Darf ich während Behandlung mit Beschwerden Zahnarzt wechseln?

5 Antworten

Das ist tatsächlich ein zweischneidiges Pferd. Da der Zahnarzt die Brücke gemacht hat, liegt er 2 Jahre in der Gewährleistungspflicht, er muss dir also garantieren, dass die Brücke zwei Jahre hält. Tut sie das nicht, muss er für eine neue Brücke bzw. die Verbesserungen aufkommen, die KK liegt hier nicht mehr in der Pflicht. Deshalb will die KK dass du weiterhin zu diesem Zahnarzt gehst, da er die Ausbesserungen umsonst machen muss.

Ein anderer Zahnarzt will die Brücke eben nicht ausbessern, da er dann für die Mängel der Brücke verantwortlich gemacht werden kann, obwohl er sie ja gar nicht eingesetzt hat.

Der richtige Weg wäre im Grunde gewesen, dass ein Gutachter die Brücke als mangelhaft deklariert hätte (Wenn sie es denn wirklich gewesen ist, weil eigentlich lag es ja eher am Zahn darunter) und du anschließend eine neue Brücke von dem alten Zahnarzt bekommen hättest.

So wie sich die Geschichte aber anhört, wäre das eh schwierig geworden. Der Zahn hat wohl die Präparation nicht gut überstanden(leider ein Risiko beim präparieren von Zähnen, außer der Zahnarzt hätte irgendwie grob fahrlässig gehandelt, z.B. ohne Wasserkühlung präpariert). Dann die Wurzelkanalbehandlung, die leider fehlgeschlagen ist. Auch hier kann man den Zahnarzt nicht wirklich verantwortlich machen, denn eine Wurzelkanalbehandlung ist immer nur ein Versuch den Zahn zu retten und funktioniert nur in 90% der Fälle...Auch die Wurzelspitzenresektion war hier die einzige Möglichkeit, den Zahn zu retten... Aber auch hier gibt es einfach keine Garantie... Bei manchen Zähnen versucht man alles was möglich ist, doch nix hilft, das ist wirklich schade... Leider hattest du anscheinend das Pech, dass dein Zahn zu dieser Gruppe gehört hat.

So, aber wenn du kein Vertrauen mehr in den Zahnarzt hast, solltest du zu einem anderen gehen. Jetzt, nachdem die Brücke drin ist, dürfte es da überhaupt keine Probleme geben, außer natürlich es geht um die neue Brücke, auch hier liegt wieder der alte Zahnarzt in der Gewährleistungspflicht.

Ich würde an deiner Stelle zu einem anderen Zahnarzt gehen und den Bereich mal röntgen lassen. Sollte sich dort wirklich noch eine Entzündung befinden (es ist möglich dass sich eine Zyste gebildet hat, kommt zwar selten vor, aber ist möglich), dann kann ein Kieferchirurg diese entfernen, und da das nix mit der Brücke an sich zu tun hat, dürftest du da überhaupt keine Schwierigkeiten mit Kostenübernahme etc. bekommen.

Übrigens, nur mal so nebenbei, denk mal drüber nach die KK zu wechseln, die AOK hat nicht den besten Ruf, überleg mal zur TKK zu gehen...

Hallo..danke für deine Antwort . Wenn ich richtig verstehe hätte mein Zahnarzt eine Verbesserung an der Brücke , im Rahmen der Gewährleistung vornehmen müssen ? Aber das Problem lag ja eigentlich nicht an der Brücke , sondern dem Zahn , der als Brückenpfeiler diente. Ich war ja zwischenzeitlich beim Kieferchirug , der meinte aber das der Zahn raus muss...auf den Röntgenbildern sah man die Entzündung eindeutig. Ich habe ja jetzt vor 3 Monaten den Zahn ziehen lassen , eine neue verlängerte Brücke musste ja nun her , ich habe diese Brücke jetzt zu 100 % selbst bezahlt , obwohl  ich ja gar keine Wahl mehr hatte. Was mich jetzt halt nervt ist , das ich immer wieder geschwollenes Zahnfleisch habe und mein Zahnarzt tut das einfach ab und sagt da kann nichts mehr sein , der Zahn ist raus!! Macht aber nicht zum Bsp mal noch eine Röntgenaufnahme um 100 %ig sicher zu gehen...ich bin echt einfach nur noch genervt , mir wird immer nur erzählt ich soll spülen( Chlorhexamed) und putzen und und und...soviel gespült und geputzt wie in den letzten 2 Jahren , habe ich in meinem Leben noch nicht...

@bella741

habe vorhin übrigens einen Termin bei einem anderen Zahnarzt geholt , da habe ich am Dienstag einen Termin und hoffe drauf das es nicht von der oder überhaubt eíner Entzüng kommt...hatte noch nie solche Probleme beim Zahnarzt , habe auch nie Angst gehabt und bin immer gegangen aber mittlerweile bekomme ich schon Angst wenn ich nur dran denke

@bella741

Ja, das meinte ich eben, du hattest da einen besonderen Fall, bei dem eigentlich der Zahn und nicht die Brücke das Problem war, die Kasse das hier aber nicht berücksichtigt hat. Deswegen meinte ich auch, evtl. wechseln, andere Kassen wären in diesem Fall vielleicht kolanter gewesen.

Woher jetzt die Zahnfleischprobleme kommen ist schwierig zu beurteilen. Es könnte auch mit der Brücke zusammenhängen, also, dass diese falsch aufliegt oder so... Oder eben das Problem mit der Zyste, die kann auftreten, nachdem ein Zahn gezogen wurde, weil sich evtl. zu viel Granulationsgewebe im Gebiet befunden hat und es kommt damit zu einer sog. Residual-Zyste. Ist aber extrem selten... Aber könnte man mal abklären. Finde es schade, dass der Zahnarzt selbst auf deine Bitte hin kein Röntgenbild macht.

Was noch eine Ursache sein kann, ist eine Parodontitis... Aber alles schlecht zu sagen, ohne dass man es mal gesehen hat. Chlorhexamed ist auf jeden Fall eine sehr gute Mundspüllösung, aber mit Vorsicht genießen, wenn man sie zu lange anwendet (über mehrere Wochen hinweg) kann es zu Nebenwirkungen kommen. Evtl. könntest du auch mal eine Salbe ausprobieren (Dontisolon) um das Zahnfleisch zu beruhigen.

das mit dem "freie Arztwahl" und " jederzeit den Arzt wechseln" stimmt nur eingeschränkt.

Tatsächlich hat der Zahnarzt ein Nachbesserungsrecht/pflicht. deshalb wird nicht so ohne weiteres ein anderer Zahnarzt die bestehende Brücke antasten.

Der richtige Weg wurde schon erwähnt:

Der Gang zur Krankenkasse.

Die wird einen Gutachter beauftragen und dann wird genau und neutral untersucht, was los ist.

OK , werde es mal so versuchen. Obwohl sich mir die Frage stellt ob die KK jetzt noch was sagen kann , da ich die Brücke , die ich jetzt seit Dez drin habe ja zu 100 % selbst gezahlt habe , da die KK schon nichts mehr dazu gezahlt hat

@bella741

Wenn Du auch bei einer erneuten Behandlung alles selbst bezahlen willst und das auch gegenüber dem neuen Zahnarzt schriftlich so äußerst, dann besteht eine Chance, dass ein Zahnarzt zustimmt.

Wahrscheinlich musst Du aber auch noch schriftlich  auf Dein Recht verzichten, von dem anderen Zahnarzt irgendetwas zurückfordern zu wollen oder ihn zu verklagen.

denn es ist doch so:

Wenn Du eine wieder eine hohe Summe für erneut hergestellten Zahnersatz zahlen musst, vielleicht sogar mit Implantaten, dann taucht vielleicht die Frage auf, hätte der zahnarzt vorher das nicht "verbockt", dann hätte ich jetzt nicht so viel leiden/bezahlen müssen.

Und spätestens dann kann der vorherige Zahnarzut nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden, weil die von ihm hergestellte "alte" Brücke ja nicht mehr so an Ort und Stelle ist, wie er sie hergestellt hatte.

Also wird er sagen, das habe ich nicht so hergestellt, da ist dran rummanipuliert worden.

Das solltest Du wissen, wenn Du nicht die KK und einen Gutachter einschalten willst.

@authumbla

was heisst hier will ? ich möchte natürlich nicht alles selber zahlen , ich sehe das so  , ich habe mittlerweile über 1000 Euro bezahlt und immer noch Theater...ich habe jetzt eine Vollkeramikbrücke und die möchte ich auch ganz gerne behalten. Für mich steht jetzt definitiv fest das ich zu meinem alten Zahnarzt nicht mehr gehe...habe mir eine  Termin bei einem anderen Zahnarzt geholt , der ist am Dienstag und mal sehen was die sagt. Zur Not werde ich jetzt auch die Krankenkasse oder einen Gutachter oder was auch immer einschalten.Ich habe ja auch noch die leise Hoffnung , das mein geschwollenes Zahnfleisch nicht unbedingt von einer Entzündung bzw von der Entzündung die ja eigentlich weg sein soll , kommt.

@bella741

Musst ja garnicht zu Deinem alten ZA gehen.

Ich möchte Dich nur aufklären, was passieren könnte.

Wenn es nichts mit der Brücke zu tun hat, umso besser.

Falls aber doch, dann könnte es sein, dass der neue Zahnarzt Schwierigkeiten bekommt, wenn er was daran macht. Und Du auch, falls es später um Kosten und Regresse geht.

Ich beziehe hier gar keine Stellung für niemanden. Weder für Dich, noch für den ZA.

Ich informiere nur.

Natürlich hast du freie Ärztewahl und wenn du kein Vertrauen hast, erst recht. Da darf und wird die Krankenkasse nichts ablehnen.

Evtl. solltest du sogar Kontakt mit der Krankenkasse aufnehmen, in wie fern ein Behandlungsfehler vorliegen könnte und in wie fern die Krankenkasse dich dabei unterstützen kann.

Du solltest mit der Krankenkasse sprechen, glaube nicht das du hier eine Antwort bekommen kannst die sicher richtig ist. Mit den Zähnen habe ich auch genug Probleme deshalb verstehe ich dich gut.

ja ich denke ich gehe einfach nochmal woanders hin und spreche erstmal mit einem anderen Arzt ...eigentlich hatte ich nie Probleme mit den Zähnen , aber nach der ganzen Sache und 2 WSR trau ich mich echt schon kaum noch zum Zahnarzt. Ich dachte eigentlch das ich jetzt ruhe habe nachdem ich den Zahn habe ziehen lassen..alles Mist

Du kannst immer den Arzt wechseln egal wann. Sollte von der Kasse was kommen erklärst du warum und wieso

ich war ja schon woanders , aber die Ärztin hat damals bei der KK angerufen und die hat gesagt es dürfe nur der behandelnde Arzt an der Brücke behandeln und da dort ja mein Problem liegt wollte sie nicht daran gehen

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