Diabetiker, Selbstständig macht Antrag auf GdB Sinn?

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Wenn eine Behinderung durch den Diabetes festgestellt ist, erhält er bei der Einkommensteuererklärung einen Freibetrag. Dieser Freibetrag wird dann in Zukunft auch schon bei den Steuervorauszahlungen berücksichtigt, wenn der Freibetrag erst einmal beantragt wurde. Die zumutbare Eigenbelastung für die Zuzahlungen bei der Krankenkasse halbiert sich, wenn eine Bescheinigung über eine chronische Erkrankung zusammen mit der Kopie des Behindertenausweises bei der Krankenkasse eingereicht wird. Für diese Bescheinigung gibt es Formulare, die allerdings bei jeder Krankenkasse unterschiedlich aussieht - also vor dem Arztbesuch bei der zustandigen Krankenkasse das entsprechende Formular anfordern! Bei vielen kulurellen Veranstaltungen bekommt man eine Eintrittsermäßigung (oft auch z. B. bei einem Museumsbesuch oder beim Eintritt für einen Freizeitpark). Verschiedene Vereine ermäßigen auch den Beitrag für Inhaber eines Behindertenausweises (beim ADAC beispielsweise zahlt man nur den halben Jahresbeitrag). Allerdings hat der Ausweis nicht nur Vorteile. Falls dein Mann die Selbständigkeit irgendwann einmal aufgeben sollte und dann wieder als Arbeitnehmer eingestellt werden möchte, dann muss er zwar nicht von sich aus die Behinderung erwähnen - er darf abeer bei der Frage nach einem Behindertenausweis auch nicht lügen. Viele Arbeitgeber schreckt das ab. Wenn der Arbeitgeber über den Behindertenausweis informiert ist, hat der Arbeitnehmer nämlich zum Beispiel einen besonderen Kündigungsschutz und Anspruch auf eine Woche mehr Jahresurlaub als ein Nicht-Behinderter Kollege.

Hallo Mischa69, zunächst sollte dein Mann einen Antrag beim Versorgungsamt auf die Zuerkennung eines Grad der Behinderung stellen, dieser ist nicht zwangsläufig beim Diabetes zu bekommen, es richtet sich hier nach der Schwere des Diabetes, meine Empfehlung, schaut einmal ob es zu dem Diabetes noch weitere Beeinträchtigungen wie zum Beispiel Gehbehinderung Wirbelsäulenleiden u.s.w.gibt die im Antrag bewertet werden können. Eine Steuerermäßigung gibt es ab einem GdB von 50, diese ist zunächst nicht besonders hoch, steigert sich aber je nach Höhe des GdB. Im Internet gibt es in der Hompage der Versorgungsämter eine Broschüremit dem Namen Behinderung u. Ausweis, dort erhaltet Ihr auch nähere Informationen über Höhe des möglichen GdB's und auch andere Infos.

LG Dieter

Hallöchen,

Dein Mann muß einen Antrag beim Versorgungsamt Eures Landkreises beantragen.

Das Versorgungsamt schickt diesen Antrag dan zum behandelnden Arzt zur Stellungnahme. Eventuell reicht Diabetes allein aus um 50% zu bekommen. Erfolgreicher wird es wenn noch andere Beschwerden dazu kommen, Rücken, Füße oder starke Neuropathie.

Geld bekommt man dafür nicht. In der Steuererklärung kann man aber eine Freibetrag geltend machen (560€) der dann das Einkommen entsprechend verminder.

Grüße und Gesundheit

Gilt das mit dem Freibetrag denn auch für Selbstständige ?

@mischa69

Der Freibetrag gilt für jeden Zahler von Einkommensteuer wenn er vomVersorgungsamt bestätigt wurde. Der Behindertenausweis bietet auch noch andere Vergünstigungen.

Solange er noch arbeiten kann gibt es keinen Cent. Das müssen ihm schon bei Diabetis Typ I die Füsse abfaulen oder andere schwere Folgekrankheiten auftreten, die ihn absolut arbeitsunfähig machen.

Na ja, aber man kann ja mal versuchen, die Krankenkasse noch mehr zu schröpfen. Aber nicht in eurem Fall...........

Deine Antwort zeugt von totaler Ahnungslosigkeit und Unkenntnis mein Lieber!

Wenn du keine Ahnung hast, solltest du dich lieber etwas zurück halten. Schau mal hier:

Das Sozialgericht Düsseldorf hat - mit Urteil vom 05.03.2003, Az.: S 31 SB 388/01 - in einem Verfahren nach dem IX Buch Sozialgesetzbuch (Schwerbehindertenrecht) entschieden, dass Diabetiker, die mindestens zwei Insulininjektionen pro Tag benötigen, schwerbehindert (Grad der Behinderung 50) sind. Das Urteil hat für viele Diabeteskranke erhebliche Bedeutung, denn bislang wurden Diabetiker nur ausnahmsweise als schwerbehindert anerkannt. * So viel ich weiß, wird der GdB bei einem Typ 1-Diabetiker danach vergeben, wie oft man spritzen muss und ob man gut eingestellt ist. Ich habe schon oft gelesen, dass man bei 3-4 Mal spritzen und guter Einstellung problemlos 40 % bekommt.

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