphase lässt man ein pferd keinesfalls hungern. das verstärkt die ausschüttung von stresshormonen und verschlimmert das ganze nur. treibe irgendwo ein paar ballen magerheu auf und füttere sie aus einem engmaschigen heunetz.

das pferd dürfte sogar auf die weide - vorausgesetzt, es handelt sich um eine saure auenwiese.

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und ich weiss das mit der akutphase leider, leider aus eigener erfahrung, obwohl das lange her ist und eine schwere rehe damals noch unbehandlbar war (ausser schmerzmittel und operativer schmerzunterbrechung).

Entweder einen gut ausgepolsterten Schuh oder einen Hufverband anlegen und polstern. Bis der akute Schub überwunden ist, gilt strengste Diät.

Ich gehe mal davon aus, dass alle vier Beine betroffen sind? Denn es gibt sehr, sehr, sehr oft Fehldiagnosen in dem Bereich. Manchmal wird sogar Hufrehediagnose ausgesprochen, wenn nicht alle 4 Beine betroffen sind - wobei ich mich immer frage, wie eine stoffwechselbedingte Rehe denn bitte Beine auslassen soll. Wenn man sich da mit den Huforthopäden unterhält, möchte man am liebsten schauen, ob man den Studienplan der Veterinärmedizin nicht doch so umschreiben könnte, dass ein paar Stunden mehr Huf dabei vorkämen. Dementsprechend ist bei mir für Diagnostik am Bein immer meine Huforthopädin involviert, da die zu den Hufthemen um einiges sicherer diagnostiziert als die Tierärzte.

Da die Huforthopäden auch weitreichende Kenntnisse haben, wie man weiter machen kann, würde ich an Deiner Stelle da auch mal Rat einholen, denn die haben wirklich viel Erfolg, sofern man den Stoffwechsel nochmal gefangen bekommt. Sie wissen, wie man den Huf im Akutfall am besten entlastet und wie man ihn bearbeitet, dass er sich erholen kann. Falls Du da niemanden kennst bisher, schau mal da, die haben oft auch einen sehr weiten Radius, den sie bedienen: https://difho.de/huforthopaeden-finden/

bei rehe sind häufig an den hinterhufen/füssen keine äusseren veränderungen erkennbar. bei meinem - mit fortgeschrittener hufbeinrotation und eindrehung der vordergliedmassen war die hinterhand symptomlos.

es gibt auch atypsische rehe, bei der nur die hinterhand symptome zeigt. bei verschlimmerung kommt es da häufig zur verschlagsrehe.

Ich würde hier mit gutem Hufbearbeiter sprechen, der Ahnung von Rehepferden hat, dann würde ich mit einem Tierheilpraktiker reden, der Blutegeltherapie und Akupunktur macht.

Dann hätte ich definitiv noch einen zweiten TA da, der besser Auskunft gibt und auch Medikamente verschreibt (Blutverdünner z.B. und evt. Schmerzmittel).

Jetzt solltes du mal dran gehen daran zu arbeiten, die alle herzubringen.

Ein anderer TA muss her und ein Huforthopäde oder ein sehr guter Schmied, der sich gut mit Rehe auskennt. Die Stute meiner Freundin hat auch Rehe, sie stand immer den ganzen Tag in der Herde auf der Wiese. Bei einem Schub darf sie die ersten 2 Tage nicht raus, danach mit Maulkorb auf einen Paddock. Nach und nach darf sie dann abends eine halbe Stunde auf der Wiese grasen. Sie wurde anders beschlagen und es wird darauf geachtet, dass sie auf keinem harten Boden mehr geht.

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