Darf man wenn man Diabetiker ist auch zum Blutspenden gehen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

bin selbst Diabetikerin und mir wurde ausdrücklich gesagt das ich kein Blut mehr spenden darf. Der Spenderausweis wurde auch ungültig gestempelt.

Ist zumindest bei Typ 1er so- die haben ggfls. Antikörper im Blut, die den Diabetes ausgelöst haben und die Gefahr diese zu übertragen ist zu hoch.

Das hat Dir ein Arzt gesagt? Den würde ich wechseln! Selbst wenn diese soooo gefährlichen Fremdantikörper in Deinen Kreislauf gelangen werden sie von Protasen Deines Immunsystems abgebaut! ;-)

@Quandt

jo das mag sein - kenn mich da nicht aus und hab dem Dok einfach mal geglaubt - ist aber auch schon 15 Jahre her und hab mich danach nie mehr darum gekümmert weil für mich klar was das ich nicht spenden darf :-)

Ich habe Typ 2 Diabetes, aber nur weil ich übergewichtig bin. Würde ich 30 Kilo abnehmen oder mich mit dem Essen total halten, hätte ich kein Diabetes mehr. Ich frag mal meinen Arzt. Schade, wenn ich keins mehr spenden darf, denn ich würde damit gerne Menschen helfen.

@Kessko

und bei TYP 2 Spritzt du???

@Bahnchef

Ja, ich spritze, weil ich damit besser zurechtkomme als mit Tabletten.

@Bahnchef

Joh, das ist die Kapitulation der Therapie wegen dem Diät-Verhalten! "Dann mampft doch, was ihr wollt! Hau´n wir halt zur Korrektur ´ne Spritze nach ..." Heute darf ich ja nach neuesten ernährungsphysiologischen Grundsätzen auch Bienenstich essen.

Hatte vergessen, dass sich die Siedetemperatur von Wasser mit der Jahreszahl ändert ... ;-)

Im Blut stimmt zwar der Zuckerwert,aber haben wollen sie meines auch nicht... Ich kann zwar Spenden aber es wird nicht verwendet ,sondern nach der Untersuchung vernichtet sagte man mir..Spritze auch

@Bahnchef

Das ist schade, das man uns nicht mehr will. :-(

 Meiner Ansicht nach sollte das Spenden kein Problem darstellen, da der Körper ja auch von sich aus, wenn er gesund ist Insulinin in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse synthetisiert.

Hier ein paar Basics:

Jeder bekommt für eine Blutspende 27€. Für eine Thrombozytenspende bekommt man  zwischen 54 und 57€. Diese Angaben kann ich jedoch nur für meine Blutspendezentrale unterschreiben. Die Blutgruppe spielt in diesem Fall keine Rolle. Es ist eine Einheitsvergütung, die jedem Spender zusteht. Man kann sich noch entscheiden, ob man das Geld gerne bar ausbezahlt bekommen will oder per Überweisung aufs Konto.

Ich war gestern das erste mal Blut spenden und muss sagen, dass ich mich immer noch recht schwach fühle und mir heute beim Fahrradfahren die Luft weggeblieben ist. Es ist gar nicht so verträglich wie ich dachte.

Die nachfolgenden Angaben sind meiner Meinung nach sehr aufschlussreich.

Quelle Wikipedia:

Der Blutverlust durch eine Blutspende wird nach der Entnahme in nachstehender Reihenfolge ausgeglichen:

* Kreislaufregulation innerhalb von 20 Minuten

* Flüssigkeitsausgleich innerhalb von 24 Stunden

* Plasmaeiweißersatz innerhalb von zwei Tagen

* Ersatz von Blutzellen innerhalb von zwei Wochen

* Ausgleich des Eisenverlustes innerhalb von acht Wochen, bei Frauen auch länger.

Das sollte nun in Sachen Blutspende die meisten Ungereimtheiten aus der Welt schaffen.

Dankeschön für deine tolle Antwort. War sehr interessant zu lesen!

@Kessko

Sehr gerne. Ich lerne beim beantworten auch oft noch was dazu.

Liebe Grüße

Ich bin Typ 1 Diabetiker und spritze Insulin wollte beim Roten Kreuz Blut spenden nach der Untersuchung wurde ich als Typ 1 Diabetiker als Spender abgelehnt aber Organe darf ich spenden. Aber bei der Knochenmarkspende werde ich auch ausgeschlossen.

sorry aber es ist schon abentheuerlich was ich hier so lese-woher nur kommen so einige antworten?notfalls fragt einfach beim blutspendedienst nach- die kollegen beantworten eure fragen gerne, ich bin diabetiker mellitus typ 2 - und das seit 5 jahren.und gehe seit meinem 18. lebensjahr blut spenden, seit 3 jahren arbeite ich ehrenamtlich beim drk blutspendedienst in berlin.solange jemand nicht insulinpflichtig ist-kann er/sie natürlich auch blut oder plasma spenden, zb metformin oder andere tabletten, nur bei insulin wird der spender abgelehnt,oder auch makumar-oder anderen blutgerinnungsmitteln

Generell sind mit Insulin therapierte Zuckerkranke von einer Blutspende ausgeschlossen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Werte in Ordnung sind und Folgeschäden ausgeschlossen werden können. Der Ausschluss erfolgt unter anderem wegen einer nicht stabilen Stoffwechsellage und möglichen Folgeerkrankungen. Laut DRK können Diabetiker, die mit Tabletten oder ausschließlich durch Ernährungsumstellung ihre Werte im Griff behalten, Blut spenden, solange sie unauffällig sind - d.h. sie dürfen keine offensichtlichen Folgeschäden haben.

Ein negativer Bescheid für eine Blutspende hat nichts damit zu tun, dass man dem späteren Empfänger der Konserve schaden würde. Vielmehr geht es um den Selbstschutz des Spenders. Sind bei einem Diabetiker bereits Folgeschäden aufgetreten und er würde zu einer Blutspende zugelassen, so könnte das vor allem dem Spender selbst schaden. Oft sind als Folgen des Diabetes die Gefäße angegriffen. Würden diese trotz schlechten Zustands auch noch "angezapft", könnte das für das Herz-Kreislaufsystem schwerwiegende Auswirkungen haben. Diesem Risiko sollen Zuckerkranke nicht ausgesetzt werden.

Aussagen wie "oder möchten Sie Blut haben, das mit Insulin angereichert ist?" sind einfach nur falsch. Im Blut eines jeden Menschen ist Insulin. Lediglich bei Diabetikern ist es weniger oder eben von außen zugeführt. Und Letzteres würde niemandem schaden, wenn es als Konserve verabreicht würde.

Wird ein Diabetiker abgewiesen, hat dies nichts mit Schikane zu tun, sondern dient lediglich dem Schutz des Spenders.

Das ist endlich mal eine gute Antwort! Vielen Dank dafür! Mittlerweile spritze ich kein Insulin mehr, sondern nehme Tabletten. Ich habe keine Folgeschäden und mein Langzeitwert liegt bei genau 6,5. Ich denke ich geh mal wieder zur Blutspende. Mal sehen, ob ich zugelassen werde. Mein Blutdruck ist mit 125:82 auch in Ordnung denke ich.

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