Darf ich zur spritze gezwungen werden?

18 Antworten

Du wirst in deinem Leben immer wieder in Situationen kommen, in denen Dir (mehr oder weniger freiwillig) eine Spritze gesetzt werden muß. Spätestens wenn Du mal einen Unfall hast und unters Messer musst...

Wenn Du also wirklich Angst vor Spritzen hast, dann solltest Du mit einem Psychotherapeuten über dein Problem reden.

Wenn aber (und das vermute ich mal) Du nur eine Spritzenphobie vorschiebst, weil Du Angst hast, des Konsums illegaler Substanzen überführt zu werden, dann solltest Du mal dein Verhalten überdenken.

Was die rechtliche Seite angeht: Bei Minderjährigen liegt eine beschränkte Einwilligungsfähigkeit in medizinische Behandlungen vor, d.h. es liegt im Ermessen des Arztes. Wehrt sich ein minderjähriger Patient z.B. gegen eine sinnvolle und notwendige medizinische Behandlung, kann der Arzt mit Einwilligung der Eltern auch ohne Zustimmung des Patienten eine Behandlung durchführen. Ein krasses Beispiel wäre z.B. die Zwangsernährung bei Anorexia.

Weshalb hält sie so eine Maßnahme denn für angebracht? Wenn es um Deine Gesundheit geht, ist sie natürlich für Dich verantwortlich und vom Blutabnehmen ist nun wirklich noch Keiner gestorben (wie man so schön sagt). Es ziept ganz kurz so, als wenn Du Dich kurz kneifst und dann kannst Du sogar zugucken, wenn Du magst. Also selbst mein Kind von damals 7 Jahren hat das ohne zu schreien hinbekommen und es ist sonst sehr empfindlich. Nun mal ran, es kommen noch ganz andere Dinge im Leben.

Der Arzt muß abzuklären, ob der Minderjährige bereits selbst einwilligungsfähig ist oder nicht, ................wenn nicht entscheiden die Eltern

gegebenenfalls die Gesichtspunkte zu dokumentieren, die dafür sprechen, dass der Patient über die notwendige geistige Reife verfügt, ...........dann entscheidet der Jugendliche

& nur dann darf der Arzt Blut abnehmen, eine Behandlung einleiten.

Sobald ein Jugendlicher einwilligungsfähig ist, er also die Reife hat, die Tragweite eines Eingriffs zu erfassen, und hinsichtlich der ärztlichen Behandlung eine eigenständige Nutzen-Risiko-Abwägung vornehmen kann, kommt es allein (so jedenfalls herrschende Meinung) auf seine Einwilligung und nicht mehr auf Wunsch und Willen der Sorgeberechtigten an.

Bei der Behandlung von Kindern und noch nicht einwilligungsfähigen Jugendlichen besteht keine Schweigepflicht gegenüber den Eltern. aus aerzteblatt. de

überleg mal logisch: deine mama liebt dich und will dein bestes und macht es in deinem interesse. so schlimm ist das nicht. wenn du es verweigerst dann kann siue natürlich nix dagegen tun, aber lass es zu. das ist auch in deinem interesse

Sie liebt mich nicht.

@RV312

Doch. Leider können viele Menschen ihre Liebe nicht entsprechend zeigen. Selbst Alkoholiker, die ihre Kinder schlagen lieben ihre Kinder. Sie sind aber leider so überfordert mit ihrem eigenen Leben, dass das den ganzen Platz einnimmt und die Liebe zur Seite drängt.

Vielleicht hast Du ja auch eine Idee für Deine Mutter, um ihr gesundheitlich zu helfen. Du machst das mit dem Blut abnehmen und sie geht dafür in Therapie...?! (ich weiß ja nicht was bei Euch los ist und wie schlimm).

@user294054

Genau, deswegen schaut sie seit Jahren zu wie mich mein Vater wie Dreck behandelt. Und interessiert sich einen scheiß dafür als ich fast vergewaltigt wurde. Für Geld das ich verdiene bin ich dann wieder gut genug. Wenn ich zum Beispiel einmal vergesse das Licht aus zu machen droht sie mir direkt mit spritzen weil sie weiß das ich so angst davor habe.

@RV312

Wie bereits geschrieben, manche Menschen können das nicht zeigen, sie sind krank. Deine Wut kann ich nachvollziehen. Dann wende Dich ans Jugendamt oder einer Vertrauensperson. Alles Liebe!

Deine Mutter hat recht - bis Du 18 bist, darf sie entscheiden.

Halt einfach den Arm hin und schau weg oder mach die Augen zu.

wenn das 17 jährige riesenbaby dann aber mit dem arm rumfuchtelt ?

eine Mutter hat recht - bis Du 18 bist, darf sie entscheiden.

Das ist natürlich nicht richtig, es geht nicht darum was die Mutter entscheidet, sondern allein darum was der Arzt darf.

Und kein Arzt darf ohne eigene Einwilligung oder gerichtlichen Beschluss einem 17 jährigen Blut abnehmen, völlig egal ob die Mutter des 17 jährigen dies will oder nicht.

@Antitroll1234

Das steht wo? Im übrigen wird es einen Grund für die Blutabnahme geben - kein Arzt macht das "einfach mal so".

Und mit 17 sollte man sich nicht mehr wie ein kleines Kind benehmen.

Was wäre, wenn derjenige wegen eines Unfalls beispielsweise bewußtlos ins KH käme - soll der Arzt dann erst einen Richter anrufen, damit er die Blutgruppe (wegen evt. Blutübertragung) feststellen darf?

@beangato

Das steht wo?

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit gehört zu den Grundrechten in Deutschland eines Menschen.

Im übrigen wird es einen Grund für die Blutabnahme geben - kein Arzt macht das "einfach mal so".

Und kein Mensch muss dem zustimmen.

Was wäre, wenn derjenige wegen eines Unfalls beispielsweise bewußtlos ins KH käme - soll der Arzt dann erst einen Richter anrufen, damit er die Blutgruppe (wegen evt. Blutübertragung) feststellen darf?

Nein, dies wäre im Fall der lebensrettenden Maßnahmen eine vertretbare Handlung ohne die sonst nötige Einwilligung des Verunfallten, aber dies tut hier nix zur Sache, da eine ganz andere Ausgangssituation.

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