Darf mein Arzt mir ein bestimmtes Medikament verweigern?

5 Antworten

Schließen wir das Thema am besten ab. Wenn man Raucher und COPD-Patient ist, kann man einfach nur shit-Beiträge kriegen (ok, nicht ALLE), egal ob das eine schon lange vor dem anderen anfing... zwischen der diagnose und meiner frage hier lagen mehrere jahre, es braucht also keiner zu posten "jammer nicht rum", das liegt mir fern - oder zu befürchten, ich belaste unser tolles gesundheitssystem. Ich habe seit mehreren Jahren ohne das Medikament überlebt, wobei es mir nicht immer gut geht, aber es liegt mir fern, als böser Raucher ein paar Euro für ein Medikament abzusahnen, die doch einem Fettsüchtigen viel mehr bringen, dem ihr hier schreibt, er soll nicht so viel fressen, wo abnehmen doch so einfach ist...

Selbstverständlich darf er das, denn niemand hat Anrecht auf ein bestimmtes Medikament, sofern es anerkannte Alternativen gibt.

Und er darf/muss sie verweigern, wenn die Lebensumstände die Wirksamkeit bezweifeln lassen (Risiko möglicher Nebenwirkungen - Heilungserfolg).

Soeben in der Wikipedia gelesen: "Voraussetzung jeder sinnvollen Behandlung ist, zunächst schädigende Einflüsse auszuschalten. Raucher müssen das Rauchen aufgeben, auch Passivrauchen ist zu vermeiden."

Letztendlich handelt es sich um eine Güterabwägung: Moderne Medikamente sind teuer und belasten die Staatskasse, darum sollen sie vorwiegend dort eingesetzt werden, wo sie den grössten Nutzen bringen. Stell dir vor, dein Klon (oder Zwillingsbruder) hätte dieselbe Krankheit, wäre aber bereit, aufs Rauchen zu verzichten... Übrigens gibt es auch Nikotinpflaster!

Stell Dir vor, Dein Klon (oder Zwillingsbruder) wäre drogensüchtig, wäre aber bereit, zum 5. Mal eine Therapie zu machen... Er/sie würde alles bezahlt kriegen, obwohl er den Staat bis jetzt schon was weiß ich wieviel gekostet hat, was Raucher im heutigen Staat zu 75 % finanziert haben. ;-))

Hilfe darf er nicht verweigern, Medikamente verschreiben schon.

Geld sollte nicht ausschlagebend sein.

Spreche mit deine Kasse, wechsle die Ärzte. Es hat kein Sinn sich auf denen fest zu beissen.

warum sollte Dein Arzt für Deine selbstverschuldete Krankheit mit seinem Budget haften?

Jetzt will ich Dir mal was sagen: ich habe selbst COPD und ich war aber mein Leben lang NIchtraucher! Und selbst da hat die Kasse keine Freude daran, mir die teuren Medikamente zu finanzieren (mein Arzt übrigens auch nicht) aber ich bekomme sie dennoch, da ich schuldlos an meiner Krankheit bin.

Hör auf zu rauchen, überwinde Deinen inneren Schweinehund und komm' von Deiner Sucht los, dann geht es Dir gleich wieder besser! Im Gegensatz zu mir hast Du es selbst in der Hand, wie Du Dich fühlst!

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