Darf man unter dem Einfluss von Medikamenten gegen Epilepsie grundsätzlich nicht mehr Auto fahren?

5 Antworten

Hallo,

es kommt auf das Medikament an. ZB. Rivotril, Valium usw. usw.  Dieses sind Medikamente die sehr müde machen. Bei einem Unfall wirst Du zuerst gefragt, ob Du Medikamente nimmst, dann könntest Du mit der Versicherung Probleme bekommen.

Alles Gute

Ich weiß nicht, ob es grundsätzlich dann verboten ist, Auto zu fahren. Aber ich kenne jemand, der deswegen nicht mehr Autofahren darf und sich damit abgefunden hat.

Die Fähigkeit oder Unfähigkeit zum Autofahren hängt ab: 1. Von der Krankheit selbst (Besteht Anfallsfreiheit? Seit wann?) 2. Von den Nebenwirkungen der Medikamente, die INDIVIDUELL auftreten und auch dosisabhängig sind, also: Wie wirkt das verwendete Medikament in der verordneten Dosis beim Individuum? Im Zweifelsfall: Psychologischer Test.

WEnn man leichter Absencenepileptiker ist, dann spricht gar nichts dagegen, Auto zu fahren. Dann bekommt man in der Regel auch ein Sonderattest, dass man nicht erst 2 Jahre Anfallsfreiheit nachweisen muss. Kleine Absencen sind mit Sekundenschlaf zu vergleichen und oft auch genauso selten. Ich war auf Ergenyl, Orfiril und bin jetzt auf Valpro TAD eingestellt. Die normalen Valproinsäurepräparate sind am Steuer unbedenklich, was Dir auch jeder Neurologe bestätigen wird. Zu diesem Thema: Alles, was mit Epilepsie oder Antiepileptika zu tun hat, sollten Sie mit dem Neurologen Ihres Vertrauens besprechen. Der hat Schweigepflicht und kann die Beratung individuell auf Sie zuschneiden. Hier kann man, egal wie gut man sich auskennt, nur ins Blaue schiessen.

Auch bei Epilepsie ist es mit dem Fahren nicht unbedingt vorbei. Aufgrund des grossen Risikos gibt es jedoch strenge Vorschriften und Bedingungen. Die sog. Begutachtungs-Leitlinien findet man z.B. hier: http://fahrerlaubnisrecht.de/Begutachtungsleitlinien/BGLL%203.9.6.htm

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